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Ausgezeichnete Jugendarbeit

Handballer der SG Hermsdorf-Waidmannslust machen Kinder stark

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Die Handballer der SG Hermsdorf-Waidmannslust sind für ihr so genanntes Wuselturnier und weitere Aktionen zum Thema Suchtvorbeugung im Rahmen der Kampagne „Kinder stark machen“ von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ausgezeichnet worden. Dieser Sonderpreis wird an nur fünf Vereine bundesweit vergeben.

„Wir sind sehr froh, diesen Preis gewonnen zu haben“, erklärte Jugendwartin Antje Bottke. „Er bestärkt uns nicht nur, mit dieser Arbeit fortzufahren, sondern sie noch besser zu machen.“

Im vergangenen Jahr wurden Handballvereine erstmals dazu aufgerufen, sich – neben ihrer  guten überfachlichen Kinder- und Jugendarbeit außerhalb des Wettkampf- und Spielbetriebes – für das Thema Suchtvorbeugung zu engagieren. Das Ziel der Initiative der Bundeszentrale ist es, das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl Heranwachsender zu stärken, so dass sie auch in schwierigen Lebenssituationen „Nein“ zu Drogen, Tabak und Alkohol sagen können. „Unsere Trainer und Betreuer müssen zunächst einmal absolute Vorbilder sein“, erläuterte Antje Bottke die konkrete Sucht vorbeugende Arbeit der SG. „Im Sport erleben die Kinder erste persönliche Erfolge, lernen, anderen zu vertrauen und mit ihnen Konflikte zu lösen.“ Sie entwickeln Teamgeist, erfahren Lob und Annerkennung, gehen aber auch an die eigenen körperlichen und seelischen Grenzen. „Das alles fördert ihr Selbstvertrauen und formt einen starken Charakter.“

Zurzeit spielen bei der SG 370 Mädchen und Jungen in 28 Mannschaften Handball. Damit nimmt die Spielgemeinschaft Berlin weit nach wie vor eine herausragende Stellung ein.

Und am 7. März richtet man das 7. Wuselturnier aus, bei dem sich wieder einmal rund 500 Kinder im Alter von acht Jahren und jünger bei Spiel, Spaß und Handballsport in den Hallen der Romain-Rolland-Oberschule die Zeit vertreiben werden. In diesem Rahmen wird dann auch die offizielle Preisverleihung sein.

„Die Kinder waren von unserer bunten Mischung aus Sport und Geschicklichkeitsspielen stets begeistert. Deshalb werden wir daran auch nichts ändern“, erläuterte die Jugendwartin, die sich wünscht, dass das Turnier

so erfolgreich bleibt wie bisher und auch so reibungslos abläuft wie in den sechs Jahren zuvor.

Abschließend kam dann aber doch noch ein Problem zur Sprache, das man in dieser Form nicht nur bei der SG kennt: „In der heutigen Zeit wird es leider immer schwieriger, Trainer und Betreuer zu finden, obwohl man aus der Arbeit mit Kindern unendlich viel mitnehmen kann und sie zudem auch großen Spaß macht. Deshalb hoffe ich, dass in Zukunft ein paar Gute von ihnen vom Himmel fallen werden“, wünschte sich Antje Bottke und ergänzte augenzwinkernd: „Und ich verspreche, dass wir sie dann auch auffangen werden.“