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„Harte Arbeit“

Handball-Frauen der Füchse bleiben oben dran

 

 

Von Michael Nittel


Reinickendorf. Die Handball-Frauen der Reinickendorfer Füchse haben in der Regionalliga Nordost das erste Heimspiel im neuen Jahr gewonnen und bleiben Spitzenreiter TSG Wismar auf den Fersen. Mit 30:26 (12:13) setzten sich die Nordberlinerinnen gegen den Buxtehuder SV durch. Doch die Truppe um Trainer Edgar Fahrenwald tat sich lange Zeit sehr schwer. Erst in den Schlussminuten gelang es, die zwei so immens wichtigen Punkte gegen den Tabellenvierten unter Dach und Fach zu bringen.

„Das war richtig harte Arbeit und Buxtehude der erwartet schwere Gegner“ analysierte Coach Fahrenwald kurz nach der Schlusssirene. „Schließlich hat diese Mannschaft in Wismar gewonnen. Und deshalb habe ich meine Mädchen vor ihr gewarnt.“

Mit Recht: Nach rund zehn Minuten rieben sich die Füchse-Anhänger verdutzt die Augen, lag ihr Team doch mit 2:7 zurück. Viele Chancen waren bis dato leichtfertig vergeben wurden. Das änderte sich übrigens im weiteren Spielverlauf nicht. Hinzu kam, dass Buxtehudes Torfrau Anna Szymanska stark agierte und eine Hand voll richtig schwieriger Bälle abwehrte. Darüber hinaus agierten die Gastgeberinnen im Aufbau fahrig und leisteten sich einfache Ballverluste. Coach Fahrenwald reagierte und nahm früh eine Auszeit. „Meine Spielerinnen haben sich nicht an die Vorgaben gehalten. Wir waren in den ersten Minuten überhaupt nicht anwesend.“ Doch dieses Mal verstanden die Füchse ihren Coach und übernahmen nach 21 Minuten durch ein Tor von Monika Seydel zum 9:8 erstmals die Führung. Aber die Gäste wehrten sich weiter tapfer und ließen die Nordberlinerinnen nicht davon ziehen. In der 40 Minute gelang Kristina Bühler das Tor zum 18:16 – zum ersten Mal im Spiel überhaupt führte ihr Team mit zwei Treffern. Zudem wurde Füchse-Torfrau Sabina Kubisztal immer sicherer. Und in der heißen Schlussphase war es einmal mehr das Herz und der Kopf des Teams, Torjägerin Alexandra Sviridenko aus der Rückraummitte, die mit ihren Treffern die Partie zugunsten des Tabellenzweiten entschied.

Nach 15 von 26 Saisonspielen liegen die Füchse und die TSG Wismar weiterhin nahezu gleichauf an der Spitze. Die beiden Kontrahenten trennt nur ein einziger Punkt. Alles scheint auf einen Showdown am 14. Februar an der Ostseeküste hinauszulaufen. Doch Coach Fahrenwald warnt: „Wir sagen immer wieder, dass wir nur von Spiel zu Spiel schauen. Jede einzelne Partie ist wichtig. Ich kann zwar nicht in die Köpfe meiner Spielerinnen hinein gucken. Aber ich glaube, dass sie das begriffen haben.“

Ohnehin ist Fahrenwald vom Talent seines Teams überzeugt. „Wir sind von Jahr zu Jahr immer besser geworden. Und mir war schon klar, dass wir – wenn wir von Verletzungen verschont bleiben – bereits in dieser Saison eine gute Rolle spielen können.“

Das ursprüngliche Saisonziel war der zweite Platz. Der scheint schon jetzt so gut wie sicher. Also geht der Blick nach vorn:

„Alles ist möglich. Wir sind, vor allem auf den wichtigen Positionen, noch sehr jung. Wismar hingegen hat ein sehr erfahrenes Team“, streicht Fahrenwald die wichtigsten Unterschiede heraus. Aber aufgrund ihres jungen Alters haben die Füchse zumindest einen Verbündeten: die Zeit.

„Wenn es mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga schon in diesem Jahr klappen sollte, dann wäre das prima. Wenn nicht: kein Problem. Dann packen wir es halt in der nächsten Saison.“