Freier Journalist

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Fußball gegen die Langeweile

Von sportlichen Angeboten und kostenloser Vereinsmitgliedschaft

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Das Team „Red Scorpions“ hat das erste Hallenfußball-Turnier der Freien Demokratischen Wohlfahrt (FDW) Reinickendorf für sich entschieden.

„Diese Veranstaltung war für die Jugendlichen unserer Bolzplatz-Liga eine Art Geschenk, da sie es sich gewünscht hatten, auch mal ein Hallenfußballturnier zu spielen“, erläuterte der Vorsitzende des Bezirksverbands Andreas Otto. Im letzten Sommer hatte er die Bolzplatz-Liga ins Leben gerufen, um den Jugendlichen in einer Zeit, in der Schulen und Vereine Ferien machen, Klubs geschlossen sind ein vernünftiges Freizeitangebot zu unterbreiten. „Die Idee war, etwas gegen die Langeweile zu tun, den Jugendlichen, die nicht in den Urlaub fahren, etwas zu bieten, das ihnen Spaß macht und sie gar nicht erst verleitet werden, Dummes zu tun. Das Projekt ist sozusagen eine Alternative zu Nichts.“

Rund 50 junge Menschen im Alter von 16 bis 22 Jahren waren der Einladung zum Hallenfußball gefolgt – davon knapp die Hälfte Akteure der Bolzplatz-Liga. „Das bedeutet, dass die andere Hälfte potentielle Kandidaten für den nächsten Sommer sind“, freute sich Otto, der hofft, die Anzahl der Teams in der Liga von sechs auf mindestens zwölf verdoppeln zu können. „Das wäre für dieses Event und alle Beteiligten eine großartige Sache.“ Für den Sommer können sich Jugendliche ab 13 Jahre bei der FDW melden. Otto hofft, dass vielleicht auch das eine oder andere Mädchen- oder zumindest gemischte Team teilnehmen wird. „Und natürlich wäre es toll, noch Sponsoren aus dem Bezirk zu finden, um mit ihnen gemeinsam gegen die Langeweile der Jugendlichen im Alltag anzukämpfen und unser Projekt zu unterstützen.“ Darüber hinaus hat die FDW aber noch ein weiteres sportliches Angebot zu machen: Auch für 2010 möchte der Bezirksverband mit seinem Sportpatenschaftsprogramm vier jungen Menschen die Möglichkeit geben, einen Sport nach ihrer Wahl in einem Reinickendorfer Verein auszuüben. Teilnehmen können alle Kinder und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien, die einen Hartz-IV-Bezug nachweisen. Für diese würde die FDW dann den Mitgliedsbeitrag übernehmen. „Ich finde es sehr wichtig, auch Kindern aus diesen Familien die Chance zu geben, einen Sport im Verein zu betreiben“, skizzierte Otto. Die vier Kinder und Jugendlichen, die man in persönlichen Gesprächen auswählen wird, sollen auch über die kostenlose Mitgliedschaft hinaus betreut werden: „Uns ist schon sehr wichtig zu erfahren, ob es ihnen gefällt, ob sie Freunde gefunden haben oder ob es irgendetwas anderes gibt, was wir für sie tun können.“ Andreas Otto machte aber auch klar, dass man mit den Trainern über das Verhalten der Jugendlichen, ihren Umgang mit den Kollegen, ihre Pünktlichkeit oder häufiges Fernbleiben vom Training Rücksprache halten werde.

Nähere Informationen zur Bolzplatz-Liga sowie zum Sportpatenschaftsprogramm gibt es auch unter www.fdw-reinickendorf.de.