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Lübars bläst zur Attacke Fußballerinnen kennen nur ein Ziel: die 2. Bundesliga
Von Michael Nittel
Lübars. Die Fußball-Frauen vom 1. FC Lübars haben beim 12. Berliner Hallenmasters den Einzug in das Halbfinale nur knapp verpasst. Am Ende fehlte in der bedeutend stärkeren von zwei Gruppen zum Einzug unter die besten vier Teams nur eine einziger Punkt. „Kein Problem“, analysierte Trainer Jens Kohnke kurz und bündig. „Die Halle ist mir nicht so wichtig. Uns interessiert in erster Linie die Rückrunde in der Regionalliga. Darauf bereite ich die Mannschaft akribisch vor.“ So absolviere das Team zurzeit ein Kraft-Ausdauer-Training, was man streckenweise auf dem Hallenparkett auch spüren konnte. Und trotzdem: „Natürlich treten wir an, um zu gewinnen. Und das Halbfinale wäre mit ein wenig mehr Glück auch drin gewesen.“ Zum Auftakt spielte man gegen den 1. FC Union 1:1-Remis. Der BSC Marzahn wurde mit 1:0, der Lichterfelder FC mit 2:0 bezwungen. Gegen Tennis Borussia, den späteren Turniersieger, gab es eine 0:2-Pleite. „Beim Hallenfußball, den ich eigentlich nicht mag, gibt es für mich nur zwei Dinge: Spaß haben und sich dabei bloß nicht verletzen.“ Und das gelang, wenn der Erfolg letztlich auch ausblieb. Aber so kann sich die Mannschaft nun weiterhin intensiv auf die Aufholjagd in der Regionalliga vorbereiten: Schließlich liegt man zurzeit nur auf Platz sechs und damit fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter Magdeburger FFC zurück. Kohnke, der sein Team aber keinen Deut schlechter als die vor ihm stehenden Mannschaften sieht, zu den Gründen: „Wir hatten zu Beginn der Saison sehr viel Unruhe in der Mannschaft und deshalb auch einen richtig schlechten Start.“ Der Kader war zwar nahezu unverändert zusammen geblieben. Einige neue Spielerinnen wurden sogar hinzu geholt. Dadurch habe es einen erhöhten Konkurrenzkampf und kleinere Reibereien gegeben. Hinzu kam das Verletzungspech. Doch die Mannschaft fing sich und hatte vor der Winterpause einen richtig guten Lauf. „Deshalb blasen wir in der Rückrunde auch zur Attacke und wollen noch in diesem Jahr aufsteigen“, gibt sich der Coach kämpferisch. „Wir glauben solange an den Aufstieg, wie er rechnerisch möglich ist. Man muss als Trainer so denken, sonst wäre ich auf dieser Position der verkehrte Mann.“ Doch es gibt noch ein Problem: Die letzte Saison, als man den Aufstieg im wahrsten Sinn des Wortes in der Nachspielzeit gegen Hohen Neuendorf verpasste, spukt noch immer in den Köpfen herum. „Das kann man nicht so einfach vergessen und wird auch in einigen Jahren noch immer mal wieder Thema sein. Aber es ist vorbei und nicht mehr zu ändern. Ganz im Gegenteil: Mannschaft, Trainer und alle Beteiligten sagen sich: Und jetzt erst Recht.“ So nutzte Kohnke das Hallenmasters auch, um sich entspannt von der Tribüne aus die eine oder andere interessante Spielerin anzuschauen: „So ein Turnier ist natürlich ein Markt – auch wenn das die Klubs nicht gern sehen. Aber: Andere Vereine gucken sich unsere Spielerinnen an und wir halt die der anderen.“ Für die kommende Saison sucht der 1. FC Lübars mindestens noch eine Torfrau und eine Stürmerin. Der Coach abschließend: „Wir sind eine gute Mannschaft und wollen immer Erster sein. Deshalb planen wir auch für die 2. Bundesliga und für nichts anderes.“ |




