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Bärenstarker Nachwuchs

Der Nordberliner SC mischt den Berliner Fußball auf

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Nicht zuletzt aufgrund seiner herausragenden Nachwuchsarbeit im Fußball hat sich der Nordberliner SC weit über die Bezirksgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Auch deshalb werden die C-Junioren durch die Initiative Berliner Freunde mit dem Projekt Kiezkicker gefördert: Wie elf andere Berliner Fußballklubs auch, soll der Nordberliner SC mit 2.500 Euro und einem Trikotsatz unterstützt werden.

Sportlich läuft es im Norden zurzeit richtig gut: Auf dem Feld peilen sowohl die erste als auch die zweite C-Junioren-Mannschaft den Aufstieg an und liegen in ihrer jeweiligen Spielklasse auf Platz eins. Darüber hinaus musste sich der Nordberliner SC unlängst unter dem Hallendach bei der Berliner Meisterschaft nur Hertha BSC geschlagen geben und darf sich Berliner Vizemeister nennen.

„Wir stehen zurzeit ganz oben und wollen natürlich auch aufsteigen. Doch dafür muss zunächst noch eine komplette Rückrunde gespielt werden“, erläuterte Trainer Michael Misch die Chancen, den Sprung in Berlins höchste Spielklasse zu verwirklichen. Die ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg sind der Köpenicker SC und Lokalrivale Frohnauer SC.

Das Besondere am 20-köpfigen Kader der Nordberliner ist, dass nur neun Akteure dem älteren, elf Spieler aber noch dem jüngeren Jahrgang 1996 angehören. Zudem sind diese elf Kicker allesamt Berliner Auswahlspieler. Auch darauf ist der Trainerstab um Coach Misch zu Recht stolz: „Viele dieser Spieler trainieren wir von klein auf – manche von ihnen also schon seit fast zehn Jahren. Auch deshalb ist es für uns toll zu beobachten, was für eine herausragende Entwicklung sie genommen haben.“ Darüber hinaus sei der Teamgeist absolut in Takt: „Diese Mannschaft bildet eine perfekte Mischung aus sportlicher Qualität und dem Gefühl, sich innerhalb des Teams extrem wohl fühlen zu können.“

Zurzeit jagen weit über 500 junge Menschen in rund 30 Teams beim Nordberliner SC dem runden Leder hinterher. Das Einzugsgebiet ist trotz der großen Konkurrenz von Fußballklubs im Norden schon längst nicht mehr nur Heiligensee und Tegel, sondern geht mitunter weit über die Bezirksgrenzen hinaus. Mittlerweile kommen die Kicker sogar aus Lichterfelde, um beim Nordberliner SC das Fußballspiel zu erlernen. „Unsere Philosophie ist es, aus jedem Einzelnen das Bestmögliche herauszuholen, ohne dass die Jungs jemals den Spaß am Fußball verlieren. Jeder soll den Weg gehen können, der ihm vorschwebt.“

Durch ihr großes internationales Jugendfußballturnier, das seit Jahren an Ostern veranstaltet wird, konnten die Nordberliner zudem tolle Kontakte zu großen Vereinen aus dem In- und Ausland herstellen. „Davon profitieren wir bis heute. In regelmäßigen Abständen können wir gegen Bundesliganachwuchs antreten. Und in genau diesen Duellen – wenn man sich permanent mit den Großen misst – können unsere Kinder und Jugendlichen sehr viel lernen.“ Unlängst traten die C-Junioren gegen so renommierte Teams wie den VfB Stuttgart, Mainz 05 und Werder Bremen an. Misch abschließend: „Natürlich würden wir uns auch sehr freuen, wenn einer unserer Jungs irgendwann den Sprung in den Profibereich schaffen würde. Doch letztlich geht es darum, dass sie bei allem Ehrgeiz in einer Zeit, in der die Schule ihnen viel abverlangt, die Freude an ihrem Sport niemals verlieren.“

Kiezkicker ist ein Projekt der Initiative Berliner Freunde, die von Hertha BSC, der Stadt Berlin und Partnerunternehmen ins Leben gerufen wurde. Mehr Informationen im Internet unter www.berliner-freunde.org.