Freier Journalist

Text und Foto

„Ein großartiger Tag“

TSV Wittenau verpasst auf Bundesebene knapp den Großen Stern des Sports

 

Von Michael Nittel

 

Berlin. Der TSV Berlin- Wittenau hat den ganz großen Triumph nur hauchdünn verpasst: Bei der Verleihung des Großen Stern des Sports in Gold durch Bundespräsident Horst Köhler belegten die Nordberliner mit ihrem Projekt „Seniorenstützpunkt Bewegung“ einen beeindruckenden zweiten Rang und heimsten so immerhin noch einen Geldpreis in Höhe von 7.500 Euro ein.

„Wir freuen uns riesig“, erläuterte Projektinitiatorin Elke Duda. „Das ist nicht nur für unseren Verein und dieses Projekt, sondern für den gesamten Breitensport ein großartiger Tag.“

Mit den Sternen des Sports werden Projekte ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für sportübergreifende Ziele von gesellschaftlicher, sozialer und integrativer Bedeutung engagieren. „Mit dem Preis ehren wir alle Ehrenamtlichen, die sich täglich bemühen, das Motto 'Sport tut Deutschland gut' zu verwirklichen“, erklärte Horst Köhler in seiner Ansprache.

Der TSV Wittenau hatte zunächst den Bronzenen Stern auf Bezirks- und den Silbernen Stern auf Landesebene errungen. Das Projekt möchte besonders ältere Menschen aus dem Märkischen Viertel und umliegenden Kiezen aus der Einsamkeit holen, ihnen ein breit gefächertes Sport- und Freizeitangebot unterbreiten, das an sieben Tagen in der Woche das ganze Jahr über genutzt werden kann.

Unter insgesamt 17 hervorragenden und innovativen Projekten musste sich der TSV lediglich dem Turnverein Altstadt 1920 aus dem Saarland und seinen Projekt „In 80 Tagen um die Welt“ geschlagen geben. Die 1800 Einwohner zählende Gemeinde hatte in Anlehnung an den Roman von Jules Verne rund 1000 Vereinsmitglieder mobilisiert, die in 80 Tagen per Rad, zu Fuß, auf Inlinern oder Schlittschuhen mit 100.356 Kilometern die Erde mehr als zweieinhalb Mal umrundet hatten. „Ein tolles Projekt, das verdient den ersten Platz belegt hat“, erkannte Elke Duda neidlos an. Doch während im Saarland das Projekt bereits abgeschlossen ist, steckt man in Wittenau noch mittendrin. Die Mitgliederzahlen sind gestiegen. Das Sportangebot wächst. Und das Projekt ist mehrfach ausgezeichnet worden. Was soll jetzt noch kommen? Elke Duda kennt die Antwort: „Jetzt wollen wir unser Sport- und Gesundheitszentrum verwirklichen. Das Ganze ist zwar noch eine Vision. Aber die Aufmerksamkeit ist uns sicher. In fünf Jahren sollten wir es hinbekommen haben.“