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Tanz mit den Teufeln Hermsdorfer Basketballer schlagen Devils aus Cottbus
Von Michael Nittel Hermsdorf. Die Basketballer des VfB Hermsdorf haben das Spitzenspiel der 2. Regionalliga Ost gegen den BBC White Dcvils Cottbus für sich entschieden und den Aufstieg nun fest im Visier. In einem hochdramatischen Spiel erlöste Manuel Meyer Fans und Verantwortliche des VfB drei Sekunden vor Schluss der Verlängerung mit zwei verwandelten Freiwürfen und sicherte seinem Team den 79:77-Erfolg, der das Tor zur 1. Regionalliga ganz weit aufstößt. „Mir war von vornherein klar, dass diese Partie bis zum Ende spannend bleiben wird, auch wenn sich ein Team mal absetzen sollte“, erläuterte ein sichtlich erleichterter Abteilungsleiter Carsten Drinkewitz, der das Team bis zur Vorsaison noch als Trainer betreut hatte. Doch aufgrund der Vielzahl seiner Aufgaben hatte er dieses Amt an Alan Ibrahimagic abgetreten. Vor rund 250 Zuschauern, eine Vielzahl davon war eigens aus Cottbus angereist, entwickelte sich in der Sporthalle der Romain-Rolland Oberschule ein heißer Tanz mit einer Nerven zerreißenden Schlussphase. Dabei lagen die Hermsdorfer zu Beginn des dritten Viertels schon mit 16 Punkten vorn. Vieles sprach für einen sicheren Sieg. Doch innerhalb nur weniger Minuten konnten die Devils auf 52:53 verkürzen. „Die Cottbuser zeichnet unter anderem auch aus, dass sie niemals aufgeben. Das haben sie die ganze Saison über nicht getan – und auch heute nicht“, zeigte sich Drinkewitz auch von der starken Leistung der Gäste angetan. Von da an konnte sich keines der beiden Teams mehr entscheidend absetzen, so dass es mit 67:67 in die Verlängerung ging. Allen Beteiligten war klar, dass an diesem Abend nicht das bessere, sondern das glücklichere Team den Sieg davontragen würde. Und das waren auch Dank der Nervenstärke von Manuel Meyer die Hermsdorfer. Die besten Schützen der Gastgeber waren Michel Altenburg mit 25, Marcel Karge mit 15 und Armin Willemsen mit zehn Punkten. Auf Seiten der Devils überragten Brandon Christopher Jones mit 30 und Nicholas Charles Harrington mit 14 Zählern. „Das war eine Werbung für den Basketball, besonders von zwei ganz hervorragenden Defensiven. Kein Team hat einfache Körbe bekommen. Jeder Punkt musste ganz hart erarbeitet werden.“ Den Ausschlag gab – so Drinkewitz – die Ausgeglichenheit im Team des VfB: „Wenn man es genau nimmt, haben wir acht Leistungsträger. Damit sind wir nur sehr schwer auszurechnen.“ Manch ein VfB-Anhänger mochte sich in der Schlussphase aber trotzdem an die beiden einzigen Saisonniederlagen erinnert haben, als das junge Hermsdorfer Team nicht besonders Nerven stark agierte. „Wenn man deutlich führt, so wie wir heute, ist das für ein junges Team manchmal nicht gut, weil dann die Konzentration nachlässt. Aber heute mit dieser Schlussphase haben wir bewiesen, dass wir trotz unserer Jugend starke Nerven haben.“ Ohnehin setzt man beim VfB auf junge Spieler: Die Hälfte der Akteure aus dem Cottbus-Spiel kommt aus dem eigenen Nachwuchs. Und die zweite Mannschaft, die wiederum die Oberliga anführt und bei einem Aufstieg der ersten in die 2. Regionalliga nachrücken würde, besteht zu großen Teilen aus Kräften, die nicht älter als 20 Jahre sind. „Wir sind im Moment hinter Alba die zweitstärkste Kraft in Berlin – ganz deutlich. Und alle diese Spieler haben sehr viel Potential“, ist Drinkewitz überzeugt. Jedoch: „Ob man diese Spieler auch halten kann, sie nicht vielleicht zu einem anderen Klub wechseln oder aus beruflichen Gründen Berlin sogar verlassen müssen, steht in den Sternen.“ Deshalb heißt es nun zunächst einmal, mit diesem Potential und der herrschenden Euphorie den Aufstieg zu sichern, der zum Greifen nah, doch noch längst nicht perfekt ist.“ Vier Spiele stehen noch aus, von denen die Hermsdorfer drei gewinnen müssen. Drinkewitz warnt: „Es sieht gut aus. Aber: Ich glaube erst dann an den Aufstieg, wenn im letzten Spiel der letzte Korb gefallen ist.“ |









