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„Schwimmen ist mein Leben“

BSC Robben bieten sportliche Höchstleistungen und viel Spaß

 

Von Michael Nittel

Wilmersdorf. Nachwuchssorgen und Mitgliederschwund sind Worte, die den BSC Robben, der Schwimmabteilung im Berliner SC, absolut fremd sind: Knapp 200 schwimmbegeisterte Menschen tummeln sich an vier Tagen in der Woche in der Schwimmhalle an der Fritz-Wildung-Straße – davon rund 140 Kinder und Jugendliche. „Nachwuchssorgen haben wir definitiv nicht. Schwimmen scheint bei vielen jungen Menschen tatsächlich noch einen hohen Stellenwert zu haben“, erläuterte der Vorsitzende Ben Kruppa, selbst von Kindesbeinen an seit nun mehr 42 Jahren passionierter Schwimmer.

Der Klub hat sich zu gleichen Teilen dem Breiten- und dem Spitzensport verschrieben. Die Liste der Erfolge ist lang: Mit der Mannschaft schwamm man bis 1992 in der 2. Bundesliga – noch heute tritt man mit dem Seniorenteam regelmäßig bei Mannschaftsmeisterschaften an. Zudem errang man unzählige Medaillen bei Berliner- und Deutschen Titelkämpfen, aber auch bei Europa- und Weltmeisterschaften. Für den talentierten Nachwuchs im Alter von neun bis 14 Jahren gibt es bei den Robben eigens eine Leistungsgruppe. Diese sowie alle anderen Trainingsgruppen werden von hervorragend ausgebildeten Übungsleitern, ehemaligen oder aktiven Schwimmern, betreut. Exemplarisch für die Qualität der Ausbildung sei an dieser Stelle die hauptamtliche Trainerin Barbara Stubbe genannt, die selbst an unzähligen internationalen Titelkämpfen teilgenommen hat: Die ehemalige Europameisterin über 200 Meter Rücken nimmt nach wie vor an Meisterschaften bei den Masters, Wettkampf-Schwimmen im Seniorenbereich, teil und wurde dort vergangenes Jahr Europameisterin. 2004 war sie noch Weltmeisterin geworden.

Auch die Nachwuchs-Schwimmer der Leistungsgruppe besuchen regelmäßig internationale Wettkämpfe.

Allerdings hat man zurzeit keine herausragenden Talente im Klub, die in der Spitze mitschwimmen könnten. „Es ist für uns schon schwierig, überhaupt große Talente zu finden. Aber es ist fast unmöglich, sie dann auch im Klub zu halten, weil wir ihnen einfach nicht die Bedingungen bieten können wie die größeren Vereine“, erläuterte Kruppa, der als ein primäres Ziel der Robben aber weiterhin die Ausbildung und Förderung von jungen Menschen und Talenten benennt.

Darüber hinaus legt man bei den Robben auch sehr viel Wert auf das Kleinkinder-Schwimmen und die anderen Gruppen, in denen Kindern von vier Jahren an die Freude an der Bewegung und der Spaß am und im Element Wasser vermittelt werden. Schwimmen ist aber auch für Menschen im hohen Alter geeignet. Und auch darin liegt seine Faszination: Es gibt wohl kaum eine andere Sportart, bei der sich Enkel und Großvater auf Augenhöhe begegnen und messen können. „Hinzu kommt, dass man sich beim Schwimmen so gut wie gar nicht verletzen und diesen Sport an 365 Tagen im Jahr betreiben kann“, beschrieb Kruppa seine Faszination. Zudem sei das Schwimmen Individual- und Mannschaftssport und unterstützte damit sowohl die Auseinandersetzung mit dem eigenem Leistungsvermögen als auch den Gemeinschaftssinn.

„Technik, Kraft, Ausdauer und Ästhetik – und das alles nicht auf dem Boden, sondern im Wasser. Schwimmen ist so viel mehr als nur ein Sport“, ergänzte Barbara Stubbe. „Schwimmen ist mein Leben. Und die Liebe zu diesem Sport möchte ich mit meiner Arbeit an die jungen Menschen weitergeben.“

Auch deshalb wollen die Robben künftig sowohl den Nachwuchsbereich als auch den Seniorensport stärken und mit allen vorhandenen Kräften unterstützen. Kruppa abschließend: „Und vielleicht bringen wir bald mal wieder ein junges Talent heraus, das zumindest in Berlin ganz vorn mitschwimmen kann.“