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„Mächtig angefressen“ Future Basketball verliert letztes Saisonspiel deutlich
Von Michael Nittel Wilmersdorf. Future Basketball Berlin hat die Saison in der 2. Regionalliga Ost mit einer empfindlichen Niederlage beendet: Das Team um Spielertrainer Frank Müller unterlag im Derby beim Spitzenreiter VfB Hermsdorf deutlich mit 48:79 (24:28). „Ich bin im Moment schon mächtig angefressen“, machte Futures Vorsitzender Udo Wroblewski aus seiner Gemütslage keinen Hehl. „Schließlich waren wir hierher gekommen, um zu gewinnen.“ Und es sah in der ersten Halbzeit tatsächlich lange Zeit so aus, als sollte der Außenseiter dem Favoriten ein Bein stellen können: Future erwischte einen guten Start und führte schnell mit 8:0. Dem VfB, der im Aufstiegsrennen mit den White Devils Cottbus zum Siegen verdammt war, gelang erst in der siebten Spielminute der erste Korb der Partie. „Die Hermsdorfer waren am Anfang völlig von der Rolle und haben nicht ansatzweise das gebracht was sie können. Aber leider ist es uns nicht gelungen, diese Schwäche konsequent auszunutzen.“ Durch ihre starke Verteidigung blieben die Nordberliner an den Gästen dran und gingen sogar mit einer knappen Führung in die Pause. Spielentscheidend war dann das dritte Viertel, im dem Future im wahrsten Wortsinn demontiert wurde. „Bis zur Halbzeit war unser Spiel in Ordnung. Aber leider haben wir am dritten Viertel nicht teilgenommen.“ In der Tat: Zu ihrer guten und aggressiven Verteidigung entzündeten die Hermsdorfer nun auch ein Offensivfeuerwerk und trafen wie sie wollten. Mit 30:5 wurden die Wilmersdorfer in ihre Einzelteile zerlegt. „Bei uns sind alle Dämme gebrochen. Das war nicht schön, müssen wir aber letztlich so akzeptieren.“ Beste Werfer bei den Gästen waren Philipp Bednarski mit elf und Maxime Kiala mit neun Zählern. Thomas Baumgartner und Alexander Schaumann erzielten jeweils acht Punkte. Mit ein wenig Abstand zog Udo Wroblewski dann aber doch ein positives Saisonfazit für den Aufsteiger: „Wir wollten in der Liga bleiben – und das ist uns gelungen.“ Mit 14:26 Zählern wird Future die Spielzeit auf dem achten oder neunten Rang beenden. „Darüber hinaus haben wir verstärkt auf junge Spieler gesetzt, die sich weiterentwickeln sollten. Das ist uns teilweise gelungen“, analysierte Wroblewski einschränkend und verwies dabei erneut auf das dritte Viertel gegen Hermsdorf. „Wenn man so untergeht, zweifelt man natürlich an einem Fortschritt. Aber mit ein wenig Abstand werde ich sagen können, dass unsere Saison und die Leistungen einzelner Spieler nicht so schlecht war. Nein: Ich bin nicht unzufrieden.“ Ein anderes Thema bereitet dem Vorsitzenden aber immer noch Bauchschmerzen: die ungelöste Hallenproblematik. Für Future gab es in dieser Saison weder für die Ligaspiele noch für das Training Hallenzeiten in Wilmersdorf. So musste der Klub nach Rudow ausweichen. Aber mittlerweile sind auch die Zeiten in der Sporthalle der Hannah-Arend-OS vakant. „Ich habe – wie soll ich es nennen – ein Versprechen des Sportamtes, dass man uns helfen möchte. Im April haben wir den nächsten Termin und dann brauchen wir auch eine Entscheidung. Wir wollen in unseren Heimatbezirk.“ Auch sportlich möchte sich Future weiterentwickeln. „Die Mannschaft wird in einzelnen Teilen mit Sicherheit ein anderes Gesicht erhalten. Aber eines ist auch klar: Wenn sich die Hallensituation nicht so schnell wie möglich klärt, sind nicht nur die Verhandlungen mit potentiellen neuen Spielern äußerst schwierig, sondern unser ganzes Projekt in Gefahr. Denn ohne Halle können wir nun mal auch keinen Basketball spielen.“ |




