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Nichts ist unmöglich

Hockey-Damen starten sieglos in die Rückrunde – Klassenerhalt bleibt das Ziel

 

Von Michael Nittel

Wilmersdorf. Die Hockey-Damen vom TC Blau-Weiss Berlin sind mit einem Remis und zwei Niederlagen in die Rückrunde der 2. Bundesliga Süd gestartet. Und obwohl in allen drei Spielen mehr drin war, zeigte sich Trainerin Anja Preuß mit der Leistung ihres jungen Teams nicht unzufrieden.

Zum Auftakt hatte es gegen den SC Frankfurt 1880 eine 1:3-Niederlage gegeben. „Wir haben in dieser Partie schon richtig klasse gespielt, sind ein hohes Tempo gegangen, haben gut kombiniert und waren über weite Strecken das dominierende Team.“ Allerdings zeigte Blau Weiss zumindest eine, letztlich Spiel entscheidende Schwäche: Man konnte nur eine der vielen sehr guten Torchancen nutzen. Anders die Gäste, die kurz vor Schluss durch einen Doppelschlag das Match für sich entschieden. „Die spielen schon seit Jahren in der Bundesliga und haben uns diese Erfahrung einfach voraus“, analysierte Anja Preuß. „Teams wie 1880 brauchen nicht viele Chancen, um ein Spiel zu entscheiden.“

Es folgte für den TC Blau Weiss ein 2:2-Remis gegen Eintracht Frankfurt – das anschließende Penalty-Schießen um einen Extrapunkt entschieden die Hessinnen für sich. Und im Derby bei den Zehlendorfer Wespen unterlag man mit 0:3. „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand – ganz im Gegenteil: Jedes Spiel in dieser Liga macht uns besser und bringt die jungen Spielerinnen in ihrer Entwicklung voran.“

Die Damen vom Grunewald liegen in der Tabelle mit vier Punkten auf dem siebten Rang. Da die drei Auftaktgegner direkt vor Blau Weiss rangieren, waren sie ein guter Gradmesser. Denn das Saisonziel des Aufsteigers ist und bleibt der Klassenerhalt. Und um den definitiv zu sichern, müsste man noch auf den fünften Tabellenplatz klettern, also noch acht Zähler aufholen.

„Wenn man gesehen hat, wie gut wir gegen sehr starke Gegner mithalten konnten, ist nichts unmöglich. Deshalb halten wir an unserem Saisonziel fest.“

Ein zusätzlicher Schritt in diese Richtung war die Verpflichtung einiger neuer Spielerinnen in der Winterpause: „Wir haben definitiv nicht nur Quantität, sondern Qualität verpflichtet“, ist Anja Preuß von der Klasse der Neuzugänge überzeugt. Natürlich müsste sich das neuformierte Team erst einmal einspielen. Aber: „Die ersten Partien haben bereits gezeigt, dass das schon sehr gut klappt und dass wir uns vor keinem Team in dieser Liga verstecken müssen.“ Zudem habe die Trainerin durch die Erweiterung des Kaders nun auch die Möglichkeit, im Training unter Wettkampfbedingungen zu arbeiten: „Es hört sich banal an, aber jetzt können wir auch mal bei 10 gegen 10 ein Großfeldspiel simulieren.“ Unter den sechs Neuzugängen sind auch eine Hand voll Stürmerinnen wie die 22-jährige Vanessa Zabert, die gegen 1880 traf. Damit scheint das letzte Puzzlestück gelegt, um die größte Schwäche, die Chancenverwertung, zu beheben.

„Jede einzelne dieser jungen Spielerinnen muss auf dem Feld viele Aufgaben erfüllen. Und das bedeutet, dass Fehler gemacht werden. Aber ohne Fehler werden die Mädels nicht besser. Und ich bin überzeugt davon, dass viele von ihnen richtig gut werden“, ist Anja Preuß überzeugt. Und auf die Frage, was sie sich für die Zukunft wünscht, antwortete die 31-Jährige bescheiden: „Das wir so ein Spiel wie gegen 1880 einfach auch mal gewinnen.“