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Aufstiegstraum vorerst geplatzt
Von Michael Nittel Lübars. Die Fußballerinnen vom 1. FC Lübars haben das Spitzenspiel der Regionalliga Nordost gegen den Magdeburger FFC mit 0:3 (0:0) verloren und müssen auch in diesem Jahr ihre Aufstiegshoffnungen begraben. Zwei Spieltage vor Saisonende liegen die Frauen aus Sachsen-Anhalt für den 1. FC uneinholbar mit neun Zählern Vorsprung auf dem einzigen Aufstiegsplatz. „Unter dem Strich war das ein verdienter Sieg für Magdeburg“, analysierte Lübars´ Trainer Jens Kohnke kurz nach Spielende. „In der ersten Halbzeit war die Partie ausgeglichen – Chancen gab es auf beiden Seiten. Nach dem Wechsel haben wir abgebaut und konnten einfach nicht mehr nachsetzen. Letztlich hat sich mit dem FFC das spielstärkere und robustere Team durchgesetzt.“ Die Gäste hatten über weite Strecken mehr Spielanteile und entwickelten mehr Torgefahr. Beim 1. FC Lübars verpufften die langen, hohen Bälle in die Spitze, da der FFC im Kopfballspiel zudem deutliche Vorteile besaß. Und doch war die Partie vor über 200 Zuschauern im Stadion Wittenau lange Zeit völlig offen. Erst mit dem 0:1 in der 49. Minute durch Anne Roeloffs neigte sich die Waage zugunsten der Gäste. Lübars agierte in der Folge zunehmend nervöser, machte kurz vor Schluss auf und kassierte durch Dania Schuster die Treffer zum Endstand (78. und 82. Minute). „Wir haben zurzeit unglaubliches Verletzungspech und hätten in Bestbesetzung sicherlich mehr zuzusetzen gehabt. Doch Hut ab vor der Mannschaft, dass sie die Saison überhaupt noch so gut abgeschlossen hat.“ In der Tat: Nachdem im zurück liegenden Jahr der Aufstieg nur hauchdünn verpasst wurde, startete der 1. FC miserabel in die Saison. Nach drei Niederlagen zum Auftakt hatten wohl nur noch die kühnsten Optimisten die Lübarser auf ihrer Rechnung. Doch es folgten ein Sieg nach dem anderen und der Sprung auf Platz drei. Erst am Sonntag gab es mit dem 0:3 gegen Magdeburg wieder eine Niederlage. „Unsere Rückrunde war bärenstark. Und darauf wollen und werden wir aufbauen“, resümierte Kohnke und gab gleich im Anschluss die Marschroute aus: „Im nächsten Jahr müssen wir aufsteigen – da gibt es kein Wenn und Aber.“ Ein erster Schritt wurde bereits unternommen, indem man Hertha BSC als Kooperationspartner gewinnen konnte: „Man braucht starke Partner, um etwas zu erreichen. Und wir haben den stärksten, der zudem auf uns aufmerksam geworden ist.“ Vom Equipment für die komplette Mädchen- und Frauenfußballabteilung über die Nutzung des Trainingsgeländes und der medizinischen Abteilung bis zur Sponsorensuche reicht die Partnerschaft. „Wir wollen auf dieser soliden Basis in aller Ruhe eine Mannschaft aufbauen, die höher spielen kann – und damit meine ich langfristig nicht nur die 2. Bundesliga, sondern die höchste Spielklasse. Wir wollen in die 1. Liga und die Stadt Berlin dort vertreten.“ Ein erster Baustein ist die Verpflichtung von Stürmerin Pia Sösemann, die in der vergangenen Woche einen einjährigen USA-Aufenthalt beendete und gegen Magdeburg trotz Jetlags schon mitwirkte. Darüber hinaus verpflichtete man Verena Ringlstetter von Stern 1900. Jens Kohnke abschließend: „Wir suchen noch ein paar gute Leute für die Abwehr, die Zentrale und einen starken Außen. Und dann sind wir einfach mal dran.“ |









