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„Das war heute nichts“ Handballerinnen von GutsMuths verlieren Spiel am Ende einer guten Saison
Von Michael Nittel Tiergarten. Die Handballerinnen der SG GutsMuths/BTSV 1850 haben nach einer schwachen Vorstellung das letzte Heimspiel der Saison in der Oberliga Berlin-Brandenburg verloren. Und doch blicken die Damen um ihren Trainer Lutz Weide auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück. „Das war heute nichts – und zwar von der ersten Minute an“, analysierte der Coach nüchtern die 27:30 (7:15)-Niederlage gegen die SG Pro Sport 24 Berlin. „Das war eine Leistung, die in keinster Weise unserem Saisonverlauf entspricht.“ Dabei hört sich das Ergebnis noch bedeutend besser an, als das Spiel der Gastgeber in der Sporthalle der Fritzlar-Homberg-Schule eigentlich war. „Wir haben heute überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, so Weide, der die vierwöchige Spielpause aber nicht als Ausrede geltend machen wollte. „Wir haben in dieser Zeit viel und vor allem gut trainiert. Doch mit dem Anpfiff war das alles weg.“ Das Team leistete sich unzählige einfache Fehler im Spielaufbau und war vor dem Tor an Harmlosigkeit nicht zu übertreffen. Nach zehn Minuten lag man bereits mit 0:6, nach 20 Minuten mit 3:11 zurück. „Wir haben auf allen Postionen schwach gespielt, so dass ich noch nicht einmal die Möglichkeit hatte, punktuell etwas zu ändern.“ Lediglich die zweite Torfrau Bianca Hobuß habe ihre Leistung annähernd abrufen können. Und die junge Dame hatte Sinn für Humor. Vom Gästetrainer in der Pause auf ein kaputtes Tornetz angesprochen, antwortete sie: „Das macht nichts – wir treffen das Tor doch sowieso nicht.“ In der Halbzeit versuchte Weide, sein Team noch einmal zu motivieren: „Wir wollten nach dieser katastrophalen ersten Halbzeit eigentlich zu Beginn des zweiten Abschnitts noch einmal richtig Gas geben, den Rückstand verkürzen und die junge Truppe von Pro Sport so ein wenig unter Druck setzen.“ Aber auch das gelang nicht. „Wir sind im weiteren Verlauf des Spiels nicht besser geworden. Der Gegner hat einfach zurückgeschraubt – und nur dadurch sind wir überhaupt nochmal heran gekommen.“ Und dennoch kann man beim Aufsteiger und Berliner Meister des Vorjahres auf eine gute Saison zurückblicken. Vor dem abschließenden Spiel liegt man mit 22:20 Punkten auf Rang fünf. Zehn Siegen und zwei Remis stehen neun Niederlagen gegenüber. „Ich bin mit dieser Saison absolut zufrieden“, resümierte Weide. Das Saisonziel, der Klassenerhalt, war frühzeitig erreicht. Und auch Weides größte Sorge, dass sein Team auf wie außerhalb des Parketts „zu nett“ sei und deshalb für den Friedensnobelpreis nominiert werden könnte, bewahrheitete sich nicht: „Sie haben auf dem Feld gezeigt, dass Handball ein Kontaktsport ist und dass sie nicht nur einstecken, sondern durch eine aggressive Abwehr den Gegner auch mal zermürben können.“ Zudem habe man einen schnellen und ansehnlichen Handball gespielt und mit der Erfahrung und Cleverness einiger Spielerinnen die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte eingefahren. Doch die nächste Saison wird nicht einfacher: GutsMuths, das weder ein A- noch ein B-Junioren-Team hat, fehlt es an Nachwuchs. Und durch eine Umstrukturierung der Ligen muss man mindestens den achten Rang belegen, um die Klasse erneut zu halten. Weide abschließend: „Auch das werden die Mädels packen – da bin ich mir sicher.“ |




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Der Trainer geht Lutz Weide verlässt die Handballer der SG GutsMuths
Von Michael Nittel Tiergarten. Die Handball-Damen der SG GutsMuths/BTSV 1850 müssen sich für die kommende Spielzeit in der Oberliga Berlin-Brandenburg einen neuen Trainer suchen. Lutz Weide wird den Traditionsklub nach drei Jahren verlassen. Am Sonntag ging die Spielzeit mit einem 25:17-Erfolg beim SV Lok Rangsdorf zu Ende – und damit auch die Ära Weide. „Ich werde aufhören – definitiv“, erläuterte der Coach, der das Team als Aufsteiger auf einen tollen fünften Platz der Oberliga Berlin-Brandenburg geführt hat und auf drei schöne Jahre zurückblicken kann: „Wir hatten eine richtig gute Zeit und sind zusammen Berliner Meister geworden. Und darüber hinaus hat sich das Team in allen Teilen weiterentwickelt.“ Doch nun sei es für die Mannschaft an der Zeit, den nächsten Schritt zu tun. „Vielleicht kann ein neuer Trainer sie noch einmal anders motivieren und noch mehr Potential aus der einen oder anderen Spielerin heraus kitzeln.“ Lutz Weide, der seit Jahrzehnten mit dem Berliner Handball fest verwurzelt ist, möchte nun erst einmal eine Pause einlegen. „Vielleicht kaufe ich mir einfach eine Dauerkarte für die Füchse Berlin und genieße als ganz normaler Zuschauer entspannt die Spiele der Handball-Bundesliga von der Tribüne aus.“ In Zukunft wird es aber wieder einen Trainer Lutz Weide geben: „Mittelfristig wird man mich in jedem Fall auf irgendeiner Trainerbank wieder sehen. Und die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass es wieder ein Frauenteam sein wird.“ |