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„Weiter… immer weiter“

Wittenauer Fußballer spielen trotz Schlussoffensive nur Remis

 

Von Michael Nittel

Wittenau. Der Wittenauer SC Concordia hat im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga Staffel 1 an Boden verloren: Trotz eines furiosen Schlussspurts kam die Truppe um Trainer Dirk Schröder gegen den SV Blau Weiss Hohen Neuendorf am Sonntag nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus.

„Wenn man kurz vor Schluss erst den Ausgleich erzielt, muss man von einem gewonnenen Punkt sprechen. Aber insgesamt war das heute zu wenig. Jetzt wird die Luft für uns im Abstiegskampf immer dünner“, analysierte der Coach. Da der FC Brandenburg 03 zeitgleich gegen SV Tasmania Gropiusstadt mit 2:0 gewann, rutschten die Wittenauer zwei Spieltag vor Saisonende auf den drittletzten Platz, einen Abstiegsrang. Punktgleich mit Brandenburg 03, aber mit einem um drei Treffer schlechteren Torverhältnis, ist Concordia nun auf die Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen.

„Schade, dass wir heute erst nach einer Stunde angefangen haben, intensiv Fußball zu spielen. Wenn wir über 90 Minuten so agiert hätten wie in der Schlussphase, dann hätten wir auch die drei Punkte eingefahren.“ Dabei begann das Spiel mit einem Paukenschlag: Bereits in der 1. Spielminute schüttelte SC-Angreifer Ramy Diab seinen Gegenspieler ab und traf mit seinem Schuss aus rund 16 Metern nur den rechten Außenpfosten. Doch wer nun dachte, dass die Partie so rasant weitergehen würde, sah sich getäuscht. In der Folge sahen die Zuschauer ein verteiltes Spiel mit wenigen Torraumszenen. Umso überraschender erzielten die Gäste kurz vor der Pause ihren Führungstreffer: Angreifer Christian Ewert platzierte das Leder mit einem Sonntagsschuss unhaltbar für Concordias Torwart Marcus Born im rechten Torwinkel. „Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu verhalten, haben vielleicht an den Abstiegskampf gedacht, ihn aber nicht gespielt.“

Nach dem Wechsel agierten die Wittenauer dann offensiver und setzten die Gäste langsam unter Druck. Jedoch: „Wir waren im Spiel nach vorn und in der Spitze einfach nicht effektiv genug“, haderte Schröder mit dem Offensivspiel seines Teams. In den letzten 15 Minuten warfen die Gastgeber dann alles nach vorn und erspielten sich doch noch die eine oder andere Chance. Doch es dauerte bis zur 85. Minute, bevor die Truppe für ihren Kampfgeist belohnt wurde: Nach einer Freistoßvariante, mit der man die Neuendorfer Abwehr düpierte, schob Marcel Riedrich den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie. „Weiter… immer weiter“, versuchte Schröder seine Mannschaft anzutreiben. Doch trotz weiterer guter Gelegenheiten – die größte hatte der eingewechselte Ronny Hübner mit einem Kopfball – sprang für Concordia nicht mehr als dieses Remis heraus.

An den letzten beiden Spieltagen stehen nun noch die Partien gegen den Tabellenzweiten NSCC Trabzonspor, der noch im Aufstiegsrennen mitmischt, und gegen das Schlusslicht Anadolu-Umutspor auf dem Programm.

Zwar bewies die Truppe mit ihrem furiosen Schlussspurt gegen Hohen Neuendorf Moral. Abschließend äußerte sich ein dann aber doch etwas resigniert wirkender Coach Schröder: „Vielleicht klingt das nicht sehr optimistisch. Aber uns steht nun einmal das Wasser bis zum Hals.“ Und zu den Chancen, die Landesliga doch noch zu halten, sagte der Coach, der dem Klub – egal in welcher Liga – erhalten bleiben wird: „Ein bisschen Fantasie brauchen wir jetzt schon dafür.“