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Frohnauer SC steigt auf

Fußballer kehren in die Berlin-Liga zurück

 

Von Michael Nittel

Frohnau. Der Frohnauer SC hat das letzte Saisonspiel der Fußball-Landesliga Staffel 2 – ein echtes Endspiel um den Aufstieg – gegen den BSV Al-Dersimspor mit 2:0 (1:0) gewonnen, sicherte sich durch diesen Erfolg die Meisterschaft und kehrt in die Berlin-Liga zurück.

„Natürlich freue ich mich riesig über diesen Sieg und den direkten Aufstieg“, erläuterte ein überglücklicher FSC-Coach Olaf Jahn, kurz nachdem ihm seine Spieler eine Sektdusche verpasst hatten. „Und ich denke auch, dass er aufgrund unserer guten Leistungen, die wir das Jahr über gebracht haben, verdient ist.“

Die Konstellation vor der Partie war klar: Der Spitzenreiter Frohnauer SC (63 Punkte) musste gegen den Tabellendritten Dersimspor (60) gewinnen, um Platz eins zu halten. Dass der 1. FC Wilmersdorf (62) beim VfB Sperber Neukölln gewinnen würde, musste einkalkuliert werden. Der Tabellenzweite hätte noch die Chance, über zwei Relegationsspiele aufzusteigen. Würde der FSC gegen Dersimspor verlieren, stände man aufgrund des schlechteren Torverhältnisses mit ganz leeren Händen da. Und entsprechend verhalten begann die Partie. Obwohl beide Teams engagiert und mit viel Emotion zu Werke gingen, merkte man doch, dass keiner den ersten, vielleicht Spiel entscheidenden Fehler machen wollte. So dauerte es bis zur 24. Minute, bis zur ersten aufregenden und zugleich richtungsweisenden Szene: Im Anschluss an einen Freistoß versenkte Sven Ralf das Leder zum 1:0 für die Frohnauer.

„Dieser Treffer hat uns natürlich in die Karten gespielt“, frohlockte Jahn. „So konnten wir uns zurückziehen und den Gegner kommen lassen.“ Im direkten Gegenzug stockte aber nicht nur Jahn, sondern den meisten der insgesamt 357 zahlenden Zuschauern kurzzeitig der Atem: Dem Gast gelang der vermeintliche Ausgleich – doch Referee Marcel Richter hatte zu Recht erkannt, dass der Angreifer den Ball mit der Hand ins Tor bugsiert hatte.

Nach der Pause stellte sich der FSC tiefer, verteidigte geschickt und versuchte durch Konter die Vorentscheidung zu erzielen. Gefahr für das Tor von Schlussmann Peer Schiemann gab es eigentlich immer nur dann, wenn der BSV-Akteur Okatan zu seinen gefährlichen Freistößen antrat. So blieb die Partie spannend. Um die 60 Minute herum wurde es auf dem Poloplatz dann unruhig: Die Nachricht machte die Runde, dass der 1. FC Wilmersdorf mit 3:1 in Führung lag. Die Frohnauer durften nun keinen Gegentreffer mehr kassieren. „Natürlich war ich angespannt. Angst hatten wir aber keine – denn ich habe immer an meine Spieler geglaubt.“

Die Erlösung dann in der 71. Minute: Nachdem BSV-Keeper Timur Yilmaz den Frohnauer Maxim Morlang im Strafraum umgerissen hatte, verwandelte Benjamin Koth den fälligen Elfmeter zum erlösenden 2:0. Und dann brach gegen 16:10 Uhr am Sonntag der große Jubel los.

„Ausschlaggebend für unseren Erfolg heute, aber auch während der gesamten Saison war unsere herausragende Defensive.“ In der Tat: Die Frohnauer mussten in 30 Partien nur 27 Gegentore hinnehmen. Den letzten Treffer hatte Keeper Schiemann am 3. Mai kassiert – damit hat er sein Tor nun schon 539 Spielminuten sauber gehalten.

Und während Spieler und Fans gemeinsam Jubelgesänge anstimmten, die Akteure Arm in Arm über den Rasen rollten, zog es auch Jahn zurück zur Mannschaft – nicht aber, ohne abschließend noch einen Ausblick zu wagen: „Jetzt feiern wir erst einmal die Rückkehr in die Berlin-Liga. Denn da gehört unser Verein auch hin. Und natürlich werden wir versuchen, dort eine gute Rolle zu spielen.“