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Internationales Flair und eine neue Matte

142 Athleten beim 24. Ringer-Cup des VfL Tegel

 

Von Michael Nittel

Tegel. 142 Kinder und Jugendliche sowie eine Hand voll Männer aus 24 Vereinen waren der Einladung des VfL Tegel zum 24. Internationalen Ringer-Cup gefolgt – in unzähligen Altersklassen standen sich die Athleten gegenüber und ermittelten im Einzelwettkampf und im Team ihre Gewinner.

Den Sieg im Gesamtwettbewerb konnte der SV Luftfahrt Ringen aus Treptow für sich verbuchen.

Die erfolgreichsten Athleten des VfL waren einmal mehr die  Tegeler E-Jugendlichen: Den jeweils ersten Platz erreichten Ömer Sagcan bis 50 Kilogramm und Joshua Morodion (bis 28 kg). Zudem kamen sie in der Teamwertung ihrer Altersklasse auf einen hervorragenden zweiten Rang. In der Gesamtwertung landeten die Ringerinnen und Ringer des VfL Tegel mit 17 Punkten auf Platz zwölf. Ringer aus Belgien, den Niederlanden und der Türkei sorgten für internationales Flair. Darüber hinaus nahmen Athleten aus Gütersloh und Pinneberg, Berlin und Brandenburg teil. „Speziell für unsere E-Jugendlichen, also die Anfänger, aber auch für viele andere junge Ringer ist dieses Turnier etwas ganz Besonderes, weil sie sonst kaum oder keine internationalen Begegnungen auf der Matte haben“ erläuterte VfL-Pressewart Hans Welge. Darüber hinaus bekämen die Athleten so auch die Möglichkeiten, sich mit den unterschiedlichen Stilen des Ringens vertraut zu machen. „Man sagt, dass von Luckenwalde an nordwärts eine bestimmte Art des Freistils gerungen wird, der sich von Generation zu Generation vererbt und zum Beispiel von der jahrhundertealten Tradition des türkischen Ringens maßgeblich unterscheidet.“

Darüber hinaus begrüßte Welge die Teamwertung, da sie das Gefühl der Zusammengehörigkeit bei der Individualsportart Ringen zusätzlich fördere. „Man sieht, wie die Kinder und Jugendlichen bei den Kämpfen ihrer Kameraden mit fiebern. Auch das ist etwas ganz Besonderes und für uns sehr wichtig.“

Von immer größerer Bedeutung wird auch das Mädchenringen. Mit Jasmine Fuentes (bis 70 kg) und Larissa Drews (bis 25 kg) hat der VfL Tegel zwei ganz heiße Eisen im Feuer. „Wir sind sehr stolz, dass sich unsere Mädchen auch bei Turnieren, an denen die stärksten Ringerinnen Deutschlands mitwirken, mittlerweile sehr gut verkaufen. Und wir arbeiten weiter daran, unsere weibliche Abteilung quantitativ und qualitativ weiter zu entwickeln.“

Einen großartigen Beitrag zur Unterstützung der weiblichen Ringerriege leistete die 70-jährige Marianne Knop, Tochter des ehemaligen Ringers Ernst Milbredt. Sie spendete für die weibliche Jugend eine Ringermatte im Wert von 6000 Euro – ein einmaliger Vorgang in der 59-jährigen Geschichte der Ringerabteilung des VfL Tegel.

„Marianne Knop hat mir erzählt, dass es ihr Vater gern gesehen hätte, wenn auch sie eine Ringerin geworden wäre. Doch da die älteste olympische Sportart  erst im Jahr 2000 für Mädchen und Frauen zugelassen wurde, freut sie sich jetzt darüber, den weiblichen Ringersport auf diesem Weg zu unterstützen.“ Die Matte wurde auf den Namen „Ernst Milbredt-Ringermatte“ getauft und mit diesem Schriftzug versehen. Darüber hinaus wurde sie beim 24. Ringer-Cup sogleich eingeweiht.