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„Hand in Hand“ Gelungene Premiere für Sommercup des SC Union 06
Von Michael Nittel Moabit. 47 Mädchen- und Frauen-Fußballteams gingen am Wochenende in unterschiedlichen Altersklassen erstmals auf die Jagd nach den Wanderpokalen, die der SC Union 06 Berlin im Rahmen seines Sommercups ausgelobt hatte. Am Ende hatten Borussia Friedrichsfelde, Stern Britz und Blau Weiss Berolina die Nase vorn. Die beste Platzierung für die Gastgeber erzielten die Union-Frauen mit Rang 3. „Es ist alles wirklich wunderbar gelaufen. Die Spielerinnen und Zuschauer waren zufrieden, so dass ich sagen kann: das war eine gelungene Premiere für unseren Sommercup“, freute sich Helmut Hoffmann, Abteilungsleiter, Trainer und Initiator. Die Gastmannschaften aus Hamburg, Troisdorf oder vom Traditionsklub Lokomotive Leipzig sorgten für ein besonderes Flair „Für unsere Mädchen ist es toll, auch mal gegen solche Teams spielen zu dürfen. Und zudem ist mir in ganz Berlin kein weiteres Turnier dieser Größenordnung bekannt.“ Die auswärtigen Spielerinnen übernachteten in der Sporthalle neben dem Poststadion und nutzten die Turnierteilnahme gleich für die eine oder andere Tour durch die Hauptstadt. Besonders glücklich war Hoffmann aber auch oder ganz besonders über die großartige Unterstützung von vielen Familien der Spielerinnen. „Ohne sie wäre so eine Veranstaltung überhaupt nicht denkbar“, bedankte sich Hoffmann. „Und ohnehin ist das hier alles andere als ein Ein-Mann-Projekt. Wir arbeiten Hand in Hand: Trainer, Betreuer – nur gemeinsam haben wir es geschafft, unser Mädchen-Fußballprojekt da hin zu bringen, wo es heute steht.“ Der aktuelle Stand ist mehr als beeindruckend: Mittlerweile sind es schon rund 50 aktive Mädchen und Frauen, die in Moabit dem runden Leder hinterherjagen. „In der Mitte von Berlin gibt es nicht wirklich viele Vereine, die Mädchen-Fußball anbieten. Hier im Herzen der Stadt sind mittlerweile wir die treibende Kraft.“ Vor ein oder zwei Jahren musste man in Moabit vielleicht noch Angst haben, dass namhafte Klubs so ein Turnier nutzen, um die talentierten Union-Mädchen abzuwerben. „Inzwischen ist es vielmehr so, dass die Mädchen zu uns kommen, weil sich wohl herumgesprochen hat, dass wir hier eine gute Arbeit machen.“ Auch der sportliche Erfolg hat sich inzwischen eingestellt: Die soeben zu Ende gegangene Spielzeit haben die B-Juniorinnen des Klubs in der Verbandsliga auf Rang 6 abgeschlossen – waren also das sechst beste Team in ganz Berlin. Und nun hat man in Moabit auch eine eigene Frauenmannschaft für das Großfeld und ist nicht mehr auf eine Spielgemeinschaft mit CFC Hertha 06 angewiesen. „Vor 6 Monaten war das noch ein Traum, der nun tatsächlich schon Wirklichkeit geworden ist.“ Dieses Team soll mittelfristig nicht nur zum Aushängeschild des Klubs werden – es bietet vor allem dem Nachwuchs über sämtliche Jugendteams hinaus die Möglichkeit, dem Klub auch in Zukunft treu zu bleiben. So wird Union 06, im letzten Jahr mit drei Teams am Spielbetrieb teilnehmend, in Zukunft mit fünf Mannschaften an den Start gehen. „Das ist für uns wirklich großartig. Und es trainieren schon wieder etliche neue Mädchen und Frauen bei uns mit, so dass ich hoffe, dass wir vielleicht schon in einem Jahr eine zweite Frauenmannschaft ins Rennen schicken können.“ |
















