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„Nicht jeder kann Weltmeister werden“

SC Tegeler Forst macht Kinder stark

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Knapp 50 Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 13 Jahren nahmen am Vereinsaktionstag des SC Tegeler Forst teil, der im Rahmen der Kampagne „Kinder stark machen“ ausgerichtet wurde.

„Die Kinder bekamen die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen leichtathletische Grundübungen auszuprobieren“,

erläuterte Stephan Sachs vom Veranstalter SC Tegeler Forst, zudem Vizepräsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes. Danach wurde in jeweils einem Sport- und einem Akrobatik-Workshop eine Show einstudiert, die die Kinder dann zum Abschluss vorführen durften. „Sie haben den Tag über gemeinsam etwas erarbeitet und

die Ergebnisse dann vorgetragen.

Damit haben sie genau das getan, was zu den Aufgaben eines Sportvereins gehören, was ihn auszeichnen sollte.“

Mit ihrer Kampagne „Kinder stark machen“ wollen der Deutsche Leichtathletik-Verband und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Ziele und Inhalte der Suchtprävention in die Vereine tragen. „Der SC Tegeler Forst fand diese Idee so spannend, dass wir uns an dieser Aktion beteiligt haben.“ Der Klub hat seit rund zehn Jahren eine kontinuierliche Mitgliederzahl von knapp 1100 Menschen – davon sind über 50 Prozent Kinder und Jugendliche. Auch deshalb ist so eine Kampagne für die Leichtathleten aus dem Norden von großer Bedeutung. „Wir haben nicht nur einen sportlichen, sondern auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Und den wollen wir nicht nur mit Worten, sondern mit Taten erfüllen.“ Der Klub möchte den großen Einfluss, oft auch die Vorbildfunktion, die Trainer auf die Kinder und Jugendlichen haben, dazu nutzen, ihnen mehr beizubringen als einfach nur schnell zu laufen, besonders weit oder auch hoch zu springen. „Nicht jeder kann Weltmeister werden. Aber jeder kann sich mit dem Sport Ziele setzen, an ihnen arbeiten, täglich etwas besser werden und stets an sich glauben.“

Darüber hinaus war dieser Aktionstag aber natürlich auch eine Werbung für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft, die im August in Berlin ausgetragen wird. Sachs hofft auch hierbei auf einen Anreiz für die Jugendlichen: „Natürlich wünsche ich mir ein großartiges Event und ein täglich volles Olympiastadion. Ich hoffe aber auch, dass viele Menschen die WM am Fernseher verfolgen, uns dann anrufen und sagen: Das möchte ich auch einmal ausprobieren.“

Die Leichtathletik-Gemeinschaft Nord, der die Tegeler angeschlossen sind, wird voraussichtlich mit drei Athleten an den Start gehen – mehr als alle anderen Berliner Vereine: Die 22-jährige Meike Kröger, Deutsche Juniorenmeisterin 2008 im Hochsprung, die Polizistin Jessica Kolotzei mit dem Diskus sowie der Olympiateilnehmer Carsten Schlangen über 1500 Meter wollen, wenn sie die Norm erfüllt haben, die Farben der LG Nord würdig vertreten.

Sachs abschließend: „Unser Sport ist vielfältig und auf allen Ebenen äußerst faszinierend. Ich hoffe sehr, dass wir mit der WM wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen treten können und sie animieren, sich zu bewegen oder uns anzuschließen. Denn für einzelne leichtathletische Disziplinen ist man niemals zu alt. “