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Stark gespielt – aber nicht gewonnen

Reinickendorfer Teams beeindrucken bei Hallenfußball-Turnier

 

 

Von Michael Nittel

 

Berlin. Alle drei Reinickendorfer Fußball-Landesligisten haben das 38. Hallenturnier um den Otto-Höhne-Wanderpokal mit streckenweise großartigem Fußball maßgeblich geprägt, das Halbfinale erreicht und den Titel dennoch nicht gewonnen. Im Finale unterlag der BFC Alemannia 90 Wacker dem 1. FC Wilmersdorf mit 3:7. Platz drei sicherte sich der Wittenauer SC Concordia mit einem 2:1-Erfolg über den Frohnauer SC.

Die besten acht von insgesamt 25 Landesligisten hatten sich in vier Vorrundenturnieren für die Endrunde in der Schöneberger Sporthalle am Neujahrstag qualifiziert. „Natürlich hat die Halle nicht annähernd so eine Bedeutung wie das Feld“, erläuterte Dirk Schröder, Trainer vom Wittenauer SC. „Aber wir freuen uns sehr, die Endrunde erreicht zu haben. Und trotz aller Lockerheit ist meine Mannschaft heute mit dem notwendigen Ernst angetreten. Wenn wir spielen, wollen wir auch gewinnen.“ Schröder machte zudem keinen Hehl daraus, dass auch die Siegprämie in Höhe von 500 Euro verlockend gewesen sei. So blieb seinem Team letztlich der Gutschein eines Sportgeschäftes in Höhe von 250 Euro. Und während einige Trainer dem Hallenfußball wenig bis gar nichts abgewinnen können und nur hoffen, dass sich ihre Akteure nicht verletzen, erläuterte Schröder seine Sicht: „In der Halle zu Kicken ist einfach toll, weil man seine fußballerischen Fähigkeiten demonstrieren kann und am Ende oft die Mannschaft gewinnt, die den technisch versiertesten Fußball spielt.“

Doch die Reinickendorfer Fußballer sind nicht nur in der Halle topp. Die Hinrunde auf dem Feld der Landesliga 2. Abteilung hat der Frohnauer SC mit 32 Punkten auf Platz zwei und der BFC Alemannia 90 Wacker mit 29 Punkten auf Platz vier abgeschlossen. Damit sind beide Klubs dem Tabellenführer 1. FC Wilmersdorf (32 Punkte) dicht auf den Fersen und der Aufstieg in die Berlin-Liga noch realistisch. Auch Wilmersdorfs Trainer Peter Trapp sieht in den Reinickendorfer Teams die ernsthaftesten Kontrahenten um den Aufstieg: „Sowohl die Frohnauer als auch die Alemannen verfügen über genug fußballerisches Potential, um uns das Leben an der Tabellenspitze noch richtig schwer zu machen.“

Bescheidenere Ziele formuliert derweil der Wittenauer SC, der in der Landesliga 1. Abteilung mit 21 Punkten auf Platz neun überwintert. Lediglich vier Zähler trennen das Team von einem Abstiegsplatz: „Wir hätten uns schon ein etwas dickeres Polster gewünscht – keine Frage. Aber generell sind wir mit unserer Hinrunde zufrieden“, zog Schröder Bilanz. Seit Sonntag bereiten sich die Wittenauer wieder intensiv auf die Rückrunde vor, um das Saisonziel zu erreichen.

Schröder wagte abschließend noch einen Ausblick, den vor allem die Fans der Wittenauer gern vernehmen werden: „Wir wollen ein solider Landesligist werden, der möglichst nie Sorgen hat, abzusteigen, und der – mit viel Phantasie – irgendwann vielleicht so ein gutes Jahr hat, dass er um den Aufstieg mitspielen kann.“