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Füchse steigen doch auf

Rechtsstreit zu Gunsten der Handballer entschieden

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Das Urteil im Rechtsstreit um den Auf- oder Abstieg der zweiten Männermannschaft der Füchse Berlin wurde zu Gunsten der Hauptstadthandballer entschieden. Somit wird das Team um Trainer Alexander Haase in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost spielen. Den Füchsen war vorgeworfen wurden, mit Patrick Ziebert in der abgelaufenen Saison einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt zu haben.

„Was dieses Thema angeht, war ich immer sehr ruhig und entspannt. Es hätte in diesem Rechtsstreit keine andere Entscheidung geben können, als diese“, erläuterte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Nach einer Klage des Neuruppiner HC wurden den Füchsen für die abgelaufene Saison von Staffelleiter Hans-Joachim Welzer 46 Punkte abgezogen. Das hätte den Nordberlinern nicht nur den Verlust der Meisterschaft und den Aufstieg gekostet, sondern sogar den Abstieg in die Verbandsliga bedeutet. Diese Entscheidung wurde nun vom Berliner Sportgericht als nicht Rechtens erachtet und revidiert.

„Wir werden die Sachlage für alle transparent aufarbeiten. Momentan bemühen wir uns aber noch, auch die Freigabe für die Schriftsätze der anderen prozessierenden Parteien zu bekommen, um eine vollständige Darlegung der Tatsachen zu ermöglichen“, erklärte Hanning weiter.

Besonders ärgerte sich der Geschäftsführer über das Verhalten der Neuruppiner, das ohnehin angespannte Verhältnis und das schlechte Licht, in das die Füchse durch diese Ereignisse gerückt werden könnten. Denn den Handballern sei der gute Kontakt zu den Vereinen aus der Region – Berlin und Umland – sehr wichtig. „Alles was wir hier aufgebaut haben und noch erreichen wollen, ist nur durch ein gutes Miteinander möglich. Natürlich kommen immer wieder Kinder zu den Füchsen, um bei uns Handball zu spielen. Aber davon profitieren ja nicht nur wir, sondern der gesamte Berliner Handball.“ Die Füchse Berlin investieren rund 200.000 Euro jährlich in die Nachwuchsarbeit, so dass eine professionelle Ausbildung möglich ist. Im Schnitt kann so pro Jahrgang ein Spieler in den Bundesligakader eingebaut, zwei im Regionalligateam eingesetzt werden. „Die restlichen 7 bis 8 Spieler gehen dann wieder an die umliegenden Vereine zurück.“

Noch ärgerlicher aber ist, dass durch diese juristische Auseinandersetzung ein Sponsor sowie ein potentieller Neuzugang für die zweite Mannschaft abgesprungen sind. „Unsere Schadensersatzansprüche haben wir geprüft. Bevor wir jedoch hier etwas unternehmen, werde ich mich mit den beiden Handballverbänden und ihren Präsidenten Olaf Ermling und Henning Opitz zusammensetzen, da ich glaube, dass ein solches persönliches Gespräch zunächst geführt werden sollte.“