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„Dabei sein ist alles“ Erste Moabiter Olympiade für Kinder und Jugendliche
Von Michael Nittel Moabit. Hunderte von Kindern trafen sich am Sonnabend auf sieben Spielplätzen, um an der Moabiter Olympiade für Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren teilzunehmen. „Wir wollen die Kinder und Jugendlichen animieren, sich zu bewegen und ihnen zeitgleich zeigen: Guck mal, das macht doch Spaß. Das könntest Du jederzeit auch in Deiner Freizeit tun“, erläuterte Birgit Funke von Berlin bewegt e.V. die primären Beweggründe, gemeinsam mit acht Stadtteilvereinen aus Moabit diese Veranstaltung erstmalig initiiert zu haben. Das Quartiersmanagement Moabit West hatte im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ ein zweitägiges Moabiter Sportfest ausgeschrieben, dass aus diversen sportlichen Events und einer Laufveranstaltung bestehen sollte. Nahezu zeitgleich hatten die anderen Einrichtungen die Idee zu der Olympiade, so dass letztlich eine gemeinsame Veranstaltung daraus wurde. Berlin bewegt e.V. übernahm die Organisation, während die Stadtteilvereine für die Betreuung und Durchführung an den Standorten zuständig waren. Auf allen Plätzen konnten sich die Kinder in den verschiedensten Disziplinen sportlich betätigen und bekamen dafür Stempel. Hatte man sein Heftchen voll, konnten die Teilnehmer abschließend auf dem Spielplatz Ottopark einen tollen Preis in Empfang nehmen. Das Angebot reichte vom Schießen auf eine Torwand, Basketball, Kegeln, Jonglieren, Rhönrad turnen, Football, Frisbee bis hin zu außergewöhnlicheren Disziplinen wie dem Teebeutelweitwurf. „Dem Kleinen macht das hier irre viel Spaß“, sagte eine junge Frau, die ihren kleinen Bruder begleitet hatte. „Es klappt zwar nicht alles so wie er es gern hätte. Aber wie sagt man so schön: Dabei sein ist alles.“ Birgit Funke hatte im Vorfeld gemeinsam mit ihren Mitstreitern gehofft, rund 500 Kinder mit diesem Angebot zu erreichen. Zwar war um die Mittagsstunde herum der Zulauf – bei stark bewölktem Himmel – noch mäßig. Doch letztlich wollte sie den Erfolg nicht ausschließlich an dieser Zahl messen. „Wenn auf jedem Spielplatz immer rund 20 bis 30 Kinder beschäftigt sind und die Unterschiedlichkeit der Angebote alle Altersklassen ansprechen, dann können wir schon sehr zufrieden sein.“ Im Vorfeld, insbesondere in der Abstimmung mit dem Bezirksamt sowie mit der Werbung, habe noch nicht alles reibungslos funktioniert, so dass es Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft gebe. Denn es soll definitiv eine Fortsetzung der Moabiter Olympiade geben, bei der dann unter Umständen auch versucht werden soll, die Eltern der Teilnehmer zu integrieren. „Der wichtigste Aspekt für mich war heute, bei den Kindern und Jugendlichen das Interesse für Sport generell oder sogar für eine bestimmte Sportart geweckt zu haben, die sie vorher nicht oder nur sehr wenig kannten“, unterstützte Celine Onken aus dem Stephankiez ausdrücklich die Ziele, die mit diesem Event verbunden waren. „An so ein Rhönrad zum Beispiel kommt man normalerweise doch gar nicht heran. Und wenn der eine oder andere heute Abend sagt: Das ist genau das, was ich gesucht habe. Dann hat diese Olympiade ihren Zweck erfüllt.“ Abschließend hatte Birgit Funke dann noch einen bescheidenen Wunsch für die Zukunft dieser Veranstaltung: „Immer Sonne.“ |


