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Ein unvergessliches Erlebnis

Grundschule in den Rollbergen wird „Schule mit Courage“

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Die Grundschule in den Rollbergen hat mit ihrer großen und großartigen Aufführung „Zirkus Courage“ das Projekt „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage“ erfolgreich abgeschlossen.

Damit ist sie in Berlin neben der Conrad Schule in Wannsee erst die zweite Grundschule, der die Ehre zu Teil wurde, diesen Namen zu tragen. Im Vorfeld der Show im ausverkauften Saal des Fontanehauses wurde den Klassensprechern das Schild mit dieser Auszeichnung überreicht.

„Heute Abend standen allein die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt und haben ihre Leistung der letzten Wochen so vielen Menschen präsentieren dürfen. Das ist ein Erlebnis, das nachhaltiger als jede Klassenfahrt sein wird“, freute sich Schulleiter Harald Liegel, der das zurückliegende halbe Jahr als „ein hartes Stück Arbeit“ bezeichnete. Im Unterricht wurden von Januar an mit den 290 Schülerinnen und Schülern immer wieder Themen wie der Gebrauch von Schimpfwörtern,

Fremdenfeindlichkeit, das Miteinander, gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Hilfe thematisiert. In der abschließenden Projektwoche versuchten die Schüler dann gemeinsam, das Gelernte in zahlreichen Workshops umzusetzen und im „Zirkus Courage“ zur Aufführung zu bringen. Einen nachhaltigen Eindruck bei Schülern und Lehrern hinterließ Yoyo-Akrobat und Weltmeister Dennis Schleußner, einer der Paten für diese Aktion. Er leitete nicht nur einen Workshop, sondern war auch Teil der Show. „Er hat uns nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch mit herausragenden pädagogischen Fähigkeiten begeistert.“

Neben diesem artistischen Part brachten die Schüler Clowns, eine Straßen-Tanzgruppe, starke Menschen, Fakire, Schlangenbeschwörer und Seiltänzer auf die Bühne.

Einen besonderen Eindruck hinterließ bei Liegel aber auch die Gemeinschaft der Klassensprecher, die ein halbes Jahr lang mit der Projekt- und Schulleitung zusammenarbeitete und eigenverantwortlich durch die gesamte Show führte.

„Natürlich ist das, was zum Thema Courage in den Herzen aller Beteiligten bleibt, wichtiger als das Schild vor unserer Schule“, umriss Liegel im Anschluss die Zielsetzung dieser Aktion, nicht aber, ohne zu erwähnen, dass man abschließend natürlich nicht jeden Schüler mit jedem Thema erreicht habe.

Die Schule hatte es sich ohnehin zur Aufgabe gemacht, dass sich Schüler, Lehrer, Erzieher und Hausmeister mit ihrer Unterschrift zu dieser Aktion bekennen. 70 Prozent hatte man sich erhofft. „Wir sind bei 94 Prozent gelandet. Auch darauf können wir sehr stolz sein.“ Doch Liegel weiß auch, dass man mit der Arbeit noch lange nicht am Ende ist. „Wir haben zwar viele unserer Kinder erreicht. Aber es werden neue kommen, so dass ich denke, dass das Ganze ein lebenslanger Prozess sein wird. Das gilt aber nicht nur für die Schüler, sondern zu gleichen Teilen auch für die Lehrer, Erzieher und Eltern.“

Entsprechend wünschte er sich abschließend: „Wir alle – Kinder und Erwachsene – müssen in unserem Leben couragiert und selbstbewusst auftreten und stets zu unseren Leistungen und Fähigkeiten stehen.“