Freier Journalist

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„Ich bin stolz auf die Jungs“

Fairplay und ganz viel Spaß in der Bolzplatz-Liga

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Die Red Scorpions sind erster Meister der so genannten Bolzplatz-Liga. Die von der Freien Demokratischen Wohlfahrt (FDW) initiierte Fußball-Meisterschaft für junge Menschen im Alter von 14 bis 22 Jahren wurde in diesem Sommer zum ersten Mal an fünf Abenden ausgespielt.

Vizemeister wurde das FDW-Tegeler Streetsoccer-Team. Als bester Torschütze mit 25 Treffern wurde Max Walter von den Red Scorpions ausgezeichnet.

„Diese Liga hat mir richtig viel Spaß gemacht“, freute sich Andreas Otto, Vorsitzender der FDW im Bezirk. „Unsere Motivation war, einen sportlichen Akzent gegen Langeweile und Alkoholkonsum zu setzen und den jungen Menschen in den Sommerferien ein vernünftiges Angebot zu machen.“ Die Idee zu dieser Liga hatten aber zwei Spieler: Der 18-jährige Steven Fath und der 19-jährige Giannino Bülow trafen sich regelmäßig zum Bolzen in Tegel. „Da man auf einem Bolzplatz in der Regel immer die gleichen Menschen trifft, entwickelte sich bei den beiden der Wunsch, auch mal gegen andere spielen zu können“, erläuterte Otto, der irgendwann dann durch Zufall mit ihnen ins Gespräch kam. Sie berichteten ihm von ihrer Idee. Und er war begeistert. „Die Schulen haben zu. Vereine schränken ihre Angebote ein. Es ist nichts los. Da bot es sich einfach an, so etwas in den Ferien zu machen. Und Sport macht nicht nur Spaß, sondern ist auch ein gutes Mittel, um überschüssige Energie loszuwerden.“ Reinickendorf weit schrieb man diese Liga aus, warb in einschlägigen Medien und im Radio. Die Resonanz war sehr gut: Insgesamt sagten 6 Teams, rund 60 Jugendliche, ihre Teilnahme an dieser Liga zu.

Und die Erwartungen des Organisators wurden nicht nur erfüllt, sie wurden übertroffen. „Natürlich haben wir im Vorfeld über Fairplay und respektvollen Umgang miteinander gesprochen. Aber was hier dann auf den Plätzen los war: Es gab an fünf Spieltagen kaum Fouls und nur zwei gelbe Karte. Ich bin stolz auf die Jungs.“ Auch deshalb soll diese Veranstaltung fortgesetzt werden: „Die jungen Menschen haben mich schon sehr früh gefragt, ob wir das wieder machen. Und ich habe in meiner Euphorie einfach `Ja´ gesagt.“

Andreas Otto wünscht sich für die Bolzplatz-Liga, dass im nächsten Jahr noch mehr junge Menschen teilnehmen werden. Und er hofft, das Projekt über die Grenzen Reinickendorfs hinaus zu etablieren. Abschließend war es ihm noch ein Anliegen, auf das Sportpatenschaftsprogramm der FDW hinzuweisen: Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien, bei denen der Nachweis der Bedürftigkeit vorliegt, bekommen die Möglichkeit, einen Sport ihrer Wahl im Verein zu betreiben. Den Mitgliedsbeitrag übernimmt die FDW. „Und wenn es so eng sein sollte, dass auch das Geld für eine Sporthose fehlt – daran soll es nicht scheitern.“ Nähere Informationen zur Bolzplatz-Liga und zur Sportpatenschaft erhalten Interessierte telefonisch unter 030 – 49 78 69 17 oder unter www.fdw-reinickendorf.de.