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„Mit erhobenem Haupt“ Wittenauer SC Concordia verliert trotz Überlegenheit
Von Michael Nittel Wittenau. Die Fußballer vom Wittenauer SC Concordia sind mit einer unglücklichen Niederlage in die neue Saison der Landesliga gestartet: Trotz zahlreicher guter Torchancen und deutlich mehr Spielanteilen unterlagen die Mannen um Trainer Dirk Schröder dem Berliner SC mit 0:1 (0:1). „Wir haben gut gespielt und waren über die gesamte Spielzeit die Mannschaft, die vielleicht ein wenig stärker war. Deshalb können wir auch mit erhobenem Haupt in die nächsten Partien gehen“, erläuterte der Coach. Von Beginn an zeigten die Gastgeber, dass sie gewillt waren, gut in die neue Spielzeit zu starten: Engagiert und druckvoll gingen sie zu Werke und hatten bereits nach nur drei Minuten die erste gute Chance des Spiels: Doch Taner Yaren scheiterte in aussichtsreicher Position. Unermüdlich arbeiteten die spielerisch sicherlich nicht ganz so talentierten Wittenauer weiter und hatten durch Angreifer Ramy Diab zwei weitere gute Gelegenheiten (19. und 23.). „Wir hatten während des gesamten Spiels deutlich mehr Torchancen als der Gegner. Doch wir waren leider nicht in der Lage, auch nur eine von ihnen zu verwerten“, haderte der Trainer. Die Gäste, die sehr verhalten begonnen hatten und in erster Linie durch ihr gepflegtes Kurzpassspiel auffielen, tauchten zum ersten Mal in der 25. Minute gefährlich vor dem Tor von Concordia-Schlussmann Marcus Born auf. Doch BSC-Angreifer Nikica Vrcic scheiterte knapp. Sein Kompagnon Ugur Binici machte es nur neun Minuten später besser: Nach einem Steilpass enteilte er Wittenaus Abwehrspieler Marcel Riedrich und verwandelte unhaltbar ins linke untere Eck zum 0:1 – gleichzeitig dem Tor des Tages. Nach der Pause mühten sich die Gastgeber redlich. Der Berliner SC zog sich zurück und machte geschickt die Räume eng. Spätestens jetzt merkte man, dass den Wittenauern mit Sven Jarke ein kreativer Mittelfeldakteur verletzungsbedingt fehlte. Jarke, mit 13 Treffern in der Vorsaison erfolgreichster Torschütze der Gastgeber, hätte vielleicht ein wenig mehr spielerische Elemente in die Bemühungen des Wittenauer SC bringen können. So dauerte es bis zur 67. Minute, ehe David Schlesinger mit einem Kopfball nur knapp das Gästetor verfehlte. Und als BSC-Kapitän Sven Meyer wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte sah (79.), warfen die Wittenauer noch einmal alles nach vorn und hätten mit ein bisschen mehr Fortune den Ausgleich verdient gehabt. „Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen: Sie haben sich bemüht, haben leidenschaftlich und voller Spielfreude agiert – nur leider das Tor nicht erzielt.“ Nachdem man im Vorjahr den Klassenerhalt erst am allerletzten Spieltag durch ein 11:1-Schützenfest gegen Anadolu-Umutspor und gleichzeitige Schützenhilfe des LFC Berlin erreicht hatte, ist das Saisonziel für diese Spielzeit eindeutig: „Wir wollen die Liga halten – und zwar so früh wie nur möglich. Das wird natürlich schwer, weil im kommenden Jahr vier Teams absteigen werden. Aber die Truppe hat genug Substanz und wird alles dafür tun, dieses Ziel zu erreichen.“ |









