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Topleistungen und Spitzenzeiten

Knapp 2000 Läufer beim 11. Mercedes-Benz-Halbmarathon am Start

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Zwar wurde beim 11. „Mercedes-Benz-Halbmarathon“ die Schallmauer von 2000 Teilnehmern, die im Vorjahr erstmals durchbrochen worden war, nur um eine Hand voll Starter verfehlt – doch dafür glänzten die Athleten in diesem Jahr mit Topleistungen und Spitzenzeiten.

Bei den Frauen siegte über die halbe Marathonstrecke Sylvia Renz vom OSC Berlin in 1:25:11 Stunden. Bei den Männern triumphierte Sven Kersten vom LTC Berlin in 1:13:13 Stunden.

„Obwohl an diesem Wochenende zum ersten Mal in der Geschichte unseres Halbmarathons in Berlin eine andere Laufveranstaltung durchgeführt wurde, haben wir die zweithöchste Teilnehmerzahl in elf Jahren erreicht“, freute sich Organisator Ingo Balke vom VfL Tegel, der auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem VfB Hermsdorf und dem Ruder-Club Tegel diese Laufveranstaltung ausgerichtet hatte. „Unsere Strecke ist für die Athleten sehr interessant. Zudem bekommt jeder Läufer bei uns eine Medaille. Und darüber hinaus wissen wir, das unser schöner Bezirk auch etwas für das Auge zu bieten hat – da können andere nur schwer mithalten.“

Auch in diesem Jahr nutzten wieder viele Läufer aus Berlin und Brandenburg, aber auch aus dem restlichen Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland, den Halbmarathon, um ihre Form im Hinblick auf den Berlin-Marathon zu überprüfen, der in zweieinhalb Wochen veranstaltet wird. Den parallel zum Halbmarathon ausgetragenen 10-Kilometer-Lauf gewann bei den Frauen die vereinslose Claudia Montag in 43:23 Minuten. Bei den Männern war Enrico Wiessner vom PSB 24 Berlin in 36:05 Minuten am schnellsten.

Zum elften Mal in Folge führte die Strecke die Holzhauser Straße hinunter Richtung Rathaus, durch Borsigwalde hindurch bis zur Greenwichpromenade, am Wasser entlang und über das ehemalige Borsiggelände zurück zum Start / Ziel. „Ich würde die Läufer sehr gern auch mal woanders lang schicken, um zu demonstrieren, wie viele schöne Ecken der Bezirk sonst noch so hat. Aber der Aufwand, neue Streckenprotokolle entwerfen, die Verkehrslenkung überarbeiten und vieles mehr, wäre einfach zu groß. Warum etwas verändern, was sich bewährt hat?“

Bewährt hat sich auch, dass der Halbmarathon die größte Laufveranstaltung Berlins ist, die ausschließlich von Ehrenamtlichen bestritten wird: Wieder einmal waren 170 eifrige Helfer rund um die Strecke damit beschäftigt, die Läufer mit Wasser und Obst zu versorgen, stets für sie ein Ohr zu haben und ihnen im Anschluss Medaille und Urkunde zu überreichen.

Und so trudelten nach und nach die Läufer im Ziel ein, freuten sich über persönliche Bestzeiten oder darüber, überhaupt angekommen zu sein. Und Ingo Balke, selbst passionierter Läufer, freute sich mit ihnen: „Es ist doch schön, etwas für andere Menschen tun zu können. Ich verrate natürlich kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich auch gern mal mitlaufen würde. Aber ich kann das ganze Jahr über an anderen Läufen teilnehmen. An diesem einen Tag im Jahr möchte ich Reinickendorf über seine Grenzen hinaus präsentieren und den Menschen – jedem Einzelnen, der zu uns gekommen ist – ein wenig Freude bereiten.“