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Sperre für Spieler und Trainer

Tätliche Auseinandersetzung beim Fußball-Bezirkspokal hat Folgen

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Nachdem mindestens zwei Mitglieder des BSC Reinickendorf am Rande des Fußball-Bezirkspokals die Kabine vom BFC Alemannia 90 / Wacker gestürmt hatten und Alemannen Torwart Babak Alipour bei einem tätlichen Angriff das Jochbein gebrochen wurde, hat das Sportgericht nun die Strafen ausgesprochen.

Soner Sentuna, der als Haupttäter ausgemacht worden war, wurde für zwei Jahre und zwei Monate vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Kemal Bahceci, Trainer der zweiten Mannschaft des BSC, der bis zum heutigen Tag seine Unschuld beteuert, wurde für ein Jahr gesperrt.

„Solche Spieler gehören für mich überhaupt nicht mehr auf ein Fußballfeld“, reagierte Wolfgang Gröbe, Präsidiumsmitglied bei den Alemannen, mit Unverständnis auf die geringe Höhe des Strafmaßes. „Es darf weder beim oder nach dem Fußball noch irgendwo sonst zu Handgreiflichkeiten kommen. Das akzeptieren wir nicht“, bestätigte auch Abdelhamed Boulhaoua, Geschäftsführer beim BSC, und ergänzte: „Das Ganze tut uns sehr leid. Aber ich möchte betonen, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Akteuren gehandelt hat. Es haben nicht mehrere Spieler unseres Vereins die Kabine des BFC gestürmt. Und es handelt sich auch nicht um einen Streit zwischen den beiden Klubs.

Erfreulich zumindest ist, dass Babak Alipour die Ereignisse und die Operation gut überstanden hat und mittlerweile wieder in das Training eingestiegen ist.

Bereits vor der Entscheidung des Sportgerichts hatte der BSC Reinickendorf reagiert: Soner Sentuna war 24 Stunden nach dem Vorfall aus dem Verein ausgeschlossen wurden. Kemal Bahceci, der die Kabine nur betreten haben will, um zu schlichten, war zwar bis zur endgültigen Klärung des Vorfalls vom Verein suspendiert worden. Aber: „Ich glaube Kemal, dass er nur schlichten wollte“, ist Boulhaoua inzwischen von der Unschuld seines Trainers überzeugt. Deshalb wird man auch gegen die Entscheidung des Sportgerichts in diesem Punkt in die Berufung gehen. „Kemal ist unschuldig und darf nicht bestraft werden.“

In schriftlichen Erklärungen hat sich der BSC Reinickendorf bei den Alemannen, beim Berliner Fußballverband, dem Bezirksamt Reinickendorf und dem Veranstalter des Bezirkspokals, der AG Reinickendorfer Fußballvereine, für den Vorfall entschuldigt. „Allerdings bedauere ich es sehr, dass sich der BSC Reinickendorf weder bei unserem Spieler noch beim Klub persönlich gemeldet hat“, erklärte Wolfgang Gröbe abschließend.