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Zurück in der Notfallrettung Malteser Hilfsdienst unterstützt die Feuerwehr in Wittenau
Von Michael Nittel Wittenau. Nach 20-jähriger Unterbrechung ist der Malteser Hilfsdienst wieder in die Berliner Notfallrettung zurückgekehrt. Am 31. Dezember um 19 Uhr, pünktlich zur Silvesternacht, haben die Malteser mit ihrem Fahrzeug „Johannes 22“ auf der Lehrrettungswache Wittenau, Roedernallee 50, ihren Dienst aufgenommen. Insgesamt sind es acht Mitarbeiter der Malteser, die dort in 12-Stunden-Schichten in die Notfallrettung der Berliner Feuerwehr voll integriert sind. „Ich habe diesen Beruf aus genau diesem Grund irgendwann einmal erlernt, um Rettungsdienst fahren zu können“, freute sich Rettungssanitäter Matthias Körtge. Der 36-Jährige arbeitet mittlerweile schon seit zehn Jahren für die Malteser. „Ein Mensch wird Arzt, um zu operieren. Und ein Rettungssanitäter, später Rettungsassistent, ergreift diesen Beruf, um Menschen in einer Notsituation zu helfen.“ Der Einstieg nach 20 Jahren in die Notfallrettung war möglich geworden, weil die Berliner Feuerwehr als Träger des Rettungsdienstes die Malteser damit beauftragt hatte. Aufgrund langer Ausrückzeiten und fehlender Rettungsmittel war eine Unterstützung notwendig geworden. „Und genau deshalb profitieren auch die Bürger in Wittenau davon, dass wir hier sind, weil nun einfach schneller Hilfe zu ihnen kommt“, erklärte Markus Wrase, Wachleiter und Rettungsassistent. Zudem verfügt „Johannes 22“ über eine besondere Ausstattung. Ein automatisches Beatmungsgerät und ein Defibrillator mit Funktionen, die die standardisierten Geräte nicht haben, sind normalerweise nicht in einem Rettungswagen zu finden. Darüber hinaus sind die Malteser die erste Organisation, die in den Rettungsdienst ein Qualitätsmanagement eingeführt hat. So seien standardisierte Abläufe in die Rettung integriert worden. „Bei jedem Krankheits- und Verletzungsbild gibt es Algorithmen, nach denen wir uns streng verhalten müssen“, sagte Wrase. Entsprechend das Motto der Malteser: Qualität rettet Leben. „Mit diesem Motto werden wir uns auch in die Rettung in Wittenau einbringen.“ Im Schnitt rückten die Malteser in den ersten Tagen des neuen Jahres in ihren 12-Stunden-Schichten jeweils acht bis neun Mal aus – in der Silvesternacht sogar 13 Mal. „Es war mehr zu tun als wir eigentlich gedacht haben“, erklärte der 27-jährige Wrase, der seit acht Jahren das Emblem der Malteser trägt. „Aber darauf waren und sind wir vorbereitet.“ Abschließend erklärte er, dass die Malteser in das Team der Berliner Feuerwehr super integriert worden seien und ergänzte: „Es klingt vielleicht eigenartig: Aber ich habe den schönsten Beruf der Welt – was will man mehr.“ |