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Herausragender und anspruchsvoller Fechtsport

Weltelite im Degenfechten stritt um die Weißen Bären

 

Von Michael Nittel

Wilmersdorf. Tomas Krasikovas aus Litauen hat den 50. Weißer Bär von Berlin, das weltweit größte Degen-Fechtturnier im Herren-Einzel, für sich entschieden. Er setzte sich im Finale gegen den favorisierten Venezuelaner Ruben Limardo durch. Insgesamt waren 310 Athleten aus 30 Nationen, die absolute Elite im Degenfechten, der Einladung des Fechtclub Grunewald (FCG) gefolgt.

„Das war ein sensationelles und hochspannendes Finale und damit ein gelungener Abschluss unserer Jubiläumsveranstaltung“, freute sich Pressewartin Jutta Boergers. Zahlreiche Besucher sahen im Horst-Korber-Sportzentrum und im Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports an zwei Tagen herausragenden und anspruchsvollen Fechtsport.

Erfolgreichster Teilnehmer des Gastgebers war Pascal Schreyer. Insgesamt waren fünf Athleten des FCG an den Start gegangen.

„Natürlich sind wir unheimlich stolz, bei unserem Turnier Jahr für Jahr Fechter von absolutem Weltrang begrüßen zu dürfen. Und darüber hinaus macht es uns auch sehr glücklich, dass wir nun schon so lange durchgehalten haben.“ Die Siegerliste des Weißer Bär liest sich seit 1960 wie das „Who is Who“ des internationalen Fechtsports: Olympiasieger und Weltmeister wie der Russe Pavel Kolobkov oder der deutsche Fechter Elmar Borrmann stritten sich auf der Planche um die Bären der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. „Und nicht zu vergessen: Die Qualität dieser Veranstaltung hebt auch das Renommee unseres Vereins im Leistungssport“, ergänzte Jutta Boergers, die selbst als Aktive den Deutschen Meistertitel erringen konnte. Neben Pascal Schreyer hatten sich auch Marian Lukas Abraham, Zorro Diederichs, Jörg Plaß und Sebastian Pörschke vom FCG über die Deutsche Rangliste für das Turnier qualifiziert. „Es wäre natürlich sehr schön, wenn diese fünf Fechter für unsere Kinder im Klub als Vorbilder fungieren könnten und sie dazu bringen, noch mehr zu trainieren, um sich vielleicht selbst irgendwann beim Weißer Bär mit den besten Fechtern der Welt messen zu können.“ Zurzeit gehen rund 220 Sportler, darunter rund 75 Prozent Kinder und Jugendliche, in Wilmersdorf ihrer Fecht-Leidenschaft nach. „Natürlich liegt uns die Ausbildung der jungen Menschen sehr am Herzen“, erklärte Jutta Boergers. Mit Gennadiy Pasichnyk, Oleksiy Kravchenko und Pawel Madany hat der Klub vom Grunewald namhafte und anerkannte Trainer in seinen Reihen, die den Nachwuchs in den letzten Jahren sehr voran gebracht haben. „Aber auch unsere Senioren konnten schon Deutsche Meisterschaften und Europameistertitel erringen.“

Als einziger Klub in Berlin bietet der FCG die Ausbildung an allen drei Waffen – Degen, Florett und Säbel – an und freut sich nach wie vor über jeden, der den Fechtsport kennenlernen möchte. Jutta Boergers abschließend: „Fechten ist sehr anspruchsvoll. Man braucht Disziplin und Durchhaltevermögen. Wenn man es aber gepackt hat, lässt einen die Faszination bis in das Alter nicht mehr los.“ Nähere Informationen zum Klub erhalten Interessierte unter www.fechtclubgrunewaldberlin.de.