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Der Sturm hat sich gelegt Seit 1. Januar herrscht am Flughafen Tegel Transponder-Pflicht für Taxis
Von Michael Nittel Tegel. Seit dem 1. Januar müssen alle Taxis, die den Flughafen Tegel ansteuern, mit einem Transponder ausgerüstet sein, der die Zufahrt zum Nachrückplatz ermöglicht. Damit wird für jede Fahrt vom Flughafen eine Servicegebühr in Höhe von 50 Cent erhoben. Gegen diese von der Berliner Flughafen-Gesellschaft ins Leben gerufene „Qualitätsoffensive“ hatten die Taxifahrer über ein halbes Jahr lang mehr oder weniger stark protestiert. „Zum Jahreswechsel hatten wir 1.850 Transponder ausgegeben – mittlerweile sind es über 2.000. Zudem ist die Stimmung uns gegenüber deutlich besser geworden. Ich denke, dass das ein Zeichen dafür ist, dass sich der Sturm inzwischen gelegt hat“, erklärte Leif Erichsen, Pressesprecher der Flughafen-Gesellschaft. „Deshalb hoffen wir, demnächst auch die 2.500er Marke zu knacken.“ Zum 1. Juni 2009 hatte die Flughafen-Gesellschaft die neue Benutzungsordnung umgesetzt, in der diese Gebühr – auch Tegelgebühr genannt – festgelegt worden war. In der Folge hatten sich rund 1.000 Taxis mit dem notwendigen Transponder ausgerüstet, während die anderen rund 2.000 Fahrzeuge, die den Flughafen täglich ansteuern, noch mit ihren alten Keycards den Nachrückplatz bis zum 31. Dezember befahren durften. Das Landgericht hatte dies so entschieden, weil es der Auffassung war, dass Altverträge noch bis Jahresende ihre Gültigkeit behalten sollten. Die Folge war aber auch, dass unter den Taxifahrern großer Unmut herrschte. Sie fühlten sich gegängelt und genötigt, diese Gebühr, die die Sauberkeit und den Komfort in den Taxis sichern soll, an die Kunden weitergeben zu müssen. „Wenn man – wie wir – eine Dienstleistung anbietet, liegt es doch in unserem eigenen Interesse, diese Standards einzuhalten, damit die Kunden auch in Zukunft mit uns fahren“, erläuterte Taxifahrer Tuncay Yildiz seinen und den Standpunkt vieler Kollegen. Und doch merkt man, dass viele Taxifahrer es leid sind, über dieses Thema zu diskutieren. Drei Eilanträge gegen die Servicegebühr hatte das Verwaltungsgericht im letzten Sommer abgewiesen. Im Moment gibt es zwar noch laufende Verfahren einzelner Fahrer gegen die Gebühr. Doch mittlerweile stehen alle drei Taxi-Verbände gemeinschaftlich mit der Flughafen-Gesellschaft für diese Qualitätsoffensive. So wird die Sauberkeit der Fahrzeuge inzwischen nicht nur von einer von der Flughafen-Gesellschaft beauftragten Firma, sondern auch von Mitarbeitern des Taxigewerbes überprüft. „Unser Ziel ist es, eine Visitenkarte für die Stadt abzugeben“, erläuterte Erichsen weiter. „Es sind einige wenige Schwarze Schafe, die die Stimmung immer noch mies machen. Wenn es uns aber gelingen sollte, die auch noch herauszubekommen aus dieser gemeinsamen Dienstleistung, wäre das ein Gewinn für alle.“ Der Hauptvorwurf der Taxifahrer war, dass die Servicegebühr nicht oder nur zu Teilen in die Servicekräfte und ihre Arbeit investiert würde. Leif Erichsen abschließend: „Ich versichere, dass die Gebühr zu 100 Prozent in diesen Service fließt.“ |