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Ein Sieg zum Geburtstag

C-Junioren der Sportfreunde gewinnen Fußballturnier

 

Von Michael Nittel

Wilmersdorf. Mit einem großen Jugendfußballturnier und parallelen Sommerfest haben die Sportfreunde Charlottenburg-Wilmersdorf ihr sechsjähriges Bestehen gefeiert. Für den Höhepunkt sorgte dabei das C-Juniorenteam des Gastgebers, das in seiner Altersklasse als Turniersieger den Platz verließ.

„Wir sind glücklich, dass die Kinder auf dem Platz, aber auch bei den vielen Aktivitäten drum herum viel Spaß zu haben scheinen“, freute sich Thomas Schulze, Vorsitzender und Mitbegründer der Sportfreunde.

Insgesamt hatten 28 Teams in vier Altersklassen die Einladung in das Stadion Wilmersdorf angenommen. Neben den erfolgreichen Gastgebern komplettierten der SSC Südwest bei den D-Junioren, der TSV Rudow (E-Jugend) und Blau Weiss Hohen Neuendorf (F-Jugend) die Siegerlisten.

„Für uns als einem noch recht jungen Verein ist es sehr wichtig, sich mit so einem Turnier zu präsentieren und durch die entsprechenden Kontakte zu den anderen Klubs einfach noch bekannter zu werden.“

Besonders freuten sich natürlich auch die Nachwuchskicker der Sportfreunde, endlich mal vor heimischem Publikum bei einem Turnier spielen zu dürfen. „Wir legen in unserem Klub sehr viel Wert darauf, dass die Eltern und Großeltern bei den Spielen ihrer Kinder nicht nur anwesend sind, sondern am Spielfeldrand auch für eine positive Atmosphäre und fröhliche Stimmung sorgen.“

Ohnehin ist die Nachwuchsabteilung das Fundament und Gerüst des Klubs: In der neuen Saison werden 12 Teams von den Minis bis zu den B-Junioren das Trikot der Schwarz-Gelben tragen.

Speziell im F-, E- und D-Junioren-Bereich wolle man eine breite Basis aufbauen, um dann in den älteren Jahrgangsstufen, dem Leistungsbereich, aus dem Vollen schöpfen zu können.

„Wir möchten den Kindern in den unteren Altersklassen Spaß am Spiel, an der Bewegung und der Gemeinschaft vermitteln“, erläuterte Jugendleiter Frank Sek, nicht ohne unerwähnt zu lassen, das im Leistungsbereich aber auch der sportliche Erfolg im Fokus steht: „Natürlich ist es für einen Verein immer interessant, auch in höheren Spielklassen anzutreten, um den Grad der Attraktivität zu erhöhen. Schließlich schauen Kinder und Jugendliche ab einem gewissen Alter schon ganz genau darauf, in welcher Klasse ihr Verein spielt. Und es wäre doch schade, wenn uns talentierte Spieler, die wir ausgebildet haben, irgendwann verlassen, um bei einem anderen Klub anzuheuern.“

Die Bindung an den Klub funktioniere schon ganz gut: So kamen zu Saisonbeginn – speziell im Männerbereich – ehemalige Sportfreunde von höherklassigen Klubs wieder nach Wilmersdorf zurück. „Das zeigt uns doch, dass wir mit unserer Linie, den Verein zu führen, die Mannschaften zu betreuen und die Spieler längerfristig an den Klub zu binden, nicht ganz verkehrt liegen“, ergänzte Schulze.

Die Sportfreunde möchten ihr Konzept der Ausbildung von talentierten Nachwuchskickern auch in Zukunft weiter verfestigen. „Dafür brauchen wir qualifizierte, motivierte und erfahrene Trainer, die auch mal Lust haben, mit den F- oder E-Junioren zu arbeiten. Diese zu finden, ist leider sehr schwierig.“

Bleibt noch eine Baustelle: Die Sportfreunde haben weder im Stadion Wilmersdorf noch sonst irgendwo bis dato eine Geschäftsstelle. „Das bereitet uns arge Probleme. Doch wir sind in Gesprächen mit dem Bezirksamt und hoffen, dass sich schon bald in dieser Richtung etwas tut“, erläuterte Schulze abschließend.