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Füchse marschieren vorne weg

Handballer mischen auch die Regionalliga auf

 

Von Michael Nittel

Reinickendorf. Das Juniorenteam der Füchse Berlin hat auch das erste Spiel im neuen Jahr für sich entschieden und marschiert in der Handball-Regionalliga Nordost weiterhin vorne weg. Im Duell mit dem Bad Doberaner SV setzten sich die Füchse deutlich mit 35:24 (19:13) durch.

„Wir haben zum Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit in der Konzentration ein wenig nachgelassen“, haderte Füchse-Trainer Alexander Haase, bevor er aber doch ein positives Resümee zog: „Letztlich haben wir unseren Gegner trotzdem während der gesamten Partie beherrscht und auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“ Vor allem mit den ersten 20 Minuten zeigte sich der Coach sehr zufrieden: „In dieser Phase hat vieles gestimmt: in der Offensive und in der Defensive. Wenn wir irgendwann dahin kommen, das auch über 60 Minuten zu zeigen, dann haben wir mit diesem jungen Team schon viel erreicht.“

Im Vorfeld hatte Haase seine Mannschaft vor Bad Doberan gewarnt. Schließlich hatten die Ostseestädter den HSV Peenetal Loitz geschlagen, der wiederum den Füchsen die bis dato einzige Saisonniederlage zugefügt hatte. „Natürlich muss man in dieser Liga in jedes Spiel konzentriert gehen und auch jedem Gegner den notwendigen Respekt entgegen bringen. Ich wusste aber auch, dass es, wenn wir unsere Leistung abrufen, reichen würde, um diese Partie zu gewinnen. Das haben wir getan. Und deshalb bin ich sehr froh.“

Ohnehin hatten wohl nur die kühnsten Optimisten erwartet, dass die Füchse ein halbes Jahr nach ihrem Aufstieg auch in der Regionalliga Nordost ganz vorn stehen. Die bisherige Bilanz ist äußerst beeindruckend: Die Nordberliner verließen 13 Mal als Sieger das Parkett, spielten ein Mal Unentschieden und verloren nur eine einzige Partie. Dass man das Saisonziel, das im Sommer ausgegeben worden war – mindestens Platz zehn und damit die Qualifikation zur eingleisigen Regionalliga zu erreichen – schaffen wird, steht schon jetzt außer Frage. „Es ist zwar erst die Hälfte der Saison gespielt und es kann noch viel passieren. Aber es stimmt auch, dass wir bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr souverän aufgetreten und deshalb auch verdient Tabellenführer sind. Und natürlich wollen wir jetzt auch Meister werden – aber wir müssen es nicht.“

Neben diesem sportlichen Erfolg haben die Füchse Berlin mit dem so genannten Juniorenteam – der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 23 Jahren – das Ziel, talentierte Spieler an den Bundesligakader heranzuführen. Sollten die Füchse tatsächlich aufsteigen, würden sie ohnehin nur ein Jahr in der 2. Bundesliga spielen, da nach einer geplanten Reform künftig zweite Mannschaften dort nicht mehr antreten dürften. „Generell ist es richtig, dass die dritte Liga ideal ist, junge Spieler auszubilden und an höhere Aufgaben heranzuführen. Ich denke aber auch, dass ihnen ein Jahr in der zweiten Liga sehr gut tun würde, um schon Mal an einem noch höheren sportlichen Niveau zu schnuppern. Und dann wäre ich auch zuversichtlich, dass tatsächlich der eine oder andere meiner Spieler den Sprung nach ganz oben schaffen könnte.“