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Toller Start ins neue Jahr

Der 1. FC Wilmersdorf gewinnt Hallenfußball-Turnier

 

 

Von Michael Nittel

 

Berlin. Der 1. FC Wilmersdorf hat das 38. Hallenfußball-Turnier um den Otto-Höhne-Wanderpokal gewonnen. Die Truppe um Trainer Peter Trapp dominierte mit streckenweise großartigem Fußball, technischen Kabinettstückchen und sicherte sich verdient den Titel.

Im Finale setzten sich die Wilmersdorfer mit 7:3 gegen den BFC Alemannia 90 Wacker durch. Platz drei sicherte sich der Wittenauer SC Concordia mit einem 2:1-Erfolg über den Frohnauer SC.

Die besten acht von insgesamt 25 Landesligisten hatten sich in vier Vorrundenturnieren für die Endrunde in der Schöneberger Sporthalle am Neujahrstag qualifiziert. „Dieses Turnier ist eine phantastische Abwechslung von der harten Hinrunde, die meine Mannschaft auf dem Feld absolvieren musste“, erläuterte Coach Trapp, der die Spiele seines Teams entspannt im Wilmersdorfer Fanblock von der Tribüne aus betrachtete. „Die Jungs sind selbstständig genug, dass sie nicht permanent an die Hand genommen werden müssen. Und sie freuen sich richtig, dass sie – losgelöst von allen taktischen Zwängen – einfach mal aufspielen und kombinieren können wie sie wollen.“

Und das taten die Wilmersdorfer unter den Augen von knapp 400 begeisterten Zuschauern. Auch Turnierleiter Bernd Wilke sah in den Wilmersdorfern das Team mit der größten fußballerischen Qualität: „Vor allem dann, wenn es eng wurde, haben sie immer wieder die Ruhe behalten und großartig kombiniert. Für mich ist der 1. FC Wilmersdorf der verdiente Sieger.“ Neben dem Pokal sicherte sich der 1. FC auch die Siegprämie in Höhe von 500 Euro sowie den Gutschein eines Sportgeschäftes im Wert von 1.000 Euro.

Mit diesem Turniersieg beginnt das neue Jahr für die Wilmersdorfer wie das alte endete: Erfolgreich. In der Landesliga 2. Abteilung überwintert die Truppe vom Schölerpark mit 32 Punkten auf Platz eins und hat den Aufstieg in die Berlin-Liga, den man im Sommer nur knapp verpasste, vor Augen. „Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, weil wir eine junge Mannschaft haben, die über die Jahre zusammengewachsen ist. Das Zusammenspiel, das taktische Verständnis und die Kameradschaft sind immer besser geworden“, lobte Trapp, der in diesem Zusammenhang Sepp Herberger zitierte: „Der Spruch: Elf Freunde müsst Ihr sein, bewahrheitet sich auch heute noch immer wieder.“

Doch die Konkurrenz sitzt den Wilmersdorfern im Nacken. Der Frohnauer SC steht punktgleich auf Rang zwei. Hertha 06 (31 Punkte) und der BFC Alemannia 90 Wacker (29) liegen nur dicht dahinter. Und Peter Trapp ist Realist genug, um zu wissen, dass der Weg in Berlins höchste Spielklasse noch weit und beschwerlich sein wird: „Wenn wir an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen und von Verletzungen verschont bleiben, dann können wir bis zum Ende der Saison um einen der Spitzenplätze mitspielen.“