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Zukunftsvisionen VfB Hermsdorf möchte auch mit seinen Basketballerinnen hoch hinaus
Von Michael Nittel Hermsdorf. Die weibliche U13 vom VfB Hermsdorf hat in der Basketball-Oberliga, Berlins höchster Spielklasse, beim TuS Lichterfelde mit 60:43 (27:21) gewonnen. Damit haben die Spielerinnen, die von Gerd Arzig betreut werden, den vierten Platz nicht nur verteidigt, sondern sind von diesem Rang, der als Saisonziel ausgegeben worden war, nicht mehr zu verdrängen. Ausschlaggebend für den Erfolg in Lichterfelde war ein tolles Schlussviertel, in dem die Mädchen aus dem Norden die Partie nach einem Rückstand noch drehten und in einen deutlichen Sieg umwandeln konnten. „Ich denke, dass wir die athletisch deutlich bessere Mannschaft waren und deshalb auch gewonnen haben. Zum Ende hin hatten meine Mädchen einfach mehr Kraft als unser Gegner“, erklärte Coach Arzig. „Allerdings hat man auch gesehen, dass wir noch nicht in der Lage sind, ein Spiel zu kontrollieren. Kaum haben wir den Ball gewonnen, dribbeln die Mädchen gleich los, anstatt erst einmal zu schauen, was um sie herum überhaupt los ist.“ Aber das sei für die meisten Mädchen dieser Altersklasse eigentlich noch normal, so dass Arzig weiß, wo er die Hebel anzusetzen hat. „Unsere Stärke ist es, das Spiel schnell zu machen. Wenn es uns jetzt noch gelingt, dabei mehr Übersicht zu haben, dann hätten wir schon einen großen Schritt getan.“ Gerd Arzig wird dafür über die Saison hinaus Zeit haben, denn nur vier junge Damen seiner Mannschaft sind Jahrgang 1997 und werden im Sommer in die nächsthöhere Altersklasse aufsteigen. Das Gros des Teams ist jünger und bleibt deshalb zusammen. „Wir wollen im nächsten Jahr dann natürlich noch besser sein als Rang vier.“ Insgesamt spielen zurzeit 55 Mädchen in fünf Teams Basketball beim VfB. Betrachtet man den gesamten weiblichen Jugendbereich, so gehören die Nordberliner qualitativ zu den besten Klubs in der Hauptstadt. Allerdings hinkt man bei der Zahl der Aktiven den renommierten Vereinen aus dem Süden ein wenig hinterher. „Mittelfristig wollen wir versuchen, nicht nur in jeder Altersklasse, sondern in jedem Jahrgang ein Team abzubilden“, erläuterte Arzig die Zukunftsvisionen des Klubs. „Dann würde dieser ständige Wechsel endlich aufhören, dass die Mädchen ein Jahr mit denen und dann wieder mit anderen zusammen spielen. Und wir könnten wir in aller Ruhe über Jahre hinweg die einzelnen Mannschaften entwickeln.“ Um noch mehr Mädchen für diesen Sport zu begeistern, möchte man ab dem Frühjahr in Reinickendorfer Grundschulen durch Trainingsstunden und Basketball-AGs verstärkt die Werbetrommel rühren. „Mundpropaganda allein reicht heutzutage leider nicht mehr aus – und mal kurz in einer Schule aufzutauchen, allen einen `Guten Morgen´ zu wünschen und zu fragen, wer denn Lust zum Basketball hat, auch nicht. Wir wollen und müssen, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, an den Schulen kontinuierlich vertreten sein“. Mit Ortwin Doll konnte man hierfür einen anerkannten und erfahrenen Coach gewinnen, der zudem beim VfB die weibliche U15 und U17 trainiert und darüber hinaus Coach der weiblichen U16-Nationalmannschaft ist. „Sein Name bürgt für Qualität und ist natürlich auch ein Argument, beim VfB Hermsdorf das Basketball spielen zu erlernen.“ |








