Bauwirtschaft fordert schnelles und nachhaltiges Sanierungskonzept

Berlin. Eine Podiumsdiskussion zum Zustand der Straßen in Berlin mit Politikern aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien kam streng genommen zu zwei Ergebnissen: Erstens: Berlins Straßen müssten zu großen Teilen erneuert werden. Zweitens: Dafür fehlt das Geld.

strassenbaustellen webIm Rahmen der vom ADAC Berlin-Brandenburg und Vertretern der Bauwirtschaft veranstalteten Diskussion in der Humboldt-Box am vergangenen Mittwoch erklärt Straßenbauexperte und Diplom-Geologe Bernd Dudenhöfer: „Straßenschäden lassen sich nicht auf Schlaglöcher reduzieren. Weil kein Geld da ist, wird immer nur geflickt und nicht erneuert. Der Eingreifzeitraum für die meisten Straßen ist längst überschritten.“ Dudenhöfer, der auch stellvertretender Vorsitzender der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Berlin-Brandenburg ist, ist sich sicher, dass rund 4000 der insgesamt ca. 5700 Kilometer Straße in Berlin dringend sanierungsbedürftig sind. Viele der Straßen, die durchschnittlich eine Nutzungsdauer von 60 Jahren haben, hätten bereits das 55 Jahr erreicht und müssten deshalb nicht nur instandgehalten, sondern grunderneuert werden. Nach seinen Schätzungen beläuft sich der akute Investitionsbedarf auf 250 Millionen Euro. Im laufenden Haushalt hat der Senat aber nur 74 Millionen eingeplant.

Japanische Jugendliche zu Gast in Borsigwalde

Berlin. Für rund eine Woche waren sechs japanische Jugendliche zu Gast in Borsigwalde. Sie sind Teil eines Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausches, der in diesem Jahr bereits zum 38. Mal durchgeführt wird.

Insgesamt weilen im Rahmen dieses Projektes zurzeit 75 japanische Jugendliche aus 14 Präfekturen in Deutschland, während zeitgleich die gleiche Anzahl deutscher Jugendlicher aus allen Bundesländern in Japan zu Gast sein darf. „Wir als SC Borsigwalde haben uns vor vier Jahren als Partner der Sportjugend Berlin für dieses Projekt beworben und den Zuschlag erhalten. Deshalb sind wir maßgeblich an der Organisation beteiligt und in diesem Rahmen auch für die Unterkunft der Jugendlichen verantwortlich“, erklärte Carsten Polte, Präsident des SC. Zurzeit weilen die 6 Mädchen und ihr Betreuer bereits in Brandenburg, bevor sie – wie alle anderen 69 japanischen Jugendlichen auch – zum Zentralprogramm nach Berlin zurückkehren werden. Am 11. August geht es für sie dann wieder in die Heimat zurück.

Im Vorfeld wurden die Familien, in denen die Jugendlichen lebten, gezielt ausgesucht. „Natürlich haben wir uns für Leute japan zu gast-webentschieden, die ein tolles Bild abgeben.“ Das Besondere: Die sechs japanischen Mädchen im Alter von 16 bis 19 Jahren hatten für die Ausflüge mit der Berliner Delegation eine Dolmetscherin zur Seite gestellt bekommen. Doch in ihren Gastfamilien und mit ihren nahezu gleichaltrigen deutschen Freunden mussten sie sich mangels Englischkenntnissen mit Händen und Füßen verständigen, was erstaunlich gut funktionierte. „Junge Menschen dieser Generation habe einfach nicht die Berührungsängste“, erklärte Polte. „Und wer sich dafür entscheidet, in ein Land mit einer ganz anderen Sprache und Kultur zu gehen, bereit ist, dort ganz allein in einer Gastfamilie zu leben, verfügt vermutlich ohnehin über genügend Selbstbewusstsein, um auch ohne große Worte klar zu kommen.“