Offene und zunehmende Gewaltakte verängstigen Bürger

Tiergarten. Nach einer wilden Verfolgungsjagd auf der Klingelhöfer Straße am vergangenen Donnerstag, in die mehrere Autos verwickelt waren, und der anschließenden Messerstecherei, bei der ein Mensch schwer verletzt worden ist, ist die Sorge nicht nur bei Anwohnern enorm groß, dass sie selbst oder andere Unbeteiligte in solche Auseinandersetzungen geraten könnten.
Bei der Messerstecherei nahe der CDU-Parteizentrale handelt es sich entgegen erster Erkenntnisse nicht um eine Auseinandersetzung im Rockermilieu. Noch am Donnerstag hatte die Polizei als Hintergrund Streitigkeiten zwischen Rockern vermutet. Nur 24 Stunden später hieß es dann, die beiden Hauptverdächtigen seien zwar Sympathisanten der Hells Angels. Hintergrund für die Tat sei aber vielmehr ein Sorgerechtsstreit gewesen. Das 30-jährige Opfer schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Die beiden 27- und 33-jährigen Männer wurden festgenommen und mittlerweile dem Haftrichter vorgeführt.
Der Wagen des Opfers war gegen 12 Uhr auf der viel befahrenen Straße abgedrängt, beschädigt und zum Halten gebracht worden. Anschließend hatten die Angreifer den Mann auf die Straße gezerrt und mehrmals auf ihn eingestochen. Die Klingelhöfer Straße wurde in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt. Entsprechend kam es im weiteren Verlauf des Tages zu einem riesigen Verkehrschaos.

QM Moabit-Ost überreicht neue Trikots für Straßenfußballer

MoabitOst1 WebMoabit Ost. Die Straßenfußballer aus dem Stephankiez haben am Sonnabend am Rande eines Straßenfestes vom Quartiersmanagement Moabit-Ost einen kompletten Satz neue Trikots überreicht bekommen.
Mächtig stolz konnten die Mädchen und Jungen von „Power 21“ ihren Freunden und Familien diese bei einem Streetsoccer-Turnier sogleich präsentieren. Die Kosten für den 14er Satz bestehend aus Trikots, Hosen und Stutzen lagen bei 550 €. Dass diese Trikots aber viel mehr sind als nur eine Sportbekleidung, erklärte QM-Manager Fadi Saad: „Spätestens in dem Moment, in dem sie die Trikots übergestreift haben, sind diese Kinder und Jugendlichen alle gleich – egal wie alt sie sind, ob Mädchen oder Junge, ob sie deutsche Wurzeln haben oder einen anderen kulturellen Hintergrund. Und sie identifizieren sich mit ihrem Kiez. Sie sind nicht nur Power 21, sie sind Moabit Ost.“

Ottoparkeröffnung – Ergebnis der Umgestaltung sei beschämend

Tiergarten. „1,3 Millionen Euro! Hierfür? Das ist beschämend.“ Eine Anwohnerin brachte am Rande der Ottoparkeröffnung am Ottopark1 Webvergangenen Freitag auf den Punkt, was viele Bürger denken. Zahlreiche Anwohner und Naturschutzverbände sind mit dem Ergebnis der Umgestaltung des Ottoparks alles andere als zufrieden. Nahezu während der gesamten Planungsphase und der Zeit der Umgestaltung war es zu Protesten gekommen. Der massivste Vorwurf der Bürgerinitiativen (BI) Silberahorn und Kleiner Tiergarten / Ottopark (KTO) sowie der Naturschutzverbände BUND und NABU ist, dass ein einstimmiger BVV-Beschluss vom 15. September 2011 für ein Baumfäll-Stopp und ein Mediationsverfahren nie umgesetzt wurde. „Wir betrachten die Bürgerinfo des Bezirksamtes zur Eröffnung, in der es unter anderem heißt: `…im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung…´ für reinsten Zynismus“, erklärt Rudolf Blais von der BI KTO. 

Künstlerin eröffnet eigene Galerie in Moabit

Kunstgalerie3 WebMoabit. Die Künstlerin Astrid Jacobs hat in Moabit eine kleine Kunstgalerie eröffnet und sich damit nicht nur einen Lebenstraum erfüllt. Die Malerin und Bildhauerin wollte auch einen Ort schaffen, an dem andere Künstler ohne lästige Knebelverträge oder andere von Galeristen auferlegte Bedingungen ihre Werke einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren können. „Es war immer auch eine Idee von mir, anderen Künstlern, die kein Geld haben, eine Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeiten auszustellen“, erläutert Astrid Jacobs. Ob Schmuck, Skulptur, Malerei, Fotografie oder Keramikkunst – in der Remise sind alle Bereiche des professionellen künstlerischen Schaffens willkommen. „Ich stelle den Raum kostenlos zur Verfügung. Und ich möchte bei möglichen Verkäufen auch keinen prozentualen Anteil haben“, erklärt die Künstlerin. Galerieschienen und Aufhängungsmöglichkeiten sind vorhanden. Lediglich planen und vermarkten muss der jeweilige Künstler seine Ausstellung selbst.

Projekt KIMBAexpress der Berliner Tafel startet im Oktober

Berlin. Mit einer tollen, neuen Projektidee, dem KIMBAexpress, möchte die Berliner Tafel noch mehr Kindergruppen und KimbaExpress1 WebSchulklassen die Möglichkeit einräumen, sich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen, etwas über die Herkunft, die Zubereitung und die Zusammensetzung von Lebensmitteln zu erfahren.
Der KIMBAexpress ist ein 26 Meter langer Eisenbahnwaggon aus den siebziger Jahren, der auf einem stillgelegten Gleis direkt am Rande des Berliner Großmarktes in der Beusselstraße zu finden ist. Der Wagen mit seinen drei Abteilen ist zu einer Kinderküche, einem Kinderrestaurant, einem Forschungslabor umgestaltet worden. Gruppen von maximal 30 Kindern können hier an einem ca. vierstündigen Projekttag den Umgang mit frischen Lebensmitteln hautnah erleben und erlernen: Zunächst werden Obst und Gemüse auf dem Großmarkt gesammelt, bevor sie in einem Kochkurs verarbeitet oder im Schulungsbereich anhand von Experimenten erforscht werden können. In einem kleinen Garten können Kräuter geerntet, es kann umgegraben, gepflanzt, bewässert und kompostiert werden.