Breakdance-Projekt an der Reginhard Grundschule geht in die nächste Runde

Breakdance1 WebReinickendorf-Ost. Das Breakdance-Projekt an der Reginhard Grundschule in der Letteallee wird auch in diesem Schuljahr weiter gehen. Nicht zuletzt eine Geldspende von Levi´s® in Höhe von 650$ sicherte den Fortbestand.
„Ausschlaggebend, dieses Projekt im Jahr 2009 zu initiieren, waren massive Gewaltprobleme, die wir damals im Kiez hatten“, erinnert sich Regina Werk, Sozialpädagogin und Leiterin der Schulstation an der Reginhard. Die Kinder, natürlich überwiegend Jungen, von der Straße zu holen, ihnen ein sportliches Angebot zu unterbreiten, sie mit etwas zu beschäftigen, das ihnen Freude bereitet – das waren die vordringlichsten Motive. „Dieses Projekt ist eingeschlagen wie eine Bombe. Im Gegensatz zu anderen AGs, wo die Kinder mal hereinschauen und man sie dann nie wieder sieht, sind die Jungen zum Breakdance gekommen – und zwar regelmäßig.“

Skulptur „Turm des Lernens“ eingeweiht

Moabit. Am vergangenen Mittwoch ist der „Turm des Lernens“ auf dem Hof der Carl-Bolle-Grundschule eingeweiht worden. An Turm des Lernens4 Webder Skulptur hatte die Künstlerin Bärbel Rothhaar gemeinsam mit 60 Schülerinnen und Schülern aus drei Klassen ein halbes Jahr lang gearbeitet.
„Die Schüler waren über die gesamte Zeit sehr motiviert. Es hat uns allen viel Spaß gemacht“, freute sich die Künstlerin am Rande der Einweihung. Die Skulptur setzt sich aus vielen einzelnen keramischen Teilen zusammen, die das Lernen selbst und den Prozess des Lernens zum Thema haben. In Umfragen und Gesprächen wurden Lern-und Berufswünsche der Kinder gesammelt, die dann in den noch feuchten Ton gestempelt worden sind. Diese Arbeiten wurden dann unter anderem im Schulgarten Moabit glasiert und gebrannt: „Jeder soll auf seine Weise lernen können“, heißt einer dieser sehnlichen Kinderwünsche. Und auch die Liste der Berufswünsche ist lang: Ob Lehrer, Arzt oder Polizist, ob Boxer, Chemiker oder Forscher, natürlich auch der obligatorische Popstar – es gibt nichts, von dem Kinder nicht träumen würden. „Sieger werden“ heißt es auf einer Keramik – ein Wunsch, der bei genauerer Betrachtung unglaublich viel über die Lebensumstände, Erfahrungen und Bedürfnisse der Kinder verrät: Sieger sein. Endlich auch mal Sieger sein.

Drei größere Spielplätze in Moabit stehen zurzeit nicht zur Verfügung

Spielplaetze3 WebMoabit. Kinder sind unsere Zukunft. Entsprechend wichtig ist es, ihnen Möglichkeiten der Gestaltung und Entfaltung zu bieten. Betrachtet man die momentane Spielplatzsituation in Moabit, müsste man zumindest die zweite These in Zweifel ziehen: Zurzeit stehen nämlich drei der acht größeren Spielplätze im Kiez nicht zur Verfügung.
Auf dem Klara-Franke-Spielplatz in der Lehrter Straße ist in diesen Tagen mit Bauarbeiten begonnen worden. Die Fertigstellung soll bis zum 31. Mai 2013 erfolgen. Auf dem Spielplatz in der Lübecker Straße, der vor allem wegen seiner kleinen Wiese, eines Natur-Spielberges und sehr viel Sand bei umliegenden Kindergärten und jungen Menschen unter zehn Jahren sehr beliebt war, tat sich zunächst für lange Zeit nichts: Nachdem in 2011 Gelder aus dem Programm „Soziale Stadt“ für einen Umbau bewilligt worden waren, begannen zügig die Bauarbeiten – zunächst wurde das Spielhaus abgerissen, Sitzbänke und Spielgeräte entfernt. Seit Ende 2011 geschah dann aber nichts mehr. Erst jetzt – ab August – wird wieder gebaut. Eine Fertigstellung wird bis zum 31. Oktober erwartet.

Grips Theater startet neues Projekt – 22 Schulen sind bereits beteiligt

Tiergarten. Mit „Grips Fieber“ hat das Grips Theater ein neues Projekt initiiert, in dem sich Schulen verpflichten, mindestens GripsTheater4 Webeinmal im Jahr mit allen Schülern eine Vorstellung zu besuchen – im Gegenzug übernehmen Sponsoren den Eintritt für die Kinder, die sich den Theaterbesuch nicht leisten können.
Für das Projekt, das mit Beginn des neuen Schuljahres startete, haben in der Zeit von April bis Juni bereits 22 Berliner Schulen den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das bedeutet, dass für 8725 Schülerinnen und Schüler der jährliche Theaterbesuch für die nächsten drei Jahre gesichert ist. Insgesamt haben sich unter anderem vier Schulen aus Spandau sowie jeweils drei aus Charlottenburg, Neukölln und Steglitz am Projekt beteiligt. Auch die Miriam-Makeba-Grundschule und die Hansa-Grundschule aus Moabit machen mit. Letztgenannte war übrigens die erste Schule, die sich an dem Projekt beteiligt hatte: Nur 24 Stunden nachdem das Grips Theater alle 800 Schulen in Berlin angeschrieben und über diese Projektidee informiert hatte, sagte die Hansa-Grundschule zu. „Das Theater hilft uns, uns über unsere Gefühle und Wahrnehmungen klar zu werden. Das brauchen die Kinder auch. Es ist eine Chance, über Gefühle und Probleme mit den Schülern ins Gespräch zu kommen“, begründet die kommissarische Direktorin der Hansa-Grundschule Patricia Horeni die prompte Zusage.

Freies Museum Berlin zeigt die Ausstellung „Extreme Crafts“

ExtremeCrafts1 WebTiergarten. Das Freies Museum Berlin zeigt noch bis Freitag, 31. August die Gruppenausstellung „Extreme Crafts“, die in Kooperation mit dem Sami Artfestival entstanden ist.
Die ausgestellten Werke von lokalen und internationalen Künstlern machen sich alle das Prinzip Handwerk zunutze, das sich in der Moderne längst von einer vermeintlich monotonen Tätigkeit zu etwas Nachhaltigem, Selbstbewusstem entwickelt hat, bei dem Kopf und Hand eng zusammenarbeiten. So werden innerhalb der ausgestellten künstlerischen Arbeiten, die alle auf einer praktischen Tätigkeit beruhen, gesellschafts- und sozialpolitische Themen untersucht.
Das norwegische Künstlerduo Ingrid Book & Carina Hedén, das zum allerersten Mal in Berlin ausstellt, zeigt unter anderem seine Fotoserie „Soldiers UXO-Clearance, 1-7“ aus dem Jahr 2005. Sie zeigt Soldaten, die ein militärisches Übungsgelände von Munition räumen. Die Minenräumer, die ihr Werk mit den Händen verrichten, üben nicht nur eine Arbeit mit einem hochpolitischen Hintergrund aus. Ihr „Handwerk“ wird durch das Handwerk der Fotografie gleichsam zur Kunst erhoben.