Interkultureller Gemeinschaftsdachgarten entsteht auf dem Schiller Park Center

Wedding. Wenn man das oberste Parkdeck des Schiller Park Centers in der Müllerstraße 47 betritt, knirschen bei nahezu jedem Dachgarten1 WEbSchritt Glasscherben unter den Füßen. Doch damit ist bald Schluss: Auf dem Dach wird bis Mai 2013 ein interkultureller, großer Gemeinschaftsdachgarten entstehen – ein kleines Biotop über den Dächern des Bezirks.
Auf dem Parkdeck, das seit 2003 brachliegt, wird auf rund 6500 Quadratmetern und zwei Ebenen ein Ort entstehen, der Menschen unabhängig ihres Alters, ihrer Herkunft und ihrer Kultur zusammenführen soll: Rund 300 Pachtbeete sowie Gemeinschaftsgärten und ein kleines Cafe sollen entstehen. Es wird Kulturveranstaltungen wie Konzerte und Lesungen, Workshops für Kitas, Schulklassen, Altenheime oder Unternehmen geben – die Initiatorinnen Jella Trenkelbach und Hannah Lisa Linsmaier sowie die vielen Unterstützer, die dieses Projekt schon gefunden hat, haben ein Füllhorn an vielen tollen Ideen. Im Fokus des urbanen Gärtnerns in Hochbeeten und Reissäcken soll der biologische Anbau alter und regionaler Sorten stehen. Es wird auch Bienenvölker geben sowie eine Werkstatt, in der mit recycelten Materialien gebaut werden kann.

Zweifacher Formel 1-Weltmeister in Wachs verewigt

SebastianVettel3 WebMitte. Als erster deutscher Rennfahrer ist der zweifache Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel vom legendären Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds verewigt worden.
Seit dem 27. Juli ist die Figur des 27-jährigen gebürtigen Heppenheimers im Wachsfigurenkabinett Unter den Linden 74 zu bewundern. Vettel ist nicht nur der erste deutsche Rennfahrer, sondern auch der jüngste der nun insgesamt 15 Sportler im Berliner Madame Tussauds. Einen ersten Blick auf die Wachsfigur hatten Fans bereits am 21. und 22. Juli beim Formel 1-Rennen am Hockenheimring werfen können. Die Herstellungskosten betrugen rund 200.000 €. 14 Mitarbeiter hatten sechs Monate lang in London an der Figur gearbeitet. Sie wiegt 36 Kilo und stellt den deutschen Superstar in seiner typischen Siegerpose mit seinem „Vettel-Finger“ dar. Der Rennanzug ist handgenäht, jedes Haar einzeln eingestochen und die Augen mit Ölfarbe Schicht für Schicht in manueller Airbrush- Technik auf den Wachskopf aufgetragen. „Das Schwierigste war es, seinen jungenhaften Charme, das leicht verschmitzte in seinem Blick heraus zu kitzeln“, erklärte Madame Tussauds Pressesprecherin Nina-Kristin Zerbe am Rande der Enthüllung.Diese wurde den anwesenden männlichen Journalisten und Fotografen mit dem Glamour-Model Micaela Schäfer versüßt. Das verschmitzte Lächeln des Formel 1-Weltmeisters Sebastian Vettel können Fans nun täglich in Berlin in der Zeit von 10 bis 19 Uhr bewundern. Nähere Informationen wie Ticketpreise erhalten Interessierte unter www.madametussauds.com.

Musterfassade für das Berliner Schloss ist jetzt komplett

Mitte. Seit wenigen Wochen steht die Musterfassade für das Berliner Schloss am Schlossplatz, das erste „Stück zum Anfassen“ BerlinerSchloss5 Webdieses bedeutenden kulturellen Bauvorhabens. Nun erläutert zudem eine große Plane, die die Hinterkonstruktion der Fassade ummantelt, den Sinn und Zweck dieses ersten Musterstücks für die Rekonstruktion der barocken Schlossfassaden.
Die Musterfassade zeigt, wie Bildhauer und Steinmetze zusammen mit Kunsthistorikern und Natursteinspezialisten den barocken Fassadenschmuck für das Schloss historisch präzise und handwerklich stimmig auferstehen lassen wollen. Gleichzeitig dient sie den Architekten und Ingenieuren zur Überprüfung technischer Konstruktionen und materialästhetischer Entscheidungen. So wurden in den letzten Tagen zum Beispiel die Fenster an der Fassade ausgetauscht, um die unterschiedlichen Konstruktionen auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen: Nach außen sollen sie ein historisch korrektes Bild darstellen, während sie nach innen den Anforderungen moderner, klimatisierter Museumsräume genügen müssen.

Batman-Vorstellungen laufen auch am Potsdamer Platz ohne Zwischenfälle

Batman1 WebMitte. Ohne besondere Vorkommnisse ist der neue Batman-Film „The Dark Knight Rises“ auch im Cinemaxx am Potsdamer Platz angelaufen. Einige Besucher waren aufgrund der Ereignisse bei der Premiere des Films in Aurora / Colorado lediglich ein wenig verunsichert.
„Natürlich denkt man daran, wenn man den Kinosaal betritt“, sagt die Berlinerin Bianca Schmidt. „Und natürlich weiß man auch, dass es Menschen gibt, die erst dann auf dumme Gedanken kommen, wenn sie von so etwas hören. Es war komisch – keine Frage. Angst hatte ich aber zu keiner Zeit.“
Aufgrund der Vorfälle in den USA, bei denen 12 Menschen am 20. Juli durch einen Attentäter ums Leben gekommen waren, hatte das Cinemaxx am Potsdamer Platz seine Sicherheitskräfte, die normalerweise im Hintergrund bleiben, offen auftreten lassen.

Schmiererei oder doch Kunst – Projekt soll Sprayer aus Illegalität holen

Mitte. In der vergangenen Woche haben Unbekannte die Fassade der Arbeitsagentur in Wedding beschmiert. Ein Hausmeister Schmiererei Arbeitsamt3 Webhatte die undefinierbaren Schriftzüge, die mit schwarzer Farbe an der Außenwand des Gebäudes an der Müllerstraße 16 angebracht worden waren, entdeckt.
Die Täter hatten dabei ein Baugerüst genutzt, das zu Reparaturarbeiten aufgestellt worden war, um den Schriftzug in mehreren Metern Höhe anzubringen. Es wurde mittlerweile ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
Zwar fällt die Beseitigung dieser Farbschmiererei in die Zuständigkeit des Bundes, genauer gesagt in die der Bundesagentur für Arbeit – und dennoch ist Bezirksstadtrat Ulrich Davids (SPD), zuständig für Gebäudemanagement im Bezirk, alles andere als erfreut: Er verurteile diese Graffiti-Sprühereien, weil sie in ganz Berlin einen hohen, allerdings nicht genauer zu benennenden finanziellen Aufwand für die Beseitigung nach sich ziehen würden. In Mitte hielten sich die Schmierereien – zumindest an öffentlichen Gebäuden – allerdings in Grenzen. Bei einer Meldung, meist durch das Personal vor Ort, werde erst nach einer Besichtigung entschieden, wann und ob das Graffiti überhaupt entfernt wird.