Tag der offenen Türen im Mikrokosmos Gartenstadt-Atlantic

junge lichtburg5 WebWedding. Am Sonnabend, 4. August öffnen unter anderem die vier Lernwerkstätten des Mikrokosmos Gartenstadt-Atlantic in der Zeit von 12 bis 18 Uhr ihre Türen. Alle interessierten Anwohner, Kinder und Jugendliche können sich vor Ort einen Überblick über die verschiedenen außerschulischen Lern- und Mitmachangebote der Lernwerkstätten verschaffen und die Angebote aktiv kennenlernen.
Das Projekt „junge lichtburg“ im Lichtburgforum, Behmstraße 13, gibt jungen Menschen die Möglichkeit, Musikstücke wie zum Beispiel Rap-Texte zu schreiben und im Anschluss ein eigenes Video zu produzieren. „Wir versuchen zunächst, identitätsstiftend zu sein“, sagt Projektleiter Enkidu „rankX“ Leyendecker, selbst Filmemacher, Musiker, Künstler. „Das heißt, wir versuchen den Jugendlichen über den Umweg ihrer eigenen Kultur – das ist hier im Kiez nun mal der Hip Hop – Selbstvertrauen zu geben, ihnen zu zeigen, dass es durchaus die Möglichkeit gibt, sich selbst jenseits von Gewalt und anderen Delikten zu verwirklichen.“ Themen wie Freundschaft, Vertrauen und Respekt spielen dabei eine gewichtige Rolle.

U-Bahn-Bauarbeiten behindern vor allem Pendler

Mitte. Seit gerade einmal einem Monat wird nun an der Ecke Friedrichstraße / Unter den Linden für die Verlängerung der U5 Bauarbeiten4 Webgebaut. Doch schon jetzt sind vor allem die Berufspendler, aber auch die Touristen genervt.
Thomas Baumgarten zum Beispiel arbeitet in Mariendorf, wohnt in Tegel und ist auf öffentliche Verkehrsmittel – genauer gesagt auf die U6 – angewiesen. „Mir war schon bewusst, dass es eine schwierige Zeit werden wird. Aber momentan bin ich richtig genervt“, sagt der 36-Jährige. Der Grund: Er muss nicht nur zweimal am Tag die rund 500 Meter lange Strecke zwischen den U-Bahnhöfen Friedrichstraße und Französische Straße zu Fuß absolvieren. In der ersten Bauphase bis Ende August besteht zudem zwischen den Stationen Schwartzkopffstraße und Friedrichstraße sowie Französische Straße und Hallesches Tor Pendelverkehr. „Das bedeutet, dass ich jeden Tag für eine Strecke, die ich in der Regel in rund zehn Minuten sitzend absolviere, jetzt jeweils eine halbe Stunde benötige“, erklärt Baumgarten weiter.

SC Borsigwalde belegt beim Umweltpreis des Berliner Sports einen tollen zweiten Platz – Abfallkonzept überzeugt besonders durch Nachhaltigkeit

SCBorsigwalde3 Abfall WebBorsigwalde. Der SC Borsigwalde ist mit dem ersten Umweltpreis des Berliner Sports ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung, die im Berliner Rathaus am 19. Juni vom Landessportbund Berlin (LSB) ausgerichtet worden war, belegte der SC einen tollen zweiten Platz und sicherte sich zudem ein Preisgeld in Höhe von 4000 €.
Die Nordberliner überzeugten mit einem Abfallkonzept, das künftig auf dem Sportplatz an der Tietzstraße umgesetzt werden soll. Die Abfallentsorgung wird so umstrukturiert, dass künftig die Mülltrennung und –vermeidung im Mittelpunkt stehen werden. Zudem wird ein Becherpfandsystem eingeführt. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass unser Abfallkonzept in diesem Rahmen gewürdigt worden ist, und wir uns mit vielen anderen tollen Projekten messen durften“, erklärte SC-Präsident Carsten Polte.

Umweltpreis des Berliner Sports erstmals verliehen

Wilmersdorf. Beim Umweltpreis des Berliner Sports, der im Berliner Rathaus am 19. Juni durch den Landessportbund Berlin (LSB) Umweltpreis Taucher Weberstmals verliehen wurde, konnte sich auch der in Wilmersdorf beheimatete Sport- und Rettungstauchverein Berlin mit Platz acht und einem Preisgeld in Höhe von 1.000 € in die Siegerliste eintragen.
Die rund 50 Mitglieder des Klubs erhielten diese Auszeichnung für die seit 15 Jahren durchgeführten Säuberungen des Flughafensees in Tegel. Bei ihren Tauchgängen im Bereich der Bade- und Anglerstellen förderten die Athleten dabei einen schier unglaublichen Müllberg zu Tage. Doch während man mit den 46 Kubikmetern Müll und Glas, den 20 Kubikmetern Metallteilen sowie den 18 Kubikmetern Plastikteilen – die zusammen genommen ungefähr das Volumen eines handelsüblichen Omnibusses haben – vielleicht noch rechnen musste, verschlägt es einem bei Betrachtung der anderen Gegenstände, die die Taucher aus dem Flughafensee bargen, schier den Atem: 44        Fahrräder, zehn Motorroller, acht Einkaufswagen, drei Fernseher, drei Computer sowie Autobatterien, Kinderwagen, Autoreifen und ein Tresor lassen am geistigen Zustand vieler Mitbürger zweifeln.
Das vordringliche Ziel dieser Reinigungsaktionen, die auch in Kooperation mit der Berliner Feuerwehr und der Berliner Wasserwacht durchgeführt werden, war und ist, die Flora und Fauna vor einer nachhaltigen Vergiftung zu schützen sowie die erhebliche Verletzungsgefahr für Badende einzuschränken.

Freie Demokratische Wohlfahrt veranstaltet ihre 4. Bolzplatzliga

Bolzplatzliga2 WebReinickendorf. Die Schule ist geschlossen, der Sportverein macht Pause, die Freunde sind verreist. Kein Problem! Für alle Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 25 Jahren, die in den Sommerferien zu Hause bleiben und vielleicht von akuter Langeweile bedroht sein werden, bietet die Freie Demokratische Wohlfahrt (FDW) Reinickendorf die so genannte Bolzplatzliga.
Gestartet wird auf dem Sportplatz Ecke Scharnweberstraße / Uranusweg am Freitag, 22. Juni um 17 Uhr. Jedes Team besteht aus fünf Feldspielern, einem Torwart und bis zu vier Ersatzleuten. Die FDW strebt an, dass bei genügend Anmeldungen in zwei Altersklassen gespielt werden soll. „Wir hatten Teams aus Friedrichshain, Kaulsdorf, Spandau und natürlich Reinickendorf mit dabei“, erläuterte Andreas Otto, Vorsitzender des Bezirks- und des Landesverbandes der FDW. „Es wäre schön, wenn wir mit dieser Idee noch mehr junge Menschen in noch mehr Bezirken erreichen könnten.“ 
Vor mittlerweile drei Jahren hatte Otto die Idee zur Bolzplatzliga, nachdem zwei Jugendliche aus Tegel an ihn herangetreten waren und von ihrem Ferienfrust berichtet hatten. „Natürlich soll diese Liga in erster Linie eine Alternative zur Langeweile in den Sommerferien sein. Doch darüber hinaus ermöglicht sie auch, mal gegen junge Menschen aus anderen Kiezen und Bezirken zu kicken, sie kennenzulernen, neue Freunde zu finden.“
Doch die Bolzplatzliga ist viel mehr: „Viele dieser jungen Menschen sind in schwierigen Verhältnissen, vielleicht ohne Vater aufgewachsen. Man redet erst über Fußball und plötzlich über ganz andere Dinge.“ So hat sich Andreas Otto im Lauf der Zeit für einige zu einer Vertrauensperson entwickelt, hilft bei den Tücken des Alltags, hört sich Sorgen und Nöte an.