Demnächst gehen Schüler im Märkischen Viertel auf Korbjagd

Märkisches Viertel. Das erfolgreiche Schulprogramm „Alba macht Schule“ vom Berliner Basketballverein ALBA Berlin startet jetzt Alba macht Schule1 Webauch im Märkischen Viertel. An vier Grundschulen wird ALBA ab dem Schuljahr 2012/2013 wöchentliche Basketball-AGs anbieten, die von qualifizierten Jugendtrainern des Klubs geleitet werden sollen.
In der Grundschule (GS) am Peckwisch, Tornower Weg 26, der Lauterbach-GS, Senftenberger Ring 41, der Charlie-Chaplin-GS, Wilhelmsruher Damm 90, und der Hannah-Höch-GS, Finsterwalder Straße 56, können Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis zehn Jahren ab dem kommenden Schuljahr auf Korbjagd gehen. Das Basketballprogramm im Märkischen Viertel wird für die nächsten drei Jahre jährlich mit 15.000 Euro durch die Gesobau AG abgesichert. Im Vordergrund sollen die frühzeitige sportliche Förderung sowie der Spaß und die Motivation zu mehr Bewegung von Schülern stehen. Man gehe mit diesem Projekt bevorzugt in Gegenden, die umgangssprachlich als soziale Brennpunkte bezeichnet werden, erklärte Henning Harnisch, Vizepräsident von ALBA. Der ehemalige Nationalspieler und deutsche Basketball-Legende ist beim Hauptstadtklub für die Jugendarbeit verantwortlich. „
Diese Kinder finden normalerweise nicht oder nur schwer den Weg in einen klassischen Sportverein. Und genau da setzt die Idee unseres Projektes an.“ Später sollen die Schülerinnen und Schüler dann auch die Möglichkeit erhalten, sich im sportlichen Wettkampf mit anderen Schulen zu messen und an der Berliner Basketball-Grundschulliga teilzunehmen.

Präventionsprojekt richtet sich an junge Fußballer von der Straße

Wedding. Wenn sich am Sonnabend, 26. Mai von 10:30 Uhr an im Haus der Jugend Mitte in der Reinickendorfer Straße 55 JungerFussball5 Malik WebStraßenfußballer aus Wedding, Reinickendorf und Tiergarten treffen, dann wird nicht nur gekickt, sondern auch intensiv mit Themen wie Fairplay, Respekt und Gewalt auseinandergesetzt.
Das vom Tannenhof Berlin-Brandenburg im Jahr 2007 initiierte Präventionsprojekt „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt!“ mit seiner spannenden Kombination aus Workshop und Fußballspiel ist wieder einmal zu Gast. Da diese Thematik nicht nur aufgrund der jüngsten Ereignisse am Rande des Relegationsspiels von Hertha BSC bei Fortuna Düsseldorf so aktuell ist wie niemals zuvor, haben auch Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) und Gerd Liesegang, Vizepräsident vom Berliner Fußball-Verband (BFV), ihr Kommen angekündigt. 
Der 28-jährige gebürtige Berliner Malik Fathi, Fußballprofi beim FSV Mainz 05 und seit 2011 Schirmherr dieses Projekts, äußerte sich am Rande eines Kurzbesuches in der vergangenen Woche zu seinem Engagement: „Die Idee eines Workshops, in dem diese Themen besprochen, die Jugendlichen nach ihren Erfahrungen befragt werden, finde ich einfach großartig. So nehmen sie in jedem Fall etwas mit – etwas, das sie beim Fußball spielen direkt im Anschluss anwenden können und etwas, das definitiv nachwirken wird.“ Dieser Aktionstag werde die Jugendlichen nicht verändern. Aber er könnte ein erster Schritt zu einer Veränderung im eigenen Verhalten sein. Projektleiter Boris Knoblich dazu: „Wir fragen alle Kids, die bei uns mitmachen, ob sie schon einmal Stresssituationen im Sport erlebt haben, ob sie aktiv beteiligt oder Zuschauer waren, ob sie helfen konnten. Ein Drittel war schon einmal aktiv beteiligt, zwei Drittel haben es schon erlebt. Ich denke, dass das ein Spiegel der jeweiligen Situation in den Kiezen ist.“ Auch Fathi, der das Fußball spielen bei Hertha Zehlendorf erlernte, bevor er für Tennis Borussia und Hertha BSC spielte, weiß um die Problematik in so genannten sozialen Brennpunkten, bricht aber für Kicker aus dem Wedding eine Lanze: „Die Spieler aus dem Wedding, mit denen ich früher zusammengekickt habe, waren alles liebe und supernette Menschen. Mit einem bin ich heute noch gut befreundet.“

Präventionsprojekt sucht Reinickendorfer Straßenfußballer

Reinickendorf. Am Sonnabend, 26. Mai gastiert das vom Tannenhof Berlin-Brandenburg initiierte Präventionsprojekt „Junger JungerFussball3 WebFußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt!“ im Haus der Jugend Mitte in der Reinickendorfer Straße 55. Dort haben, neben Teams aus dem Wedding und Tiergarten, dann auch wieder Straßenfußballer aus Reinickendorf die Möglichkeit, sich mit Kickern aus anderen Kiezen und Bezirken zu messen.
Das besondere an diesem Projekt, das 2007 vom Tannenhof Berlin-Brandenburg ins Leben gerufen wurde, ist die Kombination von Workshop und Fußballspiel. Zunächst setzen sich alle Kicker in kleineren Runden, von so genannten Fairplay-Trainern angeleitet, mit Themen wie Alkohol- und Drogenmissbrauch, Fairplay und Respekt vor Gegner, Schiedsrichter und allen anderen Beteiligten auseinander. Erst dann wird Fußball gespielt. Die Teilnahme am Workshop ist für jeden, der hinterher mit kicken möchte, verpflichtend.
Seit 2011 ist Malik Fathi, Fußballprofi beim FSV Mainz 05, Schirmherr dieses Projekts. „Rund 70 Prozent unserer Teilnehmer haben einen Migrationshintergrund“, skizzierte Projektleiter Boris Knoblich. „Auch das war ein Grund, mit Malik Fathi einen prominenten Unterstützer zu finden, der in Berlin groß geworden ist, einen Migrationshintergrund hat und für viele Kinder Vorbild ist.“

Behinderten-Sport-Freunde zurzeit ohne feste Sportstätte

Behinderten-Sport-Freunde2 WebReinickendorf. Seit Oktober vergangenen Jahres können die Behinderten-Sport-Freunde Frohnau ihre Rehabilitations- und Integrationssportangebote für die rund 150 Mitglieder nicht mehr in der Turnhalle in der Invalidensiedlung ausrichten, weil dort seit Mai 2011 die Heizungsanlage defekt ist.
Die Kosten für eine Instandsetzung würden sich auf rund 15.000 € belaufen. Doch die Turnhalle ist in die Jahre gekommen – eine Reparatur der Heizungsanlage allein nicht ausreichend. Die Stiftung Invalidenhaus Berlin, die die Turnhalle betreibt, hält eine Erneuerung der gesamten Heizungs- und Warmwasseranlage sowie erhebliche Reparaturen am Dach sowie weitere Instandsetzungsarbeiten für zwingend erforderlich. Die Kostenvoranschläge hierfür belaufen sich auf rund 100.000 €. Erst dann sei eine reibungslose Wiederaufnahme des Sportbetriebs gewährleistet.
Doch jetzt wird es problematisch: Zwar wurde die Turnhalle im Jahr 1961 aus Geldern der Deutschen Klassenlotterie eigens für die Behinderten-Sport-Freunde Frohnau errichtet. Doch im Gegensatz zu damals leben heute nur noch zwei Mitglieder des Klubs in der Invalidensiedlung. Und die Satzung der Stiftung schreibt vor, dass ihre Gelder nur für die Menschen aus der Siedlung verwendet werden dürfen. Deshalb hatte der Rechnungshof Berlin bereits in der Vergangenheit kritisiert, dass Gelder „für den Sport von Dritten“ aufgewendet wurden und dies dem Stiftungszweck nicht entspreche. Nun droht der Abriss der Halle. Und die Behinderten-Sport-Freunde müssen mit ihren Kursangeboten in den Essensraum des Schönstatt-Zentrums Frohnau und in die Grundschule Am Vierrutenberg nach Lübars ausweichen. „Wir freuen uns natürlich, dass uns das Sportamt diese Ersatzräume anbieten konnte“, erklärte Frank Völkel, erster Vorsitzender der Sport-Freunde. „Allerdings ist das für unsere gehbehinderten und die vielen älteren Mitglieder äußerst problematisch, weil die Wege jetzt sehr weit sind.“ Die Turnhalle in der Invalidensiedlung sei auch deshalb ideal, weil der Bus nahezu direkt vor der Tür hält.

Mädchensportzentrum präsentiert die Arbeit eines gesamten Jahres

Reinickendorf. Das MädchenSportZentrum des Vereins für Sport und Jugendsozialarbeit (VSJ) und der Gesellschaft für Sport und ShowTime2 WebJugendsozialarbeit (GSJ) Berlin im Centre Talma veranstaltet am Sonnabend, 12. Mai zum mittlerweile zehnten Mal „Showtime“ im Fontanehaus, Wilhelmsruher Damm 142c.
In dieser Aufführung bringen rund 300 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis 27 Jahren die Ergebnisse der sportorientierten Kinder und Jugendarbeit des Centre Talma mit dem Schwerpunkt Tanz auf die Bühne und werden sich knapp 1000 Zuschauern präsentieren. „Die Show ist schon jetzt restlos ausverkauft“, freut sich Bettina Lutze-Luis Fernandez, Leiterin des Centre Talma. Das Gros des Publikums wird auch in diesem Jahr wieder aus Geschwistern, Eltern und Großeltern, aber auch Freunden der jungen Menschen bestehen. Einmal in der Woche kommt auch die 13-jährige Linn Buchmann in das Centre Talma. Ihre Leidenschaft ist der Hip Hop – und die Vorfreude auf Showtime schon jetzt riesengroß: „Es ist unheimlich aufregend, aber auch sehr schön, nur daran zu denken, dass so viele Leute kommen und uns zuschauen werden.“ Wer aus ihrer Familie kommen wird, steht zwar noch nicht fest. Aber: „Ich wünsche mir sehr, dass sie das – was ich das ganze Jahr über mache – gut finden werden“, hofft Linn Buchmann. Ein Höhepunkt der Show wird sein, wenn sich alle Gruppen in einer gemeinsamen Choreographie dem Publikum präsentieren werden.