Vom Deutschen Sportabzeichen und der Freude an der Bewegung

GloedeHaeusler Kombi WebBerlin. Im kommenden Jahr feiert das Deutsche Sportabzeichen seinen 100. Geburtstag. Doch das Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland ist alles andere als in die Jahre gekommen.
So erfüllten allein in Berlin im Jahr 2011 insgesamt 30.974 Menschen die Bedingungen für das Sportabzeichen – darunter 26.641 Kinder und Jugendliche sowie 4333 Erwachsene. 238 Menschen absolvierten es unter Behindertenbedingungen.
Auf zwei Berliner hat das Sportabzeichen Zeit ihres Lebens eine ganz besondere Faszination ausgeübt: Der 75-jährige Manfred „Fredi“ Gloede hat die Bedingungen für das Sportabzeichen in den letzten 50 Jahren 50 Mal erfüllt. Und der 69-jährige Heinz Häusler hat in den zurückliegenden 30 Jahren insgesamt 5203 Prüfungen abgenommen. „Das Sportabzeichen zu absolvieren, ist für mich pures Lebensglück“, macht Fredi Gloede aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Ein Leben ohne Sport, ohne Bewegung – unvorstellbar.“

TSV Berlin-Wittenau lädt zur Großen Fahrrad-Rallye

Reinickendorf. Am Sonntag, 22. April lädt der TSV Berlin-Wittenau zu seiner Großen Fahrrad-Rallye durch den Bezirk. In der Zeit Fahrradrallye Webvon 11 bis 12 Uhr können sich alle Interessierten, die Reinickendorf auf dem Drahtesel neu oder wieder entdecken möchten, auf den 38 Kilometer langen Rundkurs begeben. Start und Ziel ist wie in jedem Jahr die Familienfarm Lübars, Alte Fasanerie 10.

Der Begriff „Fahrrad-Rallye“ ist in diesem Zusammenhang eigentlich irreführend, weil es sich bei der Veranstaltung, die vor nun mehr 40 Jahren von Initiator Axel Grundschok ins Lebens gerufen worden war, weder um ein Radrennen, noch um ein Zeitfahren, sondern um eine Orientierungs- und Entdeckungstour handelt. So entfaltet sich die Schönheit und Vielfalt des Bezirks schon auf den ersten Kilometern, wenn zunächst das Dorf am Rande der Großstadt, Lübars mit seinen Pferdekoppeln, dann die Fließwiesen und kurze Zeit später die Invalidensiedlung durchradelt werden. Entsprechend hofft der Veranstalter, auch in diesem Jahr wieder Teilnehmer aller Altersgruppen begrüßen zu dürfen. Ob Familien oder Schulklassen, ob in der Gruppe oder allein – beim TSV ist jeder herzlich willkommen.

Tanzen gegen Frust und Ungerechtigkeit

Krumping WebReinickendorf Ost. Der Fuchsbau, das Haus der Jugend in der Thurgauer Straße 66, lädt Tanz begeisterte junge Menschen am Sonntag zu einer ganz besonderen Veranstaltung: Von 15 Uhr an können Interessierte einer Tanzgruppe zunächst zusehen oder natürlich auch gleich mitmachen, die sich einem neuartigen Stil verschrieben hat: dem Krumping.

Die Gruppe, die sich im vergangenen Jahr neu formiert hat, trifft sich regelmäßig im Fuchsbau, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Ihr Tanz ist vital, schnell und expressiv: Stampfen mit den Füßen, schwingende Arme, hochschnellende Oberkörper zu speziell für diesen Stil entwickelter Musik. Krump soll helfen, Aggressionen und Frust abzubauen, Ungerechtigkeit zu verarbeiten und die eigene Geschichte tanzend zu erzählen. Krumping ist ein Kunstbegriff – KRUMP eine Abkürzung für Kingdom Radically Upliftet Mighty Praise. Es bedeutet so viel wie „Das Gebet der Straße“.

Im Jahr 2002 entstand dieser Stil auf den Straßen von Los Angeles. Der Tanz sollte sich dabei deutlich vom Breakdance unterscheiden. Erfinder war Ceasare L. Willis, bekannt als Tight Eyez, der im Mai 2010 bereits zu Gast im Fuchsbau war, um in einem Workshop den Jugendlichen die Grundlagen dieses Tanzstils zu vermitteln.

Da es keine spezielle Choreographie gibt, eignet sich Krumping besonders und hervorragend für Neueinsteiger. Nähere Informationen zur Veranstaltung am Sonntag erhalten Interessierte telefonisch im Fuchsbau unter 030 – 49859940 oder im Internet unter www.ost.jugend-reinickendorf.de.

VfB Hermsdorf strebt den Ausbau seines Vereinsheims an

Hermsdorf. Der VfB Hermsdorf möchte sein Vereinsheim an der Seebadstraße ausbauen, um möglichst alle Abteilungen und die Geschäftsstelle des Klubs dort künftig zu vereinen. Baubeginn soll Ende März, Anfang April sein. Eine vorläufige Baugenehmigung liegt bereits vor.
Allerdings fehlt noch Geld, um das Bauvorhaben tatsächlich zu realisieren. Die Kosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 500.000 €. Beim Land Berlin sind dafür ein Zuschuss von 100.000 € und ein zinsloses Darlehen in Höhe von 200.000 € beantragt worden. Letzteres soll mit selbstschuldnerischen Teilbürgschaften von Einzelpersonen abgedeckt werden. Die fehlenden 200.000 € Euro müssen vom Verein selbst aufgebracht werden. „Spenden und Bürgschaften gingen bereits zahlreich ein. Allerdings noch nicht genug“, erklärte die zweite Vorsitzende des Klubs, Regina Blachwitz. „Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen uns noch 60.000 € an Bürgschaften und 55.000 € an Spenden. Wir sind nach wie vor aber guter Dinge, unser Bauvorhaben noch in diesem Jahr realisieren zu können.“
Zurzeit sind die 14 Abteilungen des VfB im ganzen Bezirk Reinickendorf verstreut. Auch die Geschäftsstelle befindet sich momentan noch in der Freiherr-von-Stein-Str. 31 A. In der Seebadstraße sind momentan lediglich die Fußballer und Tennisspieler des Klubs beheimatet. Das soll sich künftig ändern.