Berlins Autofahrer diskutieren Vorschlag kontrovers

Mitte. Es ist 17:20 Uhr an einem Montag. Auf der Leipziger Straße geht mal wieder nichts mehr. Auto reiht sich an Auto. Man kommt nur schleppend voran. Müde und genervte Gesichter sehnen den Feierabend herbei. Haben wir zu viele Autos in der Innenstadt? Würde eine City-Maut etwas daran ändern?
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hatte unlängst am Rande der Verkehrsminister-Konferenz in Cottbus diesen Vorschlag aufs Tapet gebracht. Ohne neue Einnahmequellen müssten sich die Bürger bald über noch mehr kaputte Straßen ärgern. Städte, vor allem in Ballungsräumen, müssten durch eine gesetzliche Regelung die Möglichkeit bekommen, eine City-Maut oder eine Nahverkehrsabgabe zu erheben, um mit dem zusätzlichen Geld auch den öffentlichen Personennahverkehr auszubauen. „Es wird nicht einfach so billig weitergehen wie bisher“, sagte Hermann. Eine City-Maut würde den Verkehr in den Innenstädten reduzieren und so zum Stauabbau beitragen. Auch eine von den Verkehrsministern beauftragte Kommission aus Fachleuten schlage die Einführung einer City-Maut vor. Genannt werde ein Betrag von 6,10 €.

HeliView: Revolution in der Reisebuchung

HeliView4 WebMitte. Salim Sahi steht auf der Dachterrasse seiner Wohnung und blickt auf den Wedding – den Bezirk, in dem er die meiste Zeit seines bisherigen Lebens verbracht hat. Der 38-Jährige ist dabei, die Reisebranche mit einem neuartigen Feature zu revolutionieren.
Die Idee dazu kam dem Gründer und Geschäftsführer des Technologieunternehmens Traffics mit Sitz in Mitte ausgerechnet in der Sauna. HeliView bietet allen Reiselustigen die Möglichkeit, sich schon jetzt ein sonniges und ruhiges Ziel für den Winterurlaub auszusuchen. Mit einem virtuellen Helikopter können zurzeit 6.000 Hotels und rund 14.000 Kilometer Küstenstrände aus der Luft erkundet werden. Damit sollen dem Reisenden unliebsame Überraschungen wie Baustellen, stark befahrende Straßen oder Steilküsten statt Badestränden erspart bleiben, die in Hochglanzprospekten und Katalogen nicht zu finden sind. HeliView ist somit nicht nur ein Buchungs-, sondern vielmehr auch ein Informationssystem, das tolle Bilder aus aller Welt liefert. Möglich macht dies eine Kamera, die mit dem Joystick aus dem Helikopter heraus bedient wird, und eine Entwicklung des Fraunhofer Instituts, mit der Webinhalte wie Hotel-und Preisinformationen direkt im Video eingeblendet werden können. „Für unsere ersten Aufnahmen auf Gran Canaria hatten wir den Kameramann noch am Helikopter festgebunden. Die Qualität dieser Bilder war grausam“, erinnert sich Sahi.

Das SCHALASCH-Mitte – Interkultureller Treffpunkt für alle Kinder und Jugendlichen

Wedding. Am Sonnabend, 27. Oktober feiert das interkulturelle Jugend- und Familienzentrum SCHALASCH-Mitte im Club Aviator,Schalasch1 Web Lindower Straße 18, von 13:30 Uhr an Halloween. Dieses Fest, zu dem alle Kinder und ihre Eltern in fantasievollen Kostümen geladen sind und das in deutscher und russischer Sprache gefeiert werden soll, ist beileibe aber nicht das Einzige, was das Zentrum zu bieten hat. An sieben Tagen in der Woche ist in der Lindower Straße 18 richtig was los: Ob Ballett oder Orientalischer Tanz, Akrobatik und Show-Dance, von Karate bis zum Quilling, Basteln, Filzen und Malen in der Kreativgruppe – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Tänzerische Früherziehung und Theater, aber auch Nachhilfe sowie Deutsch-, Englisch- und Russischunterricht. Es gibt eine Nähwerkstatt, einen offenen Mädchentreff und Sozialberatungen nach Bedarf. Drei Teilzeitkräfte, die Dozenten und viel ehrenamtliche Power füllen das SCHALASCH täglich mit Leben. „Zu uns kann wirklich jeder kommen“, sagt Marina Bondarew, zuständig für die offene Jugendarbeit im Haus. „Angefangen bei den dreieinhalb Jährigen und bis ins hohe Alter.“

Behinderten-Sport-Freunde suchen Helfer für Sporthallensanierung

Behinderten-Sport-Freunde1 Halle WebFrohnau. Für die Sporthalle in der Invalidensiedlung, der aufgrund ihrer Baufälligkeit der Abriss droht, ist Rettung in Sicht. Die Behinderten-Sport-Freunde (BSF) Frohnau, Hauptnutzer dieser Halle, konnten nach monatelanger akribischer Arbeit, vielen Gesprächen und öffentlichen Aufrufen (das Wochenblatt berichtete am 16. Mai 2012) den rbb mit seinem Format „96 Stunden“ für sich gewinnen. In der Zeit vom 15. bis zum 19. Oktober soll die Halle aus dem Jahr 1968 nun saniert werden. „Wir freuen uns riesig, die Öffentlichkeit auf unsere Situation aufmerksam gemacht zu haben und hoffen natürlich jetzt, für diese Aktion viele Unterstützer zu finden“, erklärt BSF-Vorsitzender Frank Völkel.
Zur Erinnerung: Seit Oktober vergangenen Jahres kann der BSF Frohnau seine Angebote für die rund 150 Mitglieder nicht mehr in der Turnhalle ausrichten, weil unter anderem die Heizungsanlage defekt, die Warmwasseranlage in die Jahre gekommen, das Dach sanierungsbedürftig ist.

Berlins bester Sportverein gesucht – TSV Berlin-Wittenau noch im Rennen

Berlin. Der TSV Berlin-Wittenau hat bei der von radioBERLIN 88,8 und dem Landessportbund Berlin erstmals ausgerichteten Cancan1 WebBerliner Vereinsmeisterschaft die Zwischenrunde der besten acht Klubs in der Hauptstadt erreicht. Dem Gewinner dieses Wettstreits winkt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 € und eine große Party.
In einem tollen, farbenfrohen und spektakulären Wettkampf hatte der TSV am Donnerstag, 13. September den TuS Hellersdorf nicht nur besiegt, sondern nahezu pulverisiert: Die Aufgabe war, bis 17 Uhr möglichst viele Vereinsmitglieder am Neuen Kranzlereck am Kurfürstendamm zu versammeln, um während einer Live-Schaltung ins Radio zur Musik den Cancan zu tanzen.
Bereits wenige Minuten vor Beginn dieser Aufgabe war unter den Radioleuten große Hektik ausgebrochen:
„Wir gehen gleich auf Sendung und müssen jetzt allmählich mal anfangen, die ganze Menschen hier zu zählen. Die Wittenauer sind so viele!“
In der Tat: Eine Menschenkette von 249 TSV-Mitgliedern, vom Milchzahnathleten bis zum Seniorensportler, ließ den Hellersdorfern, die immerhin 107 Vereinszugehörige mobilisieren konnten, keine Chance.