Initiative fordert höhere Sicherheitsmaßnahmen vor Kita – Verwaltung reagiert verhalten

30erZone1 WebLichterfelde. Seit Anfang Juli engagieren sich Eltern für die Einrichtung einer 30er Zone und eines gesicherten Fußgängerübergangs vor der Kita St. Annen im Gardeschützenweg. An dieser viel befahrenen Stelle war vor fünf Jahren bereits ein Kind schwer verunglückt. Innerhalb kürzester Zeit konnten über 1000 Unterschriften gesammelt und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt übergeben werden. Darüber hinaus wurde eine Petition im Abgeordnetenhaus eingereicht. „Den Gardeschützenweg in Nähe des Kindergartens zu überqueren, ist immer wieder ein Nerven aufreibender Kraftakt“, sagt die Initiatorin und dreifache Mutter Anne Kathrin Frihs. „Ein sichernder Übergang ist deshalb absolut erforderlich.“

Selbstverteidigungs-AG an der Beethoven-Oberschule ist ein voller Erfolg

Lankwitz. In der Sporthalle der Beethoven-Oberschule, Barbarastraße 9, ist es ganz still. 20 Augenpaare beobachten gebannt die AG1 Webfließenden Bewegungen von Selahattin Turap. Der Kampfsportmeister führt eine Übung zur Selbstverteidigung vor. Und bevor er die Schüler auffordert, diese nachzumachen, sagt er folgende Sätze: „Eines dürft Ihr nie vergessen: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Seit mittlerweile vier Jahren leitet Turap, der im richtigen Leben Briefzusteller bei der Deutschen Post DHL ist, ehrenamtlich die Selbstverteidigungs-AG für Schüler von der 7. bis zur 11. Klasse. Und die Begeisterung unter den Schülerinnen und Schülern ist von Beginn an so groß, dass diese AG mindestens noch in diesem Schuljahr fortgesetzt werden wird. „Wer sich heute nicht um die Jugendlichen kümmert, braucht sich später nicht zu ärgern“, ist einer von Turaps Leitsprüchen.

Gelder für Schulsanierungen verfallen wegen Personalmangel

Steglitz-Zehlendorf. Weil es an Personal im bezirklichen Bauamt fehlt, um bereits bewilligte Gelder abzurufen sowie Ausschreibungs- und Prüfverfahren durchzuführen, wurden dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an sieben Schulen im Bezirk gestoppt und auf das nächste Jahr verschoben. Das Problem: Die bewilligten Gelder verfallen. Für Steglitz-Zehlendorf könnte es sich um eine Million Euro handeln.
Die Liste der betroffenen Schulen im Bezirk ist lang: An der Goethe-Oberschule in der Drakestraße wurden der Innenausbau der Sporthalle und der Bau der Mensa gestoppt. Auch die Sanierung des Chemieraumes musste verschoben werden. Am Paulsen-Gymnasium in der Gritznerstraße und an der Grundschule am Königsgraben können die Sanitäranlagen nicht saniert werden. Der Umbau der Paul-Braun-Schule in der Drakestraße zur Grundschule liegt auf Eis. Am Werner-von-Siemens-Gymnasium in der Beskidenstraße wird es zu keiner Sanierung der Aula kommen, obwohl für diese Arbeiten von der Gesamtelternvertretung sogar zusätzliche Gelder bei den Eltern akquiriert worden sind. Am Schadow-Gymnasium können Dacharbeiten nicht zu Ende gebracht und an der Quentin-Blake-Grundschule mit dem Umbau der Mensa nicht begonnen werden.

Kiezinitiative möchte den Bahnhof Lichterfelde Ost schöner gestalten

Spaten1 WebLichterfelde. Mit dem offiziellen ersten Spatenstich am Freitag, 12. September hat die Kiezinitiative „Marienplatz und umliegende Straßen“ damit begonnen, die Mittelinsel auf dem Vorplatz des Bahnhofs Lichterfelde Ost schöner zu gestalten. Dort werden von der Initiative bodenbedeckende Rosen gepflanzt und gepflegt. Diese Aktion ist nur eine von rund 220, die am 13. und 14. September im Rahmen des Aktionstages „Mach mit! Für ein schönes Berlin!“ durchgeführt wurden.
Auf der Mittelinsel des Bahnhofsvorplatzes soll die komplette Rasenfläche bis auf eine Tiefe von 10 bis 20 Zentimetern ausgehoben, mit Mutterboden aufgefüllt und mit einer bodenbedeckenden Rosenart bepflanzt werden. „Hier auf der Mittelinsel ist jahrzehntelang nichts passiert“, sagt Siegfried Tulke von der Initiative.

An der Fregestraße sind die Anwohner mächtig genervt

Steglitz. Auf der einen Straßenseite laden eine Schaukel, eine Rutsche und weitere spannende Spielgeräte auf weißem Sand zum Spielplatz3 Frege WebVerweilen ein – auf der anderen könnte man sich an zwei Tischtennisplatten oder in einem Fußballkäfig vergnügen. Doch etwas fehlt auf dem Spielplatz an der Fregestraße. Ach ja, die Kinder.
Das Problem: Schon seit Jahren soll auf diesem Spielplatz und in seinem direkten Umfeld gedealt werden. Früher sollen sogar harte Drogen den Besitzer gewechselt haben. Anwohner ärgert es, dass man sich mit Einbruch der Dunkelheit besser nicht in der Nähe des Spielplatzes aufhalten sollte. Hundebesitzer wählen für ihre abendliche Runde lieber einen anderen Weg. Anwohner beklagen spätabendlichen Lärm und nächtliche Ruhestörungen. Manch einer befürchtet sogar, dass es in der Gegend vermehrt zu Einbrüchen kommen könnte.