Jugendjury Steglitz-Zehlendorf fördert elf Projekte

Steglitz-Zehlendorf. 22 Kinder und Jugendliche von insgesamt elf Projekten aus dem ganzen Bezirk haben ihre Projektideen untereinander vorgestellt und in sehr anregenden Diskussionen die vom JugendDemokratiefonds Berlin und vom Jugendamt des Bezirks bereitgestellten 3250 Euro zur Umsetzung dieser Projekte selbstständig untereinander aufgeteilt.
Die jungen Menschen im Alter von zwölf bis 17 Jahren hatten sich im Rahmen der Jugendjury im Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf in der Machnower Straße 4 am 16. September getroffen, um für die unterschiedlichsten Vorhaben einzutreten und das dafür benötigte Geld für sich zu proklamieren. Die einzelnen spannenden Projetideen waren dabei so unterschiedlich wie vielfältig: Ob ein Boxsack für Rollstuhlfahrer, ein Filmprojekt, das sich damit auseinandersetzen möchte wie Mädchen und wie Jungen ticken, der Ausbau eines „grünen Klassenzimmers“, die Verschönerung eines Bauwagens oder für ein Farblabor – die Schüler diskutierten miteinander, recherchierten Preise, wogen ab, fragten nach, tauschten Tipps aus, diskutierten über mögliche Einsparungen und einigten sich nach rund drei Stunden wie das Geld aufgeteilt werden soll. Für die Kinder und Jugendlichen war dabei auch und ganz besonders wichtig, dass von den einzelnen Projekten möglichst viele junge Menschen profitieren, dass die Projekte nachhaltig sind und – natürlich – Spaß machen müssen.


„Das Schöne ist, dass dieses Projekt immer mehr Anklang findet. Wir hatten noch nie so viele Anmeldungen wie dieses Mal“, freut sich Janine Rittel, Sozialpädagogin und Moderatorin für Kinder- und Jugend-Beteiligungsprozesse. „Es war wirklich toll zu beobachten, dass sich jeder Einzelne eingebracht hat und niemand versucht hat, sich zu profilieren, den anderen über den Tisch zu ziehen. Ich denke, dass wir Erwachsenen auch in diesem Punkt von den Kindern viel lernen können.“ Insbesondere die älteren Jugendlichen hätten stets versucht, die Jüngeren in die Diskussion mit einzubeziehen. 
Zweimal im Jahr können Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf als Jugendjury auftreten, sich für ihre Projekte einsetzen, miteinander diskutieren und einen Scheck über die verabredete Summe mit nach Hause nehmen. Voraussetzung ist, dass eine Projektgruppe aus mindestens drei Personen besteht, die alle zwischen zwölf und 21 Jahren jung sein müssen. Insgesamt konnten in diesem Jahr über 7000 Euro für die Projektarbeit von Kindern und Jugendlichen im Bezirk verteilt werden.
Janine Rittel abschließend: „Unsere Erfahrungen sind, dass die Jugendlichen sehr fair miteinander umgehen und in der Lage sind, ihre Anliegen mit richtig guten Argumenten zu untermauern. Auch deshalb sollten wir sie viel häufiger in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen.“