Gedenkveranstaltung für die Mauertoten an der Klemkestraße

Reinickendorf Ost. Am Donnerstag, 13. August veranstalten die CDU-Kreisverbände Reinickendorf und Pankow anlässlich des 54. Jahrestages des Gedenken1 WebMauerbaus an der Klemkestraße bereits zum 17. Mal eine Gedenkveranstaltung für die Mauertoten.
Genau an diesem Ort war am 29. April 1962 Horst Frank bei einem Fluchtversuch angeschossen worden und später im Krankenhaus verstorben. Ihm zu Ehren hatten im Jahr 1976 Horst Faber, Uwe Grosse und der bereits verstorbene Christoph Höhnig an dieser Stelle ein Gedenkkreuz aufgestellt, bevor im Jahr 2013 auch die S-Bahnbrücke in der Klemkestraße, ehemals als „Sieben Brücken“ bekannt, den Namen „Horst-Frank-Brücke“ bekam.
„Für meine Freunde und mich war es ein Bedürfnis, dieses Kreuz hier aufzustellen, weil Horst Frank in unserem Alter war und er genau an dem Tag erschossen wurde, an dem ich meinen 21. Geburtstag gefeiert habe“, erklärt Horst Faber eindringlich seine damaligen Beweggründe.

Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. feiert sein 30-jähriges Jubiläum

Grunewald. Am Sonntag, 7. Juni hat das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Auf dem rund drei Hektar großen Frosch WebGelände rund um das ehemalige Wasserwerk an der Teufelsseechaussee 22-24 und drum herum bietet sich dem Besucher, ob jung oder alt, aber an 365 Tagen im Jahr ein faszinierendes Naturschauspiel am Rande der Großstadt.
In einer umweltpolitisch sehr aufgeregten und konfliktreichen Zeit von Anfang bis Mitte der 80er Jahre, als die Berliner gegen ein geplantes Kraftwerk im Spandauer Forst heftigen Widerstand leisteten, gegen geplante Autobahnen durch den Tegeler Forst protestierten oder sich gegen Waldrodungen am Flugplatz der englischen Luftwaffe in Gatow zur Wehr setzten, wurde das Ökowerk gegründet. Heute ist der Verein mit seinen rund 800 Mitgliedern immer noch ein engagierter Umweltverband – im Fokus steht mittlerweile aber das Ökowerk als ökologische Bildungs- und Tagungsstätte mit einem unglaublich vielfältigen Veranstaltungsprogramm. „Im Mittelpunkt unseres Handelns steht, den manchmal naturfern aufwachsenden Berliner Kindern und Jugendlichen die Schönheit und vor allem Wichtigkeit von Natur näher zu bringen“, erläutert die Geschäftsführerin Dr. Christine Kehl.

Puppentheater, Schauspiel und Musik für jung und alt im Theater Jaro

Wilmersdorf. Seit 20 Jahren leiten Martin Pölzer und Katja Behounek-Pölzer nun schon das Theater Jaro, mit dem sie vor mittlerweile vier Jahren in der Jaro2 WebSchlangenbader Straße 30 ein neues zu Hause gefunden haben. Mit seiner faszinierenden Mischung aus Puppentheater, Schauspiel und Musik bringt das Ensemble aber nicht nur Kinderaugen zum Leuchten.
„Man kann sicherlich behaupten, dass Kinder die spontaneren und ehrlicheren Zuschauer sind“, sagt Martin Pölzer, selbst Vater von drei Kindern. „Kinder zeigen sehr deutlich, wenn ihnen etwas nicht gefällt.“ Und doch ist es Pölzer wichtig, auch den Erwachsenen eine Freude zu bereiten: „Die Eltern werden von uns ganz bewusst mit angespielt. Die Familienvorstellungen sind oft die schönsten. Aber wenn der Papa ständig auf sein Smartphone guckt – dann weiß ich, dass wir etwas falsch gemacht haben.“ Vor 20 Jahren gründeten Martin Pölzer und Katja Behounek-Pölzer, die im Jahr 1984 an der Theaterschule Bochum erstmals mit dem Puppen- und Schauspiel in Berührung gekommen waren, das Theater Jaro. Zunächst traten sie regelmäßig im „Charlottchen“ in der Droysenstraße auf, bevor man als mobiles Theater kreuz und quer durch Berlin zog und spielte.

Berlin schneidet im bundesweiten Vergleich ganz schlecht ab

Charlottenburg. Berlin hatte unlängst in einem bundesweiten Vergleichstest zur Fahrradfreundlichkeit schlecht abgeschnitten. Die Hauptstadt landete bei Geister Fahrrad1 Webder Befragung vom Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club nur auf Platz 30 von insgesamt 39 Großstädten.
Kritisiert wurden besonders die fehlende Sicherheit, zu schmale Radwege, zu viele falsch parkende Autos auf den Radwegen und die Konflikte der Radler mit den Autofahrern. Besonders dramatisch ist die Situation von Radfahrern bei rechts abbiegenden Autos. „Es gibt vermutlich keinen Fahrradfahrer in der ganzen Stadt, der nicht schon einmal eine Nahtoderfahrung mit einem rechts abbiegenden Auto gehabt hat“, sagt die 52-jährige Hanna Schubert. Sie hat soeben beim Überqueren der Joachimsthaler Straße genau an der Stelle halt gemacht, an der Freunde und Bekannte des dort am 9. Mai mit dem Fahrrad verunglückten David Solomon ein so genanntes Geisterfahrrad aufgestellt haben. Der 58-Jährige war von einem rechts abbiegenden Taxi so schwer verletzt worden, dass er am 20. Mai in einem Krankenhaus an den Folgen des Unfalls verstarb.

Grandiose Ausstellung im Museum für Fotografie

Charlottenburg. Seit Mittwoch, 3. Juni und noch bis einschließlich Sonntag, 15. November zeigt die Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie, Brodziak2 WebJebensstraße 2, die dreiteilige Ausstellung „Newton. Horvat. Brodziak“.
Mit den Werken von Frank Horvath und Szymon Brodziak wurden dem Schaffen von Helmut Newton zwei Fotografen an die Seite gestellt, die sich insbesondere in den Bereichen Mode und Porträt einen Namen gemacht haben – aber auch Aktbilder finden sich in ihrem Werk. Damit sind sie Newton thematisch sehr nah, stilistisch jedoch komplett eigenständig. Insgesamt sind rund 300 Exponate unterschiedlicher Formate und Entstehungszeiten zu sehen.
Der 1928 in Abbazia, Italien, geborene Horvat gehört zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Der Arztsohn begann zunächst als Schriftsteller, bevor er durch den damaligen Fotojournalismus von Henri Cartier-Bresson inspiriert in den 50er Jahren erstmals zur Kamera griff. Ob in Reportagen in Indien, Brasilien oder Ägypten, beim Porträt oder der Re-Inszenierung alter Meister – der Mensch stand stets im Mittelpunkt seiner Arbeit.