AG City sagte auch die Feierlichkeiten zum Champions League Finale ab

Charlottenburg. Wie schon am Sonnabend zuvor, am Rande des DFB-Pokalfinales, hat es auch am Sonnabend, 6. Juni zum Champions League Finale Fan Fest3 Webzwischen dem FC Barcelona und Juventus Turin kein offizielles Fan-Fest auf dem Breitscheidplatz gegeben.
„Die Senatsverwaltung muss einfach dafür sorgen, dass die Orte für die Fans gelöst sind“, kritisierte Bezirksstadtrat Marc Schulte (SPD) die für Sport und Polizei zuständige Senatsverwaltung für Inneres. „Die Sicherheitsbedenken der Polizei müssen ausgeräumt werden können. Und der Wunsch der Fans zum Feiern muss berücksichtigt werden.“ Die Sicherheitsbedenken und die hohen Auflagen der Polizei hätten die Veranstaltung für die AG City, ebenso wie auch beim Pokalfinale, wirtschaftlich uninteressant gemacht. Gefordert worden war unter anderem ein Zaun, der nicht mehr nur 1,20 Meter, wie ursprünglich geplant, sondern zwei Meter hoch sein sollte.

Händler am Savignyplatz haben Ärger mit ihrem Vermieter

Charlottenburg. Im S-Bahnbogen vom Savignyplatz bis zur Bleibtreustraße reihen sich eine Hand voll kleiner, aber feiner Geschäfte aneinander: Anwohner kommen gern vorbei, stöbern in Büchern, probieren Kleider oder neue Schuhe, Essen oder Trinken etwas oder Plauschen einfach nur mit Nachbarn. Doch diese Kiezidylle ist in Gefahr – denn der Vermieter möchte einige von ihnen baldmöglichst los werden.
Vermieter der insgesamt acht Bögen, die vom Savignyplatz zur Bleibtreustraße führen, ist die DB Station & Service AG, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn. Üblicherweise werde – so die Händler – alle fünf Jahre über einen Mietvertrag mit ihnen verhandelt. Für den Februar kündigten sich nun Mitarbeiter des Unternehmens unter anderem bei Esther Thomas an, die eine Boutique am Else-Ury-Bogen betreibt. Ihr Mietvertrag läuft noch bis zum 30. August. Zu ihrer großen Überraschung erschienen die Mitarbeiter der DB Station & Service AG gleich mit einer Person, die den Laden übernehmen soll. Die Überraschung, um nicht zu sagen, das Entsetzen bei Esther Thomas war riesengroß: „Das Ganze war etwas peinlich“, erläutert die 48-Jährige. „Denn dieser Mann wusste nicht, dass ich nicht wusste, dass ich aus meinem Laden raus muss.“ Zwar habe die Boutique-Betreiberin noch das Angebot bekommen, in einen Bogen am anderen Ende der Passage zu ziehen. Die Lage biete aber keinen angemessenen Ersatz für ihren Laden, den sie schon seit acht Jahren führt. Die Hoffnung auf eine Einigung hat Esther Thomas übrigens aufgegeben und sich ein neues Geschäft gesucht.

TSV Berlin-Wittenau veranstaltet Große Fahrrad-Rallye quer durch alle Ortsteile des Bezirks

Reinickendorf. Am Sonntag, 3. Mai veranstaltet der TSV Berlin-Wittenau seine Große Fahrrad-Rallye – eine Orientierungsfahrt für die ganze Familie über Fahrrad1 Webrund 38 Kilometer quer durch alle Ortsteile des Bezirk.
Start und Ziel ist auch in diesem Jahr die Familienfarm Lübars. In der Zeit von 11 bis 12 Uhr können sich alle Interessierten – ob groß oder klein – entweder allein oder in einer Gruppe, auf Wunsch auch in einer geführten Gruppe auf den Weg machen, um die Schönheiten und die Vielfalt des Grünen Bezirks erstmals oder wieder zu entdecken: Auch in diesem Jahr führt die Tour über Fahrradwege und durch den Wald, an Wiesen und Feldern vorbei, am Fließtal entlang, über den alten Mauerweg hinweg und natürlich auch längs des Tegeler Sees. „Damit wollen wir allen Teilnehmern zeigen: Wir befinden uns zwar mitten in der Stadt, haben aber unglaublich viel Natur um uns herum“, rührt der leidenschaftliche Radfahrer Axel Grundschok, der vor mittlerweile über 40 Jahren die Idee zu dieser großartigen Veranstaltung hatte und sie seitdem auch organisiert, die Werbetrommel. Damit ist klar: Die Fahrrad-Rallye ist alles andere als eine Wettfahrt. Es geht nicht um persönliche Bestzeiten oder Rekorde. Es gibt keine Medaillen oder Pokale. „Wir wollen mit unserer Großen Fahrrad-Rallye die Menschen motivieren, ihre Drahtesel aus dem Keller zu holen, den Frühling zu begrüßen und die Fahrradsaison einzuläuten“, erklärt Axel Grundschok die ursprüngliche Idee.

Senatsverwaltung stellt Förderung ein – Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements ungewiss

Charlottenburg. Das Nachbarschaftshaus am Lietzensee steht vor einer ungewissen Zukunft: Die Senatsverwaltung für Haus am Lietzensee WebGesundheit und Soziales stellt die Förderung des Hauses, das sich seit 22 Jahren um nachbarschaftliches Engagement bemüht und seit 2005 offiziell Stadtteilzentrum des Bezirks ist, zum 30. Juni 2015 ein. Damit fehlen der Einrichtung, nachdem man im letzten Jahr bereits eine Kürzung in Höhe von 20.000 Euro hinnehmen musste, Gelder in Höhe von zuletzt immerhin noch 80.000 Euro pro Jahr.
Doch der Trägerverein will diese Entscheidung nicht klaglos hinnehmen: Ein Einwohnerantrag mit über 1300 Stimmen wurde erfolgreich eingebracht, so dass die Initiatoren ihr Anliegen am 19. März in der BVV vortragen konnten. Letztlich hat der Bezirk, der auch der Vermieter des Hauses mit seinen rund 850 Quadratmetern Nutzfläche in der Herbartstraße 25 ist, gegenüber der Senatsverwaltung aber nur ein Vorschlags- und kein Entscheidungsrecht. Unabhängig vom Ausgang der Angelegenheit hat Bezirksstadtrat Carsten Engelmann (CDU) versichert, dass das Haus weiterhin zur Nutzung für sozial-kulturelle Zwecke für die Nachbarschaft bestehen bleiben soll.

Berliner Friseure schneiden Flüchtlingen kostenlos die Haare

Charlottenburg. Flüchtlinge benötigen zunächst einmal Essen, Trinken, ordentliche Kleidung, eine vernünftige Friseure1 WebGesundheitsversorgung, Zuspruch und eine Unterkunft – ganz klar. Aber über andere, wesentliche Bedürfnisse wird nur sehr wenig gesprochen. Das haben elf Friseure nun geändert und rund 150 Flüchtlingsfrauen und ein paar Männern einen kostenlosen Haarschnitt verpasst.
„Welche Frau freut sich nicht darüber, wenn sie die Haare schön gemacht bekommt“, stellte eine junge Flüchtlingsfrau aus Syrien die einzig relevante rhetorische Frage. Die Idee zu dieser großartigen Aktion hatten ein paar türkischstämmige Friseure und der Politiker Hakan Tas (Die Linke), Mitglied des Abgeordnetenhauses. „Flüchtlinge verfügen über einen geringen monatlichen Satz, mit dem sie auskommen müssen. Dieses Geld geben sie natürlich nicht für den Friseur aus. Und so entstand die Idee, damit diese Frauen auch mal etwas ganz Individuelles für sich haben – den Alltag mit all seinen Problemen für ein paar Minuten oder auch Stunden einfach mal hinter sich lassen können.“