Reinickendorf: Wie ein 22-Jähriger sein Hobby zum Beruf machte

Wer die Perspektive wechselt, bekommt bekanntlich neue Ansichten. Das dachte sich auch der 22-jährige Reinickendorfer Jan Diener, der einfach mal einen anderen Blick auf sein Hobby, das Paddeln und Wakeboarden, werfen wollte. Da man Wassersportaktivitäten aber nur sehr schlecht vom Land aus filmen kann, entschied er, sich mit der Drohnen-Fotografie zu beschäftigen. Aus dieser Leidenschaft ist mittlerweile ein Beruf geworden.
Seit rund neun Jahren ist der Informatikstudent, der die Freude am Wassersport definitiv von seiner Mutter geerbt hat, nun schon Mitglied beim Berliner Kanu-Club Borussia, wo er zunächst mit dem Paddelsport begann. „Mir gefällt es beim Paddeln, das Gleichgewicht zu halten und alleine im Sonnenuntergang eine Runde vorwärtsfahrend um Scharfenberg zu drehen“, verrät Jan Diener. Seit rund zwei Jahren ist er zudem begeisterter Wakeboarder, zuerst auf der Wasserski-Bahn in Velten und nun hinter einem Motorboot herfahrend auf dem Tegeler See.


Auch die Begeisterung für die Fotografie gibt es schon länger: Mit 14 Jahren bekam Jan Diener seine erste Spiegelreflex-Kamera geschenkt und hielt alles fest, was ihm so begegnete. Besonders gern fotografiert er Pflanzen in wechselndem Licht. Auch für Drohnen hatte er sich schon lange interessiert. Und als er irgendwann die Gelegenheit bekam, eine Drohne eine Zeit lang zu nutzen, machte er damit Fotos und Videos und zeigte sie Freunden. Diese waren von den Ergebnissen so begeistert, dass Jan Diener seinem Verein anbot, die Drachenbootregatta 2018 im Strandbad Lübars zu filmen. Mit diesem ersten großen Projekt entstand das Start-Up JMD-SHOOTS.com. Zum Angebot gehören die Erstellung von Produkt- oder Imagevideos für Unternehmen und Kurzfilme von emotionalen, privaten Events – das Zusammenschneiden und Nachvertonen inklusive. So findet sich auf seiner Homepage bereits ein Imagefilm der Segelschule in Tegelort. Nachdem der Drohnenpilot sich durch den Dschungel aus Vorschriften und Verboten gekämpft hat, kann er nun auch jedem Interessierten, der ein emotionales Event oder sein Eigenheim aus der Luft sehen möchte, die eventuell benötigten standortortabhängigen Sondergenehmigungen der Luftfahrtbehörde anbieten.
Zudem war Jan Diener ein ganzes Jahr lang mit geschultem Blick unterwegs und hat Emotionen aus der Vogelperspektive eingefangen, aus denen ein Kalender mit dem Titel „Reinickendorf – Emotionen von oben“ entstanden ist. Dieser ist unter anderem in der Tegeler Bücherstube, beim City Kiosk am U-Bahnhof Tegel und bei Gourmet Flair in den Borsighallen erhältlich.
Nähere Informationen zu Jan Diener und seiner Drohnenfotografie gibt es auch unter www.jmd-shoots.com.