Kehrtwende: Reinickendorfer Füchse setzen auf den Nachwuchs

Reinickendorf. Die Fußballer der Reinickendorfer Füchse verließen nach der 0:2-Niederlage im Spiel der Berlin-Liga gegen den 1. FC Wilmersdorf mit hängenden Köpfen den Platz. Mal wieder waren sie das bessere Team und hatten dennoch verloren.
„Das war nicht unsere erste Niederlage, die nicht hätte sein müssen“, erklärte Füchse-Coach Denis Drnda nach Spielschluss. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und zudem gute Kontermöglichkeiten, um ein Tor zu erzielen. Und dann machen wir zwei individuelle Fehler, die so niemals passieren dürfen, und verlieren dadurch dieses Spiel.“
Fuechse WebBereits in der Partie gegen Trabzonspor hatte der Coach seine Mannschaft feldüberlegen und spieldominierend gesehen: „In dieser Partie hatten wir ein Chancenverhältnis von 13:1 und spielen letztlich nur 1:1“. Doch Drnda ist zuversichtlich, dass seinem Team nur noch Nuancen fehlen, um die Kehrtwende einzuleiten. „Meinen Jungs fehlt noch die notwendige Ruhe vor dem Tor und die Cleverness im Abschluss, um die guten Torchancen auch zu nutzen.“
So findet sich der Oberligaabsteiger nach 14 Spieltagen in der unteren Tabellenhälfte wieder. Drnda nennt Gründe: „Dass wir in der Berlin-Liga in der Spitzengruppe mitmischen könnten, war bei uns nie ein Thema. Schließlich haben wir nach dem Abstieg viele Spieler verloren und viele hinzugewonnen, so dass es zunächst darum geht, aus ihnen wieder eine Einheit zu formen.“

Ruder-Club Tegel lädt zum 32. Crosslauf durch den Tegeler Forst

Tegel. Der Ruder-Club Tegel lädt am Sonntag, 13. November zu seinem mittlerweile 32. Crosslauf im Tegeler Forst – einem der Schmalzstullenlauf Webrenommiertesten und beliebtesten Crossläufe in Berlin.
Gestartet wird bei den Kindern, die Strecken über 1,5 Kilometer, 2,3 km oder 3 km absolvieren können, ab 9 Uhr. Die Jugendlichen beginnen ihre 5,1 km um 9:30 Uhr. Die Erwachsenen können wählen, ob sie 5,1 km, 10 km oder 20 km laufen möchten – über die beiden erstgenannten Strecken kann auch gewalkt werden. Der Hauptlauf über 10 km startet um 10:20 Uhr, der 20 km Lauf beginnt um 9:50 Uhr. Start und Ziel ist jeweils Ecke Schwarzer Weg / An der Malche.
Die Strecke ist sowohl bei Hobbyläufern als auch bei passionierten Athleten äußerst beliebt, weil sie sehr anspruchsvoll ist: So haben es beim Hauptlauf die letzten drei Kilometer richtig in sich, weil mehrere Berge zu absolvieren sein werden. Außerdem wird die Strecke wieder bestens präpariert sein: das Laub wird am Vortag entfernt, mögliche Hindernisse wie Wurzeln gekennzeichnet.
Im Ziel wartet dann noch eine ganz besondere Belohnung: Dort werden die beliebten Schmalzstullen gereicht, durch die diese Veranstaltung weitläufig auch als „Schmalzstullenlauf“ bekannt geworden ist. Zudem gibt es ein kleines Andenken für jedermann. Und natürlich werden auch wieder heiße Getränke und Kuchen angeboten.
Der Ruder-Club hofft, auch in diesem Jahr wieder rund 550 Teilnehmer begrüßen zu dürfen.
Die Startgebühr für Erwachsene beträgt unverändert 7 Euro, Schüler und Jugendliche zahlen 3,50 Euro. Anmeldungen sind noch bis zum Dienstag, 8. November möglich. Nachmeldungen werden am Veranstaltungstag bis 30 Minuten vor dem jeweiligen Start zuzüglich einer Nachmeldegebühr von 3 Euro entgegengenommen.
Für Rückfragen ist die Organisationsleiterin Beate Schodrowski telefonisch unter 0163 – 7883706 zu erreichen.
Anmeldungen können unter www.rctegel.de/crosslauf vorgenommen werden.

SC Borsigwalde erneut ausgezeichnet

Borsigwalde WebBorsigwalde. Der SC Borsigwalde ist am vergangenen Mittwoch erneut mit dem so genannten „ Gütesiegel“ vom Berliner Fußballverband (BFV) ausgezeichnet worden. Damit ist der SC der erste Klub, der dieses seit 2009 verliehene Siegel, ein weiteres Mal verliehen bekommt.
„Wir werden das Schild mit dem Hinweis auf das Gütesiegel deutlich sichtbar an unserem Sportplatz anbringen“, freut sich SC-Präsident Carsten Polte über die Auszeichnung. Für das Gütesiegel muss ein Klub 40 Fragen eines Katalogs zu großen Teilen positiv beantworten können. Die vier Schwerpunkte, zu denen jeweils zehn Fragen gestellt werden, sind Jugend, Ehrenamt, Prävention und Breitensport. In jedem Bereich gibt es Bedingungen, die erfüllt sein müssen – die restlichen Punkte sind Kann-Bestimmungen. Hier einige Kriterien für das Gütesiegel: Der Verein erfüllt sein Schiedsrichter-Soll, er stellt sogar mehr Referees vom Verband gefordert. Der Klub führt Kurzschulungen im Jungendbereich zum Thema Fairplay durch. In Vereinsheim des SC gibt es mindestens ein alkoholfreies Getränk, das günstiger ist als das billigste alkoholische Getränk. Der Verein bietet eine Aufklärungs-Veranstaltung gegen Sucht und Gewalt an und führt Aktionen gegen Rassismus durch. Polte ist sich aber ziemlich sicher, dass sein Klub alle Bedingungen des Katalogs erfüllt: „Ich könnte eigentlich zu allen 40 Punkten positive Antworten geben.“

BFC Alemannia 90 Wacker tritt auf der Stelle

Reinickendorf. Mit hängenden Köpfen verließen die Fußballer vom BFC Alemannia 90 Wacker den Rasen im Stadion Wilmersdorf. BFCAlemannia WebSoeben hatten sie das Kellerduell der Landesliga beim Berliner SV trotz deutlicher Feldüberlegenheit verloren.
„Das ist doch verrückt, oder“, beobachtete Präsidiumsmitglied Wolfgang Gröbe kopfschüttelnd vom Spielfeldrand. „Wir haben mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile, erarbeiten uns gute Chancen – und trotzdem verlieren wir dieses Spiel.“
Engagiert gespielt – und doch verloren. Dabei waren die Alemannen sogar stark ersatzgeschwächt in Wilmersdorf angetreten. Sieben Akteure, zum Großteil Leistungsträger, fehlten verletzungsbedingt. Einige von ihnen erwartet man frühestens zum Rückrundenstart zurück. Auch deshalb müssen immer wieder Spieler der 2. Mannschaft, die in der B-Klasse, also drei Spielklassen tiefer antritt, ins Landesligateam eingebaut werden. „Da ist natürlich klar, dass diese Akteure spielerisch nicht so stark sind und das hohe Tempo der Landesliga nicht über 90 Minuten mitgehen können.“
Somit ist man im Herzen Reinickendorfs auch schnell wieder von höheren Saisonzielen, einem einstelligen Tabellenplatz, abgerückt. „Wir wollten eigentlich nicht wieder so eine Zittersaison spielen wie im letzten Jahr. Aber wenn man unser Verletzungspech berücksichtigt und dieses Spiel heute als Grundlage nimmt, dann wird das wieder eine ganz schwere Saison für uns.“

Berliner SV 92 schlägt den BFC Alemannia 90 Wacker

Schmargendorf. Der Berliner SV 92 hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga drei wichtige Zähler eingefahren. Im Duell mit dem BFC Alemannia 90 Wacker setzten sich die Störche im Stadion Wilmersdorf am Sonntag mit 3:1 (2:0) durch.
BerlinerSV Web„Aufgrund der zweiten Halbzeit, in der wir sehr viele richtig gute Torchancen hatten, geht der Sieg in Ordnung“, resümierte BSV-Coach Norbert Stolzenburg. „In den ersten 45 Minuten war die Partie ausgeglichen. Und wir hätten uns nicht beklagen können, wenn die Alemannen auch das eine oder andere Tor gemacht hätten.“ Für den Aufsteiger trafen Efräim Gakpeto, der vor der Pause zwei Treffer erzielte, und Richard Ebert, der nach dem Wechsel vom Elfmeterpunkt zum erlösenden 3:1 traf. Zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie längst entschieden sein können. Doch die aus einer gut gestaffelten Abwehr heraus immer wieder gefährlich konternden Gastgeber scheiterten aussichtsreich. „Wir haben sehr schnelle Stürmer. Daher kommt uns dieses Spiel natürlich sehr gelegen. Doch die Jungs sind ja vier oder fünf Mal völlig allein auf das Tor des Gegners zugelaufen und haben den Ball nicht versenkt. Daran müssen wir noch arbeiten.“
Dabei hatten dem BSV für dieses wichtige Spiel mit Nico Ramien, Marius Purschke und Enrico Schütt drei Leistungsträger verletzungsbedingt gefehlt. „Deshalb musste ich im Vergleich zur Vorwoche mal wieder alles umbauen – und auch deshalb sind wir trotz der ausgelassenen Chancen über diesen Erfolg sehr glücklich“, ergänzte Trainer Stolzenburg.