1. FC Lübars verliert das Spiel und seinen Torjäger

Reinickendorf. Der SC Borsigwalde hat das Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den 1. FC Lübars mit 2:1 (0:0) für sich Borsigwalde gegen Luebars Webentschieden. In einer äußerst spannenden, sehr hektischen, aber niemals hochklassigen Partie sicherte Stieven Eltner dem Gastgeber mit seinem Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit den Sieg.
„Der SC Borsigwalde ist so etwas wie unser Angstgegner“, resümierte Michael Reinke, Vorsitzender beim 1. FC Lübars. „Fast immer, wenn wir hier antreten, läuft es nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber ich muss auch zugeben, dass mich der SC Borsigwalde heute auch aufgrund seines guten, körperbetonten Spiels überrascht hat.“
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der weder Marc Brosius im Tor der Gastgeber, noch Schlussmann Robert Rostom vom 1. FC Lübars ernsthaft geprüft worden waren, wurde die Partie nach dem Wechsel deutlich lebhafter. Nahezu folgerichtig fiel auch das erste Tor der Partie: Nach einem Durcheinander im Lübarser Strafraum schaltete Stieven Eltner am schnellsten und passte auf Stefan Ulrich, der den Ball problemlos im Tor unterbringen konnte (55. Minute). Jetzt endlich demonstrierte auch der Favorit aus Lübars seine Spielstärke und kam zu Torchancen. Doch entweder scheiterten die Gäste an Torwart Brosius oder am Aluminium. So vergab Toptorjäger Marcel Madsack eine der besseren Möglichkeiten, als sein Schuss am Pfosten landete (68.). Drei weitere Minuten später scheiterte Dennis Olbrich für Lübars sogar mit einem Elfmeter an Marc Brosius. In der 80. Minute machte es Dennis Ummer dann besser: Er verwandelte einen erneuten Strafstoß zum 1:1. Und als sich alle Beteiligten schon mit dem Remis zufrieden zu geben schienen und auf den Schlusspfiff des Unparteiischen Felix Gensrich warteten, schlug Stieven Eltner zu und sicherte dem SC den Derbysieg.

Berliner Wasserratten veranstalten zum 19. Mal ihr 24-Stunden-Schwimmen

24 h Schwimmen WebReinickendorf. Bereits zum 19. Mal veranstalten die Berliner Wasserratten 1889 am Wochenende ihr traditionelles 24-Stunden-Schwimmen – das Schwimm-Event für Jedermann. Die 19. Auflage des berlinweit beliebten Schwimm-Events wird im Paracelsus-Bad, Roedernallee 200-204, am Sonnabend und Sonntag in der Zeit von 17 bis 17 Uhr ausgerichtet. Unter dem Motto „Schwimmen so lange man Lust und Laune hat“ kann jeder mitmachen. Das Startgeld für Kinder und Jugendliche sowie für Studenten, Azubis und Arbeitslose unter Vorlage des entsprechenden Nachweises beträgt 3 Euro. Erwachsene zahlen 6 Euro. Pro Familienmitglied bei Familien ab drei Personen sind jeweils 3 Euro fällig. Wie in jedem Jahr kann auch in der Staffel (zehn Personen) gestartet werden. Das Startgeld für eine Staffel beträgt 25 beziehungsweise 35 Euro.
Das vordringlichste Ziel dieser Veranstaltung ist, für den Schwimmsport als ideale Mischung aus sportlicher Freizeitgestaltung und Gesundheitsvorsorge für jung und alt zu werben.
Die bisherigen 24-Stunden-Schwimmen erfreuten sich stets großer Beliebtheit – auch bei den Zuschauern. Denn ihnen wurde und wird in der gesamten Zeit ein buntes Rahmenprogramm aus Musik, Tombola, Aquatic-Fitness, Tischtennis, Schnuppertauchen Darts und vielem mehr geboten.
Weitere Informationen erhalten Interessierte in der Geschäftsstelle der Wasserratten am Freitag von 16:30 bis 20 Uhr unter 030 – 452 11 58 oder unter www.berliner-wasserratten.de.

Wilmersdorfer Basketballer finden am Weinmeisterhornweg ein neues zu Hause

Wilmersdorf. Die Odyssee der Sportler von Future Basketball hat vorerst ein Ende: der Klub, in Wilmersdorf beheimatet, hat nach sechs Jahren und unzähligen Umzügen, die ihn sogar bis nach Rudow führten, endlich eine Heimhalle gefunden, in der nicht nur die Punktspiele ausgetragen, sondern in der auch trainiert werden kann. Allerdings ist auch diese Halle nicht hier im Bezirk zu finden – sie liegt in Spandau. Das Team spielt fortan in der Sporthalle der Grundschule am Amalienhof, Weinmeisterhornweg 122. Futures Vorsitzender Udo Wroblewski, der sich noch im Mai über die ungelöste Situation ziemlich genervt zeigte, hat damit einen Teilerfolg erzielt: „Insbesondere in bedeutenden Spielen, in denen es um etwas geht, ist es wichtig, eine eigene Heimhalle zu haben. Es gibt einfach Unterschiede, was die Bretter, die Körbe, den Boden und das Licht angeht – von den eigenen Zuschauern ganz zu schweigen.“ Und doch hatte er nie einen Hehl daraus gemacht, am liebsten in der Heimat des Klubs, in Wilmersdorf dauerhaft heimisch zu werden.
Auch sportlich geht es bei Future zurzeit drunter und drüber: Noch in der abgelaufenen Saison hatte man an der Tabellenspitze Future Webmitgemischt, einen tollen Platz drei belegt und ab und an vielleicht auch mit einem möglichen Aufstieg geliebäugelt. Deshalb war das Ziel für diese Spielzeit vermeintlich klar: wieder oben mitmischen.
Doch nachdem die Mannschaft im Großen und Ganzen stand, bekamen kurz vor dem Beginn der Vorbereitung zwei Leistungsträger einen Anruf aus Bernau: Viktor Mier und Alexander Pankonin ergänzten ab sofort den Kader des Pro B Ligisten. Für Future ein zweischneidiges Schwert: Einerseits sind diese Wechsel einmal mehr eine Auszeichnung für die Entwicklung junger Spieler bei Future, maßgeblich durch Cheftrainer Thomas Baumgartner. Anderseits war dies natürlich ein herber Rückschlag für das Team. „Ich freue mich selbstverständlich, dass meine beiden Spieler eine solche Chance bekommen. Und ich glaube auch, dass sie sich durchsetzen werden“, zeigt sich Baumgartner stolz.

Berliner Fußballverband reagiert auf Pöbeleien – rund 1500 Spiele wurden für 5 Minuten unterbrochen

Berlin. Mit der Aktion „Zeit zum Nachdenken: Kein Platz für Gewalt!“ hat der Berliner Fußballverband (BFV) am Wochenende auf die Schiedsrichter Webjüngsten Pöbeleien und tätlichen Übergriffe auf seine Schiedsrichter reagiert.
Rund 1500 Fußballspiele in ganz Berlin wurden von Freitag bis Sonntag in der jeweils 10. Spielminute für 5 Minuten unterbrochen. Und während die Schiedsrichter in den Kabinen verschwanden, wurden Flyer und Plakate mit der Aufschrift: „Bedroht – Beschimpft – Geschlagen! Der letzte Schiedsrichter hat seine Pfeife an den Nagel gehängt. Muss es soweit kommen?“ verteilt, um auf die Bedeutung des Unparteiischen für ein Fußballspiel aufmerksam zu machen sowie Besucher und Beteiligte zu sensibilisieren. Vereinsverantwortliche waren aufgefordert, die Mannschaften und das Umfeld auf die zunehmende Gewalt und den rauen Umgangston hinzuweisen.
Auch das Spiel der Fußball-Landesliga zwischen dem Berliner SV und dem BFC Alemannia 90 Wacker, das der Unparteiische Robert Meisel vom 1. FC Union leitete, wurde unterbrochen. Der Referee, der eine fehlerfreie Leistung ablieferte, verschwand mit seinen Assistenten für 5 Minuten in der Kabine. Zeit zum Nachdenken? Mitnichten. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie, in der es für beide Teams um Punkte gegen den Klassenerhalt ging, zwar niemals unfair, aber hektisch. Und es passierte das, was eigentlich jedes Wochenende auf nahezu jedem Platz passiert: Während die Sieger (Berliner SV) an der Leistung des Unparteiischen nichts auszusetzen hatten, haderten die Verlierer mit einigen Entscheidungen, so dass es auch zu Gelben Karten wegen Meckerns kam. Und auch die Verantwortlichen beider Klubs argumentierten durchaus unterschiedlich: „Ich denke, dass es so eine Aktion eigentlich nicht geben muss“, sagt Norbert Stolzenburg, Trainer beim BSV. „Es ist die Aufgabe der Vereine, bereits im Vorfeld dafür zu sorgen, dass ihre Spieler mit den Schiedsrichtern vernünftig umgehen. Das klappt bei uns hervorragend. Und das wird auch in Zukunft klappen.“ Wolfgang Gröbe, Präsidiumsmitglied beim BFC Alemannia, findet die Aktion gut, glaubt aber nicht an ihre Nachhaltigkeit: „Sie ist wie ein Schlag auf den Hinterkopf. Der wirkt erst einmal, ist nach kurzer Zeit leider aber oft wieder vergessen. Wir müssen unsere Schiedsrichter, die hier einen Teil ihrer Freizeit verbringen, schützen. Aber ich denke, dass ein Verein nicht das korrigieren kann, was bei der Erziehung im Elternhaus falsch gemacht wurde. Entweder habe ich Respekt vor anderen Menschen – oder nicht.“

1.fcluebars webFußball-Frauen gewinnen glücklich gegen Meppen

Lübars. Die Fußball-Frauen vom 1. FC Lübars haben in der 2. Bundesliga Nord das Heimspiel gegen den SV Meppen glücklich mit 3:1 für sich entschieden. Vor rund 120 Zuschauern im Stadion Finsterwalder Straße erzielten Lavinia Timme, Aylin Yaren und Michelle Rösler die Treffer für die Gastgeberinnen.

„Das war ein schwer erkämpfter Sieg“, analysierte Coach Jürgen Franz kurz nach Spielschluss. „Allerdings habe ich die spielerische Geradlinigkeit und auch die Zweikampfstärke, die uns beim 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen noch ausgezeichnet hatte, vermisst. Wir haben uns vom SV Meppen – warum auch immer – den Schneid abkaufen lassen. Und das geht so eigentlich nicht“, haderte der Coach. „Aber vielleicht zeichnet es eine gute Mannschaft aus, dass sie auch Spiele gewinnt, in denen sie nicht überlegen ist.“ Allerdings habe man es am Spieltag zuvor beim Remis in Bremen genau anders herum erlebt: Trotz eines tollen Spiels und einer Dominanz, die laut Franz über 85 Minuten währte, habe man zwei Punkte an der Weser liegen gelassen. „Momentan zeigt die Mannschaft zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Und ich muss zunächst einmal herausfinden, wo die Ursachen dafür liegen.“