TSV Berlin-Wittenau begrüßt 3000. Mitglied – Zahl in letzten drei Jahren fast verdoppelt

Wittenau. Der TSV Berlin-Wittenau hat sein 3000. Mitglied begrüßt. Im Rahmen der Eltern-Kind-Gruppe Milchzahnathleten wurde die zweijährige Johanna Pilz mit ihrem Papa Michael von Projektleiterin Hella Grundschok und Vorstand Gina Martin feierlich in Empfang genommen. Als Geschenk für Johanna gab es nicht nur eine Urkunde und ein Kuscheltier, sondern auch eine freie Mitgliedschaft für ein ganzes Jahr – was besonders Papa Michael freuen dürfte.

Damit ist dem TSV nahezu Unglaubliches gelungen: Noch vor drei Jahren stand die Zahl der Mitglieder bei rund 1800 – in nur 36 johannapilz webMonaten konnte sie also fast verdoppelt werden. Ein wichtiger Baustein für diese Mitglieder-Explosion ist der so genannte „Seniorenstützpunkt Bewegung“, den der TSV im Jahr 2008 ins Leben gerufen hatte: Mit diesem Projekt wollte man älteren Menschen nicht nur die Möglichkeit geben, ihre Schwellenangst zu überwinden, sich durch Sport und Bewegung gesund und fit zu halten, sondern ihnen zusätzlich Freizeitangebote unterbreiten, sie zu vernetzen, um etwas gegen die Langeweile und die Vereinsamung zu tun. Der Klub hat dieser Projektidee auch deshalb ein Zitat von Joachim Ringelnatz vorangestellt, das seinen Kern gut widergibt: „Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine, vor der Einsamkeit.“

Anwohner klagen über Lärm auf der Sportanlage Hubertusallee

Wilmersdorf. In jüngster Vergangenheit sieht sich der Berliner SC wieder einmal mit Vorwürfen von Anwohnern konfrontiert, dass es auf der Sportanlage an der Hubertusallee mitunter zu laut zugehe.

Unlängst wurde sogar die Polizei gerufen, als die Hockeyabteilung ihr alljährliches Wuselturnier für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren ausgerichtet hatte. Die Beamten stellten vor Ort allerdings keine übermäßige Lärmbelästigung fest und zogen unverrichteter Dinge wieder ab.

Laerm Hubertusallee groß

Frohnauer SC strebt einen Platz im gesicherten Mittelfeld an

Frohnau. Die Fußballer vom Frohnauer SC sind mit einem Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen in die neue Saison der Berlin-Liga gestartet. Ein Auftakt, mit dem Trainer Olaf Jahn nicht unzufrieden ist.

„Bis auf unser letztes Heimspiel gegen Gatow, das wir mit 1:2 verloren haben, waren unsere Leistungen gut. Und unser Auftaktprogramm war wirklich alles andere als leicht.“ So holten die Frohnauer bei der VSG Altglienicke, die Jahn als Topfavoriten auf den Aufstieg handelt, und beim SC Staaken, der in dieser Saison eine gute Rolle spielen wird, jeweils einen Punkt. „Es bleibt dabei, dass wir schwer zu schlagen sind, wenn wir in der Abwehr gut stehen, geschlossen auftreten und jedes Spiel mit Engagement und Leidenschaft angehen“, nennt Jahn die Stärken seines Teams. „Diese Eigenschaften haben wir gegen Gatow vermissen lassen.“

frohnauersc webUnd doch ist Jahn zuversichtlich, dass der Frohnauer SC auch in diesem Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. „Unser Saisonziel ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld“, gibt der 38-Jährige die Marschroute vor. Er warnt aber auch: „Die Liga ist so stark und ausgeglichen besetzt wie schon lange nicht mehr. Ich denke, dass zehn Teams in Abstiegsnot geraten könnten.“

Um das erklärte Saisonziel zu erreichen, könnte die Philosophie des Frohnauer SC ein wichtiger Punkt sein: Seit Jahren schon setzt man im Norden Berlins auf Kontinuität und den eigenen Nachwuchs: So kehrte mit Hassan Ayad ein ehemaliger Frohnauer in die alte Heimat zurück. Und mit Ivan Bacak schloss sich ein Akteur dem FSC an, der schon beim VfB Hermsdorf spielte. Zudem werden Jannik Bienert, Marc Rogowski, Alexander Mnich, Tim Groß und Dustin Harders aus der eigenen A-Jugend versuchen, im Kader des Berlin-Ligisten Fuß zu fassen. „Diese fünf Akteure sind talentiert und werden in diesem Jahr ihre Einsatzzeiten bekommen. Unsere gute Nachwuchsarbeit trägt nun Früchte. Und das ist genau der Weg, den der Frohnauer SC auch weiterhin beschreiten wird.“

Kobra Ladies stehen vor dem fünften Deutschen Meistertitel

Wilmersdorf. Die Berlin Kobra Ladies haben zum sechsten Mal in Folge das Finale um die Deutsche Meisterschaft – den Ladies Bowl – erreicht und wollen nun ihren fünften Titel in Folge gewinnen. Das Besondere: Das Endspiel in diesem Jahr wird in Berlin ausgerichtet – die Kobra Ladies können sich den Titel vor dem eigenen Publikum sichern.

Im Halbfinale setzte sich das Team um Headcoach Bernd Gottschalk gegen die Crailsheim Hurricanes souverän mit 50:20 (34:14) kobraladies webdurch. Ein überragender Running-Back Susanne Erdmann und ein herausragend aufspielender Quarterback Christina Busse sowie Ersatz-Läuferin Stepanida Chepkasova erzielten sämtliche Punkte.

Gegner im Finale – dem so genannten Ladies Bowl – werden wie im Vorjahr die Düsseldorf Blades sein, die sich in ihrem Halbfinale mit 21:6 gegen die Munich Cowboys durchgesetzt haben. Noch vor zwölf Monaten hatte es ein ganz enges Endspiel gegeben, das die Kobra Ladies erst nach Verlängerung und hartem Kampf mit 34:28 gewonnen hatten. Doch im Vergleich zum Vorjahr, als der Kader der Kobra Ladies aufgrund zahlreicher verletzter Spielerinnen stark dezimiert war, kann Coach Gottschalk in diesem Jahr in Bestbesetzung antreten.

Bereits zum dritten Mal wird die Deutsche Meisterschaft im Ladiesfootball in Berlin ausgetragen. 1993 und 2001 waren die Berlin Adler der Ausrichter des Endspiels. Zum ersten Mal seit der Gründung der Kobra Ladies wird nun aber in Wilmersdorf um den begehrten Titel gekämpft. Der Kick-off für das Finale erfolgt am Sonntag um 14 Uhr im Stadion Wilmersdorf.

Berliner SC begrüßte zum Hockey-Turnier rund 500 Kinder

Wilmersdorf. 66 Hockeyteams, rund 500 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zehn Jahren, nahmen am Sonnabend und Sonntag beim großen Wuselturnier des Berliner SC teil. Damit lassen die Wilmersdorfer eine schöne Tradition fortbestehen – das Wuselturnier gibt es schon seit über 30 Jahren.

wuselturnier web„Für unsere Kinderabteilung ist dieser Event definitiv das Highlight des Jahres“, beschreibt BSC-Jugendkoordinator Randolph Stüwe die Bedeutung dieser Veranstaltung. „Für viele der Kinder ist dieses Turnier die erste richtige Wettkampfsituation, bei der sie sich im Spiel einem Publikum präsentieren. Das ist aufregend und macht ihnen ganz nebenbei natürlich auch viel Freude.“

Um den Kleinsten diesen Spaß an der Bewegung, an motorischen Abläufen näher zu bringen, musste nicht nur das Hockey-Spiel absolviert, sondern auch ein Geschicklichkeitsparcours überwunden werden, für den es ebenfalls Punkte gab: so mussten die Kinder gefüllte Wasserbecher auf ihren Schlägern balancieren und möglichst viel Flüssigkeit ins Ziel retten. Aber sie mussten auch möglichst schnell rückwärts laufen und Pflaumenkerne spuckend in ein Ziel befördern.

Das Wuselturnier ist zu Ende – die neue Hockeysaison steht an. Und beim Berliner SC geht man zuversichtlich in diese Spielzeit. „Wir wollen in erster Linie weiter wachsen“, gibt Stüwe ein primäres Ziel des Klubs aus. „Vor allem im Kinder und im älteren Jugendbereich.“ Dabei verweist Stüwe auf ein Problem, das nicht nur der BSC hat: „Im Alter von 14 bis 16 Jahren hören leider immer wieder sehr viele Jugendliche mit dem Sport auf – sei es wegen der Schule, dem höheren Leistungsdruck, anderen Interessen. Um diesen Aderlass halbwegs aufzufangen, bräuchte man in jeder Altersklasse 20 oder mehr Kinder und Jugendliche.“ Ganz soweit ist der BSC noch nicht – aber auf einem guten Weg. Da macht es sich auch bezahlt, dass das mediale Interesse insbesondere der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bei der Hockey-Europameisterschaft vor Kurzem sehr groß war. „So etwas kommt uns natürlich zugute, weil wir zwar Randsportart sind, uns aber letztlich mit allen Ball- und Mannschaftssportarten nach dem Fußball messen können und auch messen wollen.“