Berlins Schüler gingen zum 18. Mal auf große Korbjagd

Wilmersdorf. Bei zeitweiligem Sonnenschein und ganz ohne Regen sind am vergangenen Donnerstag die School-Finals-Berlin, der streetball wilmersdorf webStreetball-Event für Schülerinnen und Schüler in der Hauptstadt, im Eisstadion Wilmersdorf zu Ende gegangen. Zwar konnten sich Wilmersdorfer Schüler in diesem Jahr nicht in die Siegerlisten eintragen. Aber immerhin hatten drei Schulen aus dem Bezirk das Finale erreicht: Die Teams „King Dealz“ von der Sekundarschule Wilmersdorf, „Vom Parkplatz“ der Hildegard-Wegschneider-Oberschule und „Big Ballerz“ der Nelson-Mandela-Oberschule hatten sich beim Vorentscheid an gleicher Stelle am 16. Juni durchgesetzt und somit für das Finale qualifiziert.

Bereits zum 18. Mal hatte das Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit unter der Federführung von Initiator Mathias Ramsauer gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung diesen Event veranstaltet. Insgesamt hatten 507 Teams, rund 2000 Schülerinnen und Schüler, an den vier Vorrunden-Turnieren und dem Finale teilgenommen.

„Die Zahlen sind im Vergleich zu den letzten Jahren etwas rückläufig. Das hat aber den einfachen Grund, dass wir mit unseren Turnieren aufgrund des frühen Ferienbeginns direkt in die Zeit der vielen Klausuren geraten sind“, erklärte Ramsauer am Rande der Endrunde. „Natürlich begrüße ich es, wenn unsere Schüler viel Wert auf ihre schulische Bildung legen, sich vernünftig auf die Klausuren vorbereiten und dafür auf einen Start bei den School-Finals verzichten. Dann enden sie zumindest nicht so wie ich“, ergänzte der Mann, der keinen Hehl daraus macht, zweimal sitzen geblieben zu sein. „Aber ganz generell muss man sich für die Zukunft schon Gedanken machen, da der Schulfahrplan immer enger und die Anforderungen immer größer werden.“ Auch deshalb denkt Ramsauer darüber nach, die 19. Ausgabe der School-Finals im nächsten Jahr erstmals im August auszurichten.

FDW-Bolzplatzliga geht in ihr drittes Jahr

Reinickendorf. Am Freitag, 8. Juli startet die Bolzplatzliga in ihr drittes Jahr. Der von der Freien Demokratischen Wohlfahrt (FDW) veranstaltete Event richtet sich an Straßenfußballer im Alter von zwölf bis 25 Jahren. Interessierte aus ganz Berlin, Mädchen und Jungen, können sich mit ihren Teams noch bis Montag, 4. Juli, anmelden.

bolzplatzliga webJedes Team muss mindestens aus fünf Feldspielern und einem Torwart bestehen. Maximal dürfen pro Team zehn Spielern gemeldet sein. Gekickt wird in zwei Altersklassen, zwölf bis 15 und 16 bis 25 Jahre. Die Partien der Bolzplatzliga finden jeweils freitags, bei vielen Meldungen alternativ auch montags während der gesamten Sommerferien statt. Gespielt wird jeweils auf dem Sportplatz Schwarnweberstraße.

„Ich wünsche mir, dass alle, die mitmachen, in jedem Fall über zwei Eigenschaften verfügen: über Sportsgeist und Fairplay“, erläuterte der Vorsitzende der FDW, Bezirksverband Reinickendorf, Andreas Otto. „Wir wollen die jungen Menschen von der Straße holen und ihnen mit unserem Angebot eine sinnvolle Beschäftigung fernab von jeder Form der Gewalt geben.“ Vor, während und nach den Spielen soll es weder auf noch neben dem Platz Alkohol oder andere Drogen geben. „Das hat in der Vergangenheit funktioniert und wird es auch weiterhin tun.“

Bogenschießen in Wittenau – Schnupperkurse für Interessierte

Wittenau. Wer seinen Sport noch immer nicht gefunden haben sollte und ihn unbedingt im Freien betreiben möchte, sollte es bogenschiessen webvielleicht einmal mit dem Bogenschießen versuchen. Der TSV Berlin-Wittenau bietet noch bis in den Oktober hinein jeden Sonnabend von 11 bis 13 Uhr ein kostenloses. Schnuppertraining an. Abteilungsleiter Ingo Schumann kennt gute Gründe, warum man diesen Sport einmal ausprobieren sollte: „Beim Bogenschießen kann man den Alltag komplett ausblenden und relaxen. Es liegt im Spannungsfeld zwischen großer Anspannung und totaler Entspannung“. Das Sportgerät für das Schnuppertraining wird vom Klub gestellt. Wer über dieses Training hinaus interessiert sein sollte, absolviert zunächst einen neunstündigen Grundkurs, der unter anderem Aspekte wie die Sicherheit und den korrekten Umgang mit dem Sportgerät zum Thema hat. Danach kann man das Bogenschießen unter Anleitung erfahrener Trainer mit dem Recurvebogen, dem olympischen Sportgerät, dem Langbogen, bekannt aus Robin Hood-Verfilmungen, und dem Compoundbogen, einem hoch technischen, extrem schnellen Bogen, erlernen. Der Bogensport muss dabei nicht teuer sein: Der TSV arbeitet mit einem Ausrüster zusammen, bei dem Bögen für 75 Euro pro halbes Jahr geliehen werden können. Lediglich den Finger- und Armschutz sowie Köcher und Pfeile müssen selbst angeschafft werden. „Wenn der Sport dann irgendwann zur Leidenschaft wird, kann man für sein Sportgerät aber auch sehr viel mehr Geld ausgeben“, weiß Schumann aus eigener Erfahrung zu berichten. Doch was zeichnet die besondere Faszination dieser Sportart aus? „Beim Bogensport kämpft man eigentlich nicht gegen seinen Gegner, sondern immer gegen sich selbst: sich auf den Moment fokussieren, alles ausblenden. Aber irgendwie ist dieser Augenblick des Lösens nicht wirklich in Worte zu fassen. Deshalb sollte es jeder selbst mal ausprobieren.“ Für das Bogenschießen benötigt man Konzentrationsfähigkeit und Kraft, um den Bogen zu spannen und ruhig zu halten, aber auch Ausdauer: „Bei so einem Wettkampf schießt man allein schon in der Vorrunde 72 Pfeile. Wenn dann noch das Finale ansteht, kann das schon mal vier oder fünf Stunden dauern.“