Fußballer vom SV Norden Nordwest 1898 verlieren überraschend in Wittenau

Wedding. Die Fußballer vom SV Norden Nordwest 1898 haben es versäumt, am Spitzenreiter der Landesliga, dem SC SVNordenNordwest WebCharlottenburg, dran zu bleiben: Die Truppe um Trainer Mario Salvador musste sich am Sonntag beim Wittenauer SC Concordia mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.
„Wir hatten heute sehr große Erwartungen“, verriet der Coach kurz nach Spielschluss. „Hätten wir die Partie gewonnen, wären wir den Charlottenburgern weiterhin dicht auf den Fersen geblieben. So war es für uns aber ein kleiner Schritt zurück.“ Der SV tat sich gegen kämpferisch starke Wittenauer, die ihrerseits jeden Punkt gegen den Abstieg benötigen, sehr schwer. Das Tor zum 0:1 in der ersten Halbzeit durch Ramy Diab spielte dem SC zudem in die Karten, da dieser fortan aus einer sicheren Deckung agieren konnte und die Gäste aus dem Wedding somit kaum zu Torchancen kamen. „Concordia Wittenau ist alles andere als eine starke Mannschaft. Aber mit der Führung im Rücken haben sie die Räume eng und uns das Leben äußerst schwer gemacht“, analysierte Salvador weiter.
Die beste Torchance für den SV Norden Nordwest hatte Steven Puhlmann, der beim Stand von 0:1 mit einem Elfmeter an Concordias Torwart Rene Hartmann scheiterte. Wäre zu diesem Zeitpunkt – Mitte der zweiten Halbzeit – der Ausgleich gefallen, hätte die Partie vermutlich eine andere Richtung genommen. „Es ist schade, weil Steven eigentlich ein guter Schütze ist und – soweit ich mich erinnern kann – bis dato vom Elfmeterpunkt immer getroffen hat. Aber: So ist der Fußball.“ Die Gäste drückten nun, Concordia konterte gefährlich: Erneut Diab stellte bei einem dieser Gegenstöße mit seinem Tor zum 0:2 den Endstand her.

Wittenauer SC Concordia beendet schwache Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis

Wittenau. Die Fußballer vom Wittenauer SC Concordia haben sich am letzten Hinrunden-Spieltag der Landesliga mit einem Erfolg in die kurze Winterpause verabschiedet: Mit 2:0 behielt der SC gegen den Spitzenklub vom SV Norden Nordwest 1898 die Oberhand.
Concordia WebMann des Tages auf Seiten der Gastgeber war Concordias Torwart Rene Hartmann, der beim Spielstand von 1:0 einen Elfmeter des Gästeangreifers Steven Puhlmann parieren konnte. „Seine Aufgabe als Torwart ist es, auch mal ein Spiel für uns zu gewinnen“, sagte Wittenaus Trainer Dirk Schröder nach Spielschluss und ergänzte: „Nein, im Ernst: Ich bin natürlich stolz auf ihn und seine Leistung.“ Die Tore für die Wittenauer zum Sieg hatte Angreifer Ramy Diab in der ersten Halbzeit und kurz vor dem Abpfiff erzielt. „Noch wichtiger als die Leistung von Rene Hartmann im Tor aber war, dass die ganze Mannschaft als eine Einheit aufgetreten ist – und damit meine ich nicht nur alle Feldspieler, sondern auch die Spieler auf der Bank und unsere Zuschauer, die von der ersten bis zur letzten Minute mit gefiebert, mit gelitten und uns pausenlos angefeuert haben“, freute sich Schröder. Genau dies habe der Coach in der Vergangenheit allzu oft vermisst: „Die Mannschaft muss auf dem Platz ackern und kämpfen. Und dann springt der Funke auch auf alle Beteiligten außerhalb des Platzes über. So war es heute. Und so gewinnen wir auch unsere Spiele.“
Gästetrainer Mario Salvador bemängelte nach der Partie, dass Concordia keine gute Mannschaft sei, weil sie nur mit langen, hohen Bällen auf den körperlich robusten und großgewachsenen Ronny Hübner im Sturmzentrum agiere. Diese Kritik ließ Schröder kalt: „Wir haben in der Vergangenheit auch schon mal anders gespielt. Das sah mit Sicherheit schöner aus, war aber auch ertragsärmer. Ich gewinne lieber meine Spiele. Und was andere sagen, interessiert mich ohnehin nicht.“

Fußballprojekt vereint Mädchen aus unterschiedlichen Kiezen

Berlin. Sechs junge Menschen, fünf so genannte Teach First Fellow und eine Sportlehrerin, haben an sechs Schulen in Berlin das Kieze kicken WebProjekt „Kieze kicken“ initiiert. Das vordringlichste Ziel: Junge Mädchen über den Sport zu gewinnen und sie mit den Lebenswirklichkeiten anderer Mädchen aus anderen Kiezen vertraut zu machen. Mit dabei: die Thomas-Mann-Oberschule aus dem Märkischen Viertel.
Philipp Poppe ist hier seit 2010 der Teach First Fellow. Er unterstützt Lehrer im Unterricht, initiiert und betreut AGs wie den Hausaufgabenklub oder jetzt das Projekt „Kieze kicken“. Teach First Deutschland ist eine gemeinnützige Bildungsinitiative, die sich für Chancengerechtigkeit in der Bildung einsetzt und die Schulbildung von weniger privilegierten Kindern und Jugendlichen fördert.
„Unser vordringlichstes Ziel ist es, mit diesem Projekt vorherrschende Klischees über Menschen in anderen Kiezen abzubauen“, erklärt Poppe. „Es gibt nach wie vor Ost-/Westklischees. Alles Fremde ist zunächst einmal komisch. Die Mitschülerin mit bestimmten ethnischen Wurzeln ist völlig normal und alltäglich – das fremde Mädchen aus Neukölln mit den gleichen Wurzeln und dem gleichen Aussehen wird als komisch und anders empfunden“, berichtet Poppe seine Erfahrungen. Darüber hinaus möchte man mit diesem Projekt Mädchen für den Sport gewinnen – etwas, das Vereinen insbesondere bei heranwachsenden Mädchen zunehmend schwer fällt. Spaß an Bewegung, Fairplay, Stärkung des Selbstbewusstseins durch gemeinsame Erfolgserlebnisse, Teil eines Teams, einer Gemeinschaft zu sein, sind weitere Ziele. „Die Mädchen zu bewegen, freiwillige Angebote anzunehmen, sich über den Schulalltag hinaus zu engagieren, ist uns ebenso wichtig“, ergänzt Poppe. Rund 70 Mädchen konnten seit Schuljahresbeginn an den sechs Schulen in Neukölln, dem Wedding, Hohenschönhausen und eben dem Märkischen Viertel für das Projekt gewonnen werden.

Hockey-Herren verlieren Berliner Gipfeltreffen

Hockey-Derby WebWilmersdorf. Die Hockey-Herren vom TC Blau-Weiss Berlin sind in der Hallenhockey-Bundesliga dicht an einer Überraschung vorbeigeschrammt. Die Truppe vom Grunewald unterlag dem Berliner HC mit 3:5 (3:2).
Die Entscheidung in dieser Partie fiel erst in den letzten Minuten: Nach starkem Beginn hatten die Blau-Weissen nach einer Viertelstunde schon mit 3:1 geführt. Der BHC, der kurz vor der Pause noch verkürzen konnte, musste sein ganzes Können aufbieten, um die Partie in der zweiten Halbzeit zu drehen. Konzentriert und geduldig spielte der Favorit weiter, glich aus und erzielte die Treffer zum Sieg erst in den letzten fünf Minuten.
„Wir konnten die Partie lange Zeit offen halten. Am Ende fehlte uns etwas die Kraft“, äußerte sich Blau-Weiss Trainer Safi Khalil kurz nach Spielschluss. Während der BHC durch diesen Erfolg weiterhin verlustpunktfrei Tabellenführer der 1. Bundesliga, Gruppe Ost bleibt, sind die Blau-Weissen mit nur einem Punkt das Schlusslicht der Tabelle. „Besonders in der ersten Halbzeit waren wir bissig, engagiert und effizient im Abschluss. Wenn man dann in der zweiten Halbzeit kein Tor mehr schießt, kann man gegen den BHC nicht gewinnen. Die Leistung gibt uns aber dennoch Hoffnung für den Abstiegskampf“, gab sich Safi Khalil trotzdem zuversichtlich.

1. FC Wilmersdorf führt die Berlin-Liga an

Wilmersdorf. Das hätten wohl noch nicht einmal die kühnsten Optimisten für möglich gehalten: Der 1. FC Wilmersdorf ist nach 14. Spieltagen Spitzenreiter in der Berlin-Liga, der höchsten Spielklasse in der Hauptstadt. Und der Aufsteiger bleibt in der Erfolgsspur: Am Sonntag gewann die Truppe um Trainer Michael Michels mit 2:0 (0:0) bei den Reinickendorfer Füchsen. Allerdings war der Erfolg ein wenig glücklich, wie auch der Coach ohne Umschweife eingestand: „Das war ein schmeichelhafter 1.FCWilmersdorf-webSieg – keine Frage. Die erste Halbzeit hat mir überhaupt nicht gefallen. Und wir hatten großes Glück, dass die Füchse bis zur Pause nicht schon den einen oder anderen Treffer erzielt hatten.“ Auch nach dem Wechsel wurde das Spiel der Gäste nicht hochklassiger – man ging aber dennoch in Führung: Nachdem Füchse-Torwart Sebastian Freuer den Ball hatte prallen lassen, war Sascha Rentmeister zur Stelle und erzielte das 1:0 (58. Minute). Aber auch in der Folge erspielten sich die Wilmersdorfer kaum Torchancen. Allerdings ließ man auch wenig zu: Nur einmal war FC-Keeper Hannes Peschutter ernsthaft gefordert: Gegen den allein auf ihn zustürmenden Fuchs Garth Juckem reagierte er großartig und hielt die Führung fest. Und so blieb es erneut Sascha Rentmeister vorbehalten, mit dem 2:0 kurz vor dem Abpfiff den Schlusspunkt zu setzen. „Für die Füchse wäre heute ganz locker ein Unentschieden drin gewesen“, blieb Michels erfrischend realistisch.